Autor
Isabel Gebhardt
Isabel Gebhardt, SWR3; Foto: SWR3
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Nach einer ungewöhnlichen Serie von Sturmfluten ist der Badestrand auf Wangerooge quasi weg. Wo früher Strandkörbe Platz fanden, ist jetzt eine bis zu vier Meter hohe Abbruchkante. Ob der Strand bis zum Sommer aufgefüllt werden kann, ist noch ungewiss. Doch die Verantwortlichen haben eine Idee.

Orkantief „Sabine“ hat eine Serie von Sturmfluten ausgelöst. Die Folgen werden nun an der Nordseeküste sichtbar. Auf der Insel Wangerooge wurden nach offiziellen Angaben vier Fünftel des Sandstrandes weggespült. „80.000 Kubikmeter Sand sind weg von 100.000“, erklärte Bürgermeister Marcel Fangohr (parteilos).

Der Strand ist weg

„So wie der Strand jetzt ist, können wir nicht mal 100 Strandkörbe hinstellen“, sagte Fangohr. Rund 1.400 stünden dort normalerweise zur Hauptsaison. Aktuell trenne eine Abbruchkante von stellenweise bis zu vier Metern die Promenade vom Strand.

 Ein Schild an der Strandpromenade von Wangerooge warnt vor dem Betreten des Strandes nach den Sturmfluten der vergangenen Tage.; Foto: picture alliance/Peter Kuchenbuch-Hanken/dpa

 Ein Schild an der Strandpromenade von Wangerooge warnt vor dem Betreten des Strandes.

picture alliance/Peter Kuchenbuch-Hanken/dpa

Ob der Sand für das gewohnte Bild vom rund einen Kilometer langen Traumstrand bis zum Sommer wieder aufgefüllt werden kann, sei noch unklar. Normalerweise wird das, was in der Sturmflutsaison abgetragen wird, mit Sand aus dem Osten der Insel aufgefüllt. Doch die Vorräte gehen laut dem Bürgermeister zur Neige.

Kurverwaltung will sich an Sandbänken bedienen

Es gebe allerdings eine Idee: Die Kurverwaltung hofft darauf, sich zusätzlich an Sandbänken im Meer bedienen zu dürfen. Der Plan ist, dass ab Mitte März Sand mit Lastern gebracht wird, um den Strand wieder aufzuschütten. Das könnte dann rund sechs Wochen dauern.

Auch andere Insel mit Schäden

Auch andere Nordseeinseln melden Schäden an Stränden und Dünen. Experten schätzen, dass ungefähr die Hälfte der Sylter Küste durch die Sturmfluten seit Sonntag nennenswert geschädigt wurde. Neben Sylt melden auch die Inseln Föhr und Amrum Sandverluste.

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