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Der Ermittlungsrichter hat gegen den 26-Jährigen, der in Rot am See am Freitag sechs Menschen erschossen haben soll, Haftbefehl erlassen. Die Schüsse am Samstag kamen aus einer Schreckschusswaffe.

Die Polizei in Rot am See (Kreis Schwäbisch Hall) musste keine 24 Stunden nach den tödlichen Schüssen vom Freitag erneut ausrücken, weil per Notruf Schüsse gemeldet wurden.

Mann wohl in psychischem Ausnahmezustand

Bei der Wohnungsdurchsuchung wurden Schreckschuss- und Druckluftwaffen gefunden, ein 38-jähriger Mann wurde festgenommen. Zuerst vermutete die Polizei einen möglichen Trittbrettfahrer, der vom Vortag die Aufmerksamkeit auf sich habe ziehen wollen.

Inzwischen erklärte das Polizeipräsidium Aachen, dass sich der 38-Jährige offenbar in einem psychischen Ausnahmezustand befindet und auf richterliche Anordnung in eine Spezialklinik gebracht wurde.

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Das ist am Freitag passiert

Ein 26-jähriger Mann soll am Freitag sechs Verwandte in einem Haus in Rot am See erschossen haben. Laut Polizei hat er sich selbst gestellt und wurde festgenommen. Inzwischen hat der zuständige Ermittlungsrichter Haftbefehl gegen einen 26-Jährigen erhoben.

Opfer aus der Familie des mutmaßlichen Täters

Dem Mann wird vorgeworfen, seine Eltern, seine Stiefgeschwister sowie seinen Onkel und seine Tante erschossen zu haben, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei am Samstag mit. Ein 68-jähriger Mann sei durch Schüsse lebensgefährlich verletzt worden. „Er ist noch im selben kritischen Zustand“, sagte ein Polizeisprecher.

Eine 64-jährige Frau, möglicherweise die Frau des Schwerverletzten, wird wegen leichterer Schussverletzungen im Krankenhaus versorgt. Zudem seien zwei Jugendliche am Freitag von dem mutmaßlichen Schützen bedroht worden. Sie konnten aber flüchten. Das Motiv für die Tat ist laut Polizei weiterhin unklar.

Die Familie kam in dem Haus in Baden-Württemberg offenbar zu einem Treffen zusammen. Weiter hieß es auf der Pressekonferenz: Die Tatwaffe sei eine halbautomatische Kurzwaffe mit Kaliber neun Millimeter gewesen. Der Mann sei ein Sportschütze, er besitze einen Waffenschein.

Großer Polizeieinsatz in Rot am See

Freitagnachmittag hatte die Polizei einen „größeren Polizeieinsatz“ im Landkreis Schwäbisch Hall gemeldet. Dort sei geschossen worden, es gebe Verletzte und auch Tote bei einem Gebäude. Die Polizei wurde nach eigenen Angaben um 12:45 Uhr über Schüsse informiert.

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Strobl: Waffenrecht soll besonnen geprüft werden

Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) sprach den Angehörigen sein Mitgefühl aus. Nach der Tat wurden Forderungen nach einem schärferen Waffenrecht laut. Strobl rief allerdings zu Besonnenheit auf: Vor kurzem sei es erst geändert und verschärft worden. Man müsse sich nun genau anschauen, ob und wie man möglicherweise nacharbeiten müsse, so Strobl.