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Vergleichsportale im Internet versprechen Verbrauchern, ihnen die günstigsten Preise für Reisen, Versicherungen oder Stromanbieter raus zu suchen. Aber tun sie das wirklich? Verbraucherschützer fordern mehr Kontrolle.

Es geht um Vergleichsportale wie Check24 oder Verivox. Deutschlands oberster Verbraucherschützer Klaus Müller fordert im Handelsblatt, dass solche Portale klare gesetzliche Vorgaben erfüllen müssen. Ihm geht es vor allem darum, dass transparenter wird, wie die Portale ihre Rankings erstellen. Denn:

Angebote, die ganz oben stehen, sind oft nicht die besten und günstigsten.

Klaus Müller, Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv)


Vielmehr seien die Einträge häufig zu Werbezwecken platziert worden, kritisiert Müller. Außerdem würden manche Portale nicht den kompletten Markt abdecken. „Ärgerlich ist, wenn Angebote wichtiger Anbieter nicht berücksichtigt werden, weil man sich nicht über Provisionen einigen konnte“, sagt der Verbandschef.


Auch Kritik vom Bundeskartellamt

Die Diskussion über Rankings bei Vergleichsportalen geht schon länger. Erst im Dezember hat das Bundeskartellamt Schwachstellen aufgelistet.

Die Behörde hatte überprüft, welche Angebote Vergleichsportale zu den Themen Reise, Energie, Versicherungen, Telekommunikation und Finanzen gemacht haben. Es ging darum, ob gegen Verbraucherrechte verstoßen wurde. Einen abschließenden Bericht will das Kartellamt in diesem Jahr vorlegen.