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In der neuseeländischen Stadt Christchurch sind nach Polizeiangeben bei Angriffen auf Moscheen mehrere Menschen erschossen worden. Die Polizei nahm bisher vier Verdächtige fest.

Bei Attacken im neuseeländischen Christchurch sind mehrere Menschen gestorben. Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern sprach nun von 40 Toten. Bei den vier bisher festgenommenen Menschen, handele es sich um drei Männer und eine Frau, das teilten die neuseeländischen Behörden mit. Die Beamten riefen dazu auf, zu Hause zu bleiben und warnten vor einem Moscheebesuch. Mehrere Angreifer hatten während der Freitagsgebete das Feuer in zwei Moscheen eröffnet.

Attentäter soll Australier sein

Der Moschee-Angriff soll laut des australischen Regierungschefs Scott Morrison von einem rechtsextremen Australier verübt worden sein. Dieser sei ein in Australien geborener Staatsbürger seines Landes.

Mehrere Sprengkörper entschärft

Die Armee hatte mehrere improvisierte Sprengkörper in einem Auto der Angreifer gefunden und daraufhin entschärft. Bislang gibt es neben den Festgenommen keine weiteren Verdächtigen. Das Zentrum von Christchurch wurde abgeriegelt und die Schüler in der Stadt durften ihre Klassenräume nicht verlassen.

Lage Stunden später noch immer unklar

Auch nach Stunden war die Lage noch unklar. In einer Videobotschaft, die über die sozialen Netzwerke verbreitet wurde, sprach der Polizeisprecher Mike Bush von einer „Sehr ernsten und tragischen Serie von Ereignissen“ und appelierte an alle Muslime in Neuseeland zuhause zu bleiben. Alle staatlichen Gebäude wurden wegen der unklaren Lage ebenfalls geschlossen, wie beispielsweise die städtische Bücherei, das Rathaus und Museen.

"Einer der schwärzesten Tage Neuseelands"

Augenzeugen berichteten davon, dass das Drama gegen 13:45Uhr (Ortszeit) begann. Ein bewaffneter Mann soll in eine Moschee in der Innenstadt eingedrungen sein. Dort hatten sich zur Mittagsstunde mehr als 300 Menschen versammelt. Mit einer Feuerwaffe soll er laut Zeugen um sich geschossen haben. Ein Zeuge erinnert sich, halbautomatische Waffen bei den Tätern gesehen zu haben. Premierministerin Jacinda Ardem sprach von "einem der schwärzesten Tage Neuseelands".