Autor
Svenja Maria Hirt
Svenja Maria Hirt, SWR3; Foto: SWR3/Alexander Winkler
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Kurz eine Nachricht tippen, eine Sprachnachricht verschicken oder telefonieren: Handys am Steuer sind gefährlich und deswegen auch verboten. In Australien gibt es einen Blitzer, der es sieht, ob jemand sein Smartphone beim Fahren benutzt.

Der Bundesstaat New South Wales in Australien hat den neuen Blitzer ein halbes Jahr getestet. In diesem Zeitraum haben Kameras 8,5 Millionen Fahrzeuge aufgezeichnet. 100.000 Fahrer wurden dabei erwischt, wie sie ihr Handy illegal beim Fahren benutzten. Künstliche Intelligenz hat das Material vorsortiert, anschließend wurde es von autorisiertem Personal überprüft. So schreibt es das Centre for Road Safty von New South Wales.

Bußgeld in Millionenhöhe

Mehr als 21 Millionen Euro Bußgeld muss der Staat dadurch eingenommen haben. In Australien kostet die illegale Handynutzung nämlich mehr als doppelt so viel als in Deutschland. 344 Australische Dollar (etwa 212 Euro) Geldstrafe kostet es, wenn man das erste Mal erwischt wird. 457 Australische Dollar (282 Euro) kostet es, wenn man in der Nähe einer Schule geblitzt wurde.

Bis Ende 2019 soll das Handyerkennungskamera-Programm dann komplett eingeführt werden. Dem System ist es dabei egal, ob es Tag oder Nacht ist. Auch bei Witterung ist es möglich, hochauflösende Bilder vom Innenraum des Fahrzeuges zu machen.

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Bußgeld in Deutschland

Laut dem deutschen Bußgeldkatalog kostet es 100 Euro, wenn das Handy am Steuer benutzt wird. Zusätzlich gibt es einen Punkt. Wer jemanden während der Handynutzung gefährdet, zahlt 150 Euro, bekommt zwei Punkte in Flensburg und hat einen Monat Fahrverbot. Bei Sachbeschädigung müssen 200 Euro bezahlt werden, es gibt ebenso zwei Punkte und ein Monat Fahrverbot.

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Svenja Maria Hirt
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