Stand:

Meteore im Anflug: Alljährlich sind im November die Leoniden am Himmel zu sehen. Bei gutem Wetter kann das Spektakel an diesem Wochenende auch im Südwesten beobachtet werden.

Am Wochenende ist es wieder so weit: Dann kreuzt der Meteorstrom der Leoniden die Umlaufbahn der Erde und wird zu einem Sternschnuppen-Schauer.

Leoniden-Höhepunkt in der Nacht auf Montag

Ein Nachthimmel, das Sternbild des Löwen ist markiert; Foto: imago/Leemage

Wenn das Sternbild des Löwen über den Horizont gestiegen ist, sollen die meisten Leoniden zu sehen sein.

imago/Leemage

Diese Jahr wird das Himmelsschauspiel in der Nacht von Sonntag auf Montag (dem 18. November) seinen Höhepunkt erreichen.

Wie die Vereinigung der Sternfreunde meldet, sei mit etwa 10 bis 20 Meteoren pro Stunde zu rechnen, die mit einer Geschwindigkeit von 71 Kilometern pro Sekunde über den Nachthimmel rasen.

Der Höhepunkt der Meteorschauers werde aber erst weit nach Mitternacht erwartet, so Sven Melchert, der Vorsitzende der Vereinigung, gegenüber der Deutschen Presseagentur. Richtwert sei das namensgebende Sternbild des Löwen: Erst wenn dieses über den Horizont gezogen sei, ließen sich auch besonders viele der Leoniden erblicken.

Schlechte Sichtverhältnisse erwartet

Schlechte Nachrichten für Astronomie-Fans kommen aber vom Deutschen Wetterdienst (DWD): In den kommenden Nächten wird auch der abnehmende Mond sehr hell am Himmel stehen. Dies wird Sternschnuppen-Sichtungen erschweren.

Und auch die Wetterlage ist nicht optimal, denn nach derzeitigem Stand wird am Wochenende der Himmel wohl meist bewölkt sein. Doch wie Florian Bilgeri vom DWD der dpa sagte, seien die besten Chancen auf klaren Himmel im Südwesten gegeben.

Was sind die Leoniden?

Die Sonne wird von zahlreichen Kometen umkreist, darunter auch einer namens Temple-Tuttle. Neben dem für Kometen typischen Gasschweif zieht dieser auch eine Wolke von Meteoroiden, also kleinen Bruchstücken, hinter sich her.

Einmal im Jahr kreuzt die Erde mit ihrer Umlaufbahn diese Wolke. Die Gesteinsbrocken geraten dann in die Erdatmosphäre und verglühen dort als Sternschnuppen.