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In Neuseeland sind offenbar erneut dutzende Wale gestrandet. Eine Gruppe von 80 bis 90 Grindwalen ist am Donnerstag auf der abgelegenen Chatham-Insel gestrandet, von denen mehr als 50 verendeten, teilte die Naturschutzbehörde mit.

Schon wieder sind mehrere Grindwale im Pazifik verendet. Diesmal auf der Chatham-Insel. Als Helfer dort ankamen, seien bereits mehr als 50 Tiere tot gewesen. Ein Wal habe noch gelebt, habe aber aufgrund seines schlechten Zustands eingeschläfert werden müssen. Die anderen Tiere schafften es den Angaben zufolge aus eigener Kraft zurück ins Wasser.

Mehr als 200 Tiere in einer Woche

Die Chatham-Insel liegt rund 800 Kilometer östlich der Südinsel Neuseelands. Es war der fünfte Vorfall dieser Art in Neuseeland in weniger als einer Woche. Insgesamt verendeten mehr als 200 Tiere.

Wissenschaftler vermuten Orientierungsprobleme

Die genauen Gründe für das Stranden der Meeressäuger sind nicht klar. Wissenschaftler vermuten unter anderem, dass die Tiere in flachem Gewässer Orientierungsprobleme haben oder dass sich ein krankes Tier auf dem Weg zum Strand zu einer Art Leitwal entwickelt, dem die anderen folgen. Auch extreme Wetterbedingungen und Feinde, wie zum Beispiel Haie, der Wale können eine Rolle spielen.

Zuletzt strandeten Wale auf Steward Island

Zuletzt entdeckten Wanderer knapp 145 Grindwale auf Steward Island, der südlichsten Insel Neuseelands.

Grindwale können ganz schön groß werden: bis zu acht Meter lang mit einem Gewicht von bis zu drei Tonnen. In Neuseeland kommt es immer wieder vor, dass sich Wale an Strände verirren. Im Februar 2017 waren mehr als 300 Wale auf einmal gestrandet.

Grindwale; Foto: dpa/picture alliance

Grindwale schwimmen im pazifischen Ozean. Sie tauchen dabei bis zu 600 Meter in die Tiefe.

dpa/picture alliance