Autor
Björn Widmann
Björn Widmann, SWR3; Foto: SWR3
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Online-Händler wie Amazon müssen nicht zwangsläufig per Telefon erreichbar sein – aber auf anderem Wege schnell zu kontaktieren sein. Das hat der Europäische Gerichtshof geurteilt.

Geklagt hatte die Verbraucherzentrale Bundesverband. Die Verbraucherschützer bemängelten, dass der Online-Händler Amazon seine Kunden nicht ausreichend über die Erreichbarkeit per Telefon informiert habe. Eine Faxnummer sei gar nicht angegeben, kritisierte der Verband in der Klage.

Dazu stellten die EU-Richter fest: Online-Händler sind nicht dazu verpflichtet, per Telefon erreichbar zu sein. Auch müssten sie nach dem Urteil nicht per E-Mail für ihre Kunden erreichbar sein, wenn sie das vorher auch nicht waren.

Andere Wege der Erreichbarkeit

Die Firmen könnten auch andere Wege nutzen, um für ihre Kunden erreichbar zu sein. Möglich seien zum Beispiel elektronische Kontaktformulare, Internet-Chats oder ein Rückrufsystem. Allerdings seien die Händler verpflichtet, die Infos über die Kontaktmöglichkeiten klar und verständlich zugänglich zu machen.

Kritik an Arbeitsbedingungen bei Amazon

Den Amazon-Konzern gibt es jetzt schon 25 Jahre. Der Online-Händler steht aber immer wieder wegen schlechter Arbeitsbedingungen in der Kritik. Jetzt hat eine US-Show den Versandhändler genau unter die Lupe genommen.

John Oliver zeigte in seiner Show „Last Week Tonight“, was wirklich passiert, wenn man auf den Bestell-Knopf drückt. Sein Ergebnis: Es muss schnell gehen – immer. Die Mitarbeiter bekommen laut dem Bericht kaum Toilettenpausen und müssen weite Strecken in den Lagerhallen zurücklegen.

NDR-Reporter Kaveh Kooroshy hat 2017 verdeckt bei Amazon in Winsen an der Luhe gearbeitet. Was er erlebt hat, erzählt er hier:

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