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Innenminister Seehofer wird wegen seiner Pauschal-Verurteilung der Gamer-Szene scharf kritisiert. Er hatte einen direkten Zusammenhang des rechtsextremen Anschlags von Halle und Gamern hergestellt.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) forderte nach dem Anschlag in Halle einige Konsequenzen. Unter anderem will er Rechtsextremismus auch im Netz bekämpfen und die Gamer-Szene stärker überwachen.

Seehofer: „Müssen Gamer-Szene stärker in Blick nehmen“

Seehofer sagte in der ARD Sendung „Bericht aus Berlin“: „Wir müssen die Gamer-Szene stärker in den Blick nehmen. Manche nehmen sich Simulationen geradezu zum Vorbild. Man muss genau hinschauen, ob es noch ein Computerspiel ist oder eine verdeckte Planung für einen Anschlag.“

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Kritik wegen Generalverdachts und „echt so krass inkompetent“

Jetzt hagelt es Kritik wegen der Pauschal-Verurteilung der Gamer-Szene. Der Deutsche Kulturrat wies die Äußerungen Seehofers zurück, sie verstellten die Sicht auf das wirkliche Problem. „Nicht Games, sondern der Rechtsextremismus ist das Problem,“ so der Geschäftsführer Olaf Zimmermann.

Der Verband der deutschen Games-Branche sprach von einem Generalverdacht durch den Bundesinnenminister.

Und YouTuber Rezo twitterte über Seehofer, dieser sei „echt so krass inkompetent“.

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Für Youtuber PietSmiet ist die Aussage Seehofers ein Versuch, die Schuld den Videospielen zuzuschieben statt an echten gesellschaftlichen Problemen zu arbeiten.

Seehofer reagiert und rudert zurück

Inzwischen ruderten Seehofer und sein Ministerium etwas zurück. Man wolle seine Äußerungen etwas differenzierter verstanden wissen. Im Tweet des Ministeriums heißt es jetzt: „Ob analog oder digital: Wir wollen Rechtsextremisten überall dort bekämpfen, wo sie aktiv sind.“

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Hintergrund für die ganze Debatte ist, dass der mutmaßliche Halle-Attentäter Stephan B. seinen Anschlag gefilmt und die Aufnahmen auf der Gaming-Plattform Twitch live übertragen hatte. Das Portal ist eigentlich dafür gedacht, dass Spieler anderen live zeigen, wie sie ein Videospiel spielen. Sein Twitch-Konto hatte B. erst kurz vor dem Angriff eingerichtet.