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Etwas überraschend war es schon, dass Bundestrainer Jogi Löw Bayern-Törjäger Sandro Wagner nicht mit zur WM nach Russland nimmt. Wagner zieht daraus jetzt Konsequenzen.

Sandro Wagner tritt mit sofortiger Wirkung aus der Nationalmannschaft zurück. Das hat er in einem Interview mit der Bild gesagt. Und zwar nicht ohne Kritik: „Für mich ist klar, dass ich mit meiner Art, immer offen, ehrlich und direkt Dinge anzusprechen, anscheinend nicht mit dem Trainerteam zusammenpasse.“

„Da haben Kleinigkeiten entschieden“

Das zeigt ziemlich deutlich, dass das Verhältnis zwischen dem Bundestrainer und Wagner wohl nicht das beste ist. Für Außenstehende war es diese Woche noch etwas überraschend, dass Löw seinen Stürmer nicht ins vorläufige Aufgebot für die WM berufen hat. Stattdessen sind erst mal der Leipziger Timo Werner, Mario Gomez vom VfB Stuttgart und Nils Petersen aus Freiburg dabei. Kleinigkeiten hätten da entschieden, sagt Löw.

„Enttäuscht“

Dabei hat Wagner sich große Hoffnungen gemacht, war im Winter von Hoffenheim zu den Bayern gewechselt. Die Chancen hat es entgegen der Erwartungen nicht erhöht. Und der Stürmer macht im Bild-Interview keinen Hehl daraus, dass ihm die Nicht-Nominierung nicht besonders gefällt: „Ich würde lügen, wenn ich sage, dass ich nicht enttäuscht bin.“

Wagners Karriere in der Nationalmannschaft ist jetzt wohl vorbei, bevor sie richtig angefangen hat. Bisher hat er acht Spiele gemacht und dabei fünf Tore geschossen.