Jugendliche trinken weniger Alkohol als früher. Das steht in einer neuen Studie, die die Bundesdrogenbeauftragte vorgestellt hat.

Über 7.000 Jugendliche und junge Erwachsene wurden für diese Studie, die regelmäßig durchgeführt wird, befragt. Herausgekommen ist, dass mehr als ein Drittel der 12- bis 17-Jährigen noch nie Bier, Wein oder Schnaps probiert hat.

Immer weniger Rauschtrinken

Nur jeder zehnte Teenager trinkt laut der Studie regelmäßig einmal in der Woche. Vor 13 Jahren seien es noch doppelt so viele. Und auch die Zahl der Jugendlichen, die sich mindestens einmal im Monat in einen Alkoholrausch trinken, ist demnach geschrumpft: Von fast 23 Prozent im Jahr 2004 auf knapp unter 14 Prozent.

„Das ist eine gute Nachricht“

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler, freut sich über dieses Ergebnis: „Das ist eine gute Nachricht“, wird sie in der offiziellen Pressemitteilung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zitiert. Die rückläufigen Zahlen verdanke man vor allem einer guten Aufklärungsarbeit.

Wie sieht's im Südwesten aus?

Die Rettungsleitstellen des Deutschen Roten Kreuzes führen zwar keine Statistiken über die betrunkenen Jugendlichen, doch auch sie bestätigen, dass die Zahlen zurückgehen – sogar auf Großveranstaltungen. Einige DRK-Mitarbeiter mutmaßen, dass auch das strengere Vorgehen der Städte Jugendliche am öffentlichen Besäufnis hindert. Betrunkene Jugendliche würden oft bei Standfesten nicht mehr in den Partybereich eingelassen. Auch illegale Besäufnisfeiern auf öffentlichen Plätzen und in Parks – zum Beispiel nach Schulabschlüssen – würden von vielen Städten mittlerweile viel stärker unterbunden als noch vor einigen Jahren.

Mainz

Auch die Stadt Mainz hat in den drei letzten Jahren einen Rückgang von betrunkenen Jugendlichen auf Stadtfesten festgestellt. Außerdem würden die Jugendlichen weniger hochprozentigen Alkohol trinken. Laut Stadt liegt das auch an den Präventionsprogrammen.

Karlsruhe

In Karlsruhe hatten die Alkoholpreventivteams an Fasching in diesem Jahr mehr zwar zu tun als in den Vorjahren. Generell sei der Trend in den letzten Jahren aber auch hier rückläufig gewesen. Die Teams gehen auf Großveranstaltungen in der Stadt gezielt auf alkoholisierte Jugendliche zu und warnen sie bzw. kümmern sich um die Jugendlichen, wenn die schon betrunken sind.