Autor
Laura Bisch
Laura Bisch, SWR3; Foto: SWR3
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Wie viele Menschen Hurrikan Dorian auf den Bahamas in den Tod riss, ist weiter unklar: Die Zahl der Vermissten ist hoch, die der Toten wird steigen, warnt die Regierung. Soldaten aus den Niederlanden und Deutschland helfen nun im Katastrophengebiet mit.

Nach Hurrikan Dorian werden auf den Bahamas noch rund 2.500 Menschen vermisst. Wie die Katastrophenschutzbehörde mitteilte, geht diese Zahl aus einer vorläufigen Liste der Regierung des karibischen Inselstaats hervor. Es sei damit zu rechnen, dass die Zahl der bislang 50 bestätigten Toten „deutlich steigen“ werde, sagte Premierminister Hubert Minnis in einer TV-Ansprache.

Behörden haben noch keinen Überblick

Die Vermissten-Liste sei dabei noch nicht mit den Namen der Menschen abgeglichen worden, die aus ihren Häusern in Sicherheit gebracht wurden oder sich noch in Notunterkünften befinden, betonte Katastrophenschutz-Sprecher Carl Smith. Es könne Wochen dauern, bis alle Todesopfer geborgen seien, sagte der Minister für Nationale Sicherheit, Marvin Dames, nach örtlichen Medienberichten.

Noch seien die Helfer nicht in alle verwüsteten Gebiete vorgedrungen. Unterstützt werden sie mittlerweile auch von deutschen und niederländischen Marinesoldaten.

Schlimmster Hurrikan seit Beginn der Aufzeichnungen

Der Hurrikan hatte am 1. September die Abaco-Inseln als Hurrikan der höchsten Kategorie getroffen und verharrte später über der Insel Grand Bahama. Erst nach knapp drei Tagen mit enormen Zerstörungen zog er komplett über die Bahamas hinweg. Nach Schätzung des Roten Kreuzes wurden auf der Insel Grand Bahama und den Abaco-Inseln etwa 13.000 Wohnhäuser schwer beschädigt oder zerstört.

Wie groß die Schäden auf den Bahamas sind, darüber gibt es derzeit noch keine genauen Informationen: Experten des Nationalen Hurrikan-Zentrums warnten vor „katastrophaler Zerstörung“. Dorian sei der gewaltigste Hurrikan seit Beginn moderner Wetteraufzeichnungen. Zehntausende Bewohner des Inselstaates waren aufgefordert worden, sich in Schutzunterkünfte oder auf höher gelegene Gebiete zu begeben.

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Im Video seht ihr Bilder aus der Raumstation ISS sowie von einem Flug durch das Auge Sturms:

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