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Lehrer in Florida dürfen bald Waffen im Unterricht tragen. Damit sollen Amokläufe und andere Massaker verhindert werden. Über die Pläne wird heftig gestritten.

Abgeordnete des US-Bundesstaates Florida haben ein Gesetz entworfen, das es Lehrern erlaubt, in Klassenzimmern Waffen tragen zu dürfen. US-Präsident Donald Trump hatte das nach dem Amoklauf an einer Schule in Parkland vor einem Jahr vorgeschlagen. Damals hatte ein ehemaliger Schüler 17 Menschen erschossen.

Lehrer sollen Training absolvieren

Um in Florida bald Waffen tragen zu dürfen, müssen die Lehrer ein 144-Stunden-Training im örtlichen Sheriffbüro durchlaufen. Einige Schuldirektoren sagten aber bereits in Interviews, dass sie ihr Personal nicht bewaffnen wollen. Lieber sollten professionelle Sicherheitsleute angestellt werden. In 14 US-Bundesstaaten dürfen Lehrer im Unterricht schon Waffen tragen.

Jede Woche mindestens ein Schuss an Schulen und Unis

Seit Jahren gibt es Diskussionen um die US-Waffengesetze. Der US-Präsiden und andere Befürworter von Waffen sagen, bewaffnete Lehrer könnten einen Angreifer schneller stoppen als die Polizei. Und sie würden mögliche Amokläufer abschrecken.

Kritiker sagen, mehr Waffen würden nicht zu mehr Sicherheit führen, sondern zu mehr Unfällen mit Schusswaffen.

In den USA kommt es immer wieder vor, dass Schüler und Studenten durch Schüsse bei Amokläufen getötet werden. 2018 gab es jede Woche mehr als einen Waffen-Vorfall an Schulen oder Universitäten.