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Am Montag veröffentlichte ARD-Korrespondent Malte Pieper einen Kommentar über Bundeskanzlerin Merkel (CDU) nach dem Asylgipfel. Seine Forderung zum Rücktritt von Angela Merkel wurde im Netz heftig diskutiert. SWR3 hat danach mit ihm gesprochen.

Geschätzte Angela Merkel, nach fast 13 Jahren Kanzlerschaft gibt es auf europäischer Ebene für Sie, außer spürbarer Abneigung, nichts mehr zu gewinnen. (…) Räumen Sie das Kanzleramt für einen Nachfolger, dessen Name nicht so belastet ist, wie es der Ihre ist.

Malte Pieper

Es sind wohl vor allem diese Worte des ARD-Korrespondenten Malte Pieper, die im Netz gerade für mächtig Aufregung sorgen. Aber von Anfang an.

Kommentar nach dem Asyl-Gipfel

Es ist Montagmorgen und nach dem Asylgipfel am Sonntag, der ohne Ergebnisse zu Ende gegangen ist, veröffentlichte die Tagesschau einen Kommentar ihres Korrespondenten aus dem Studio Brüssel, Malte Pieper. Auch im SWR3-Programm lief der Beitrag in den „Topthemen am Mittag“.

Kommentare zu verfassen ist Gang und Gäbe im Journalismus. Der Kommentar von Malte Pieper wurde als solcher gekennzeichnet, wie bei dieser Form unbedingt notwendig. Also eigentlich ein ganz normaler Montag.

Medien springen auf den Kommentar an

Einige Medien, allen voran die Bild-Zeitung, diskutierten diesen Kommentar und stellten die Meinung des Korrespondenten als die Meinung der Tagesschau dar. So twitterte Bild-Chefredakteur Julian Reichelt am Montag: „Die Tagesschau fordert im Kommentar den Rücktritt von Angela Merkel“.

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Aber nicht nur Medien kritisierten den Kommentar. Auch bei Twitter wurde heftig diskutiert.

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Einige sprechen sogar von „Staatsfunk“ und sehen eine Grenzüberschreitung des Journalismus.

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Und Malte Pieper?

Malte Pieper ist verwundert über die Reaktionen. Gegenüber SWR3 sagte er, dass er sachlich argumentiert habe und sein Kommentar lediglich ein Angebot zur Diskussion sein solle. Außerdem zeigte er sich vom Vorwurf des „Staatsfunks“ überrascht:

Viele glauben offenbar, wir hier beim SWR oder in der ganzen ARD kriegen morgens ein Fax aus dem Bundeskanzleramt und da steht drin, was wir senden sollen. Ich kann nur sagen: So ist es definitiv nicht. Wir denken schon noch selbst.

Malte Pieper

ARD-Korrespondent Malte Pieper; Foto: ARD/mdr
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ARD-Korrespondent Malte Pieper

Malte Pieper über seinen Kommentar

Autor
Amelie Heß
Autor
SWR3