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Björn Widmann
Björn Widmann, SWR3; Foto: SWR3
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„Parasite“ wurde als bester Film ausgezeichnet – und bekam noch drei weitere Preise. Soweit klingt das nicht wirklich spektakulär. Trotzdem hat es so etwas bei den Oscars noch nie gegeben.

Oscars 2020; Foto: picture alliance/Chris Pizzello/Invision/AP/dpa

Wurde beste Schauspielerin 2020: Renée Zellweger

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Dieser Film hat Geschichte geschrieben: „Parasite“ wurde als erstes nicht-englischsprachiges Werk mit dem Preis für den besten Film ausgezeichnet. Regisseur und Produzent Bong Joon Ho bekam außerdem den Regie- und Original-Drehbuch-Oscar sowie den Preis für den besten internationalen Film. Das Werk war mit vier Auszeichnungen der Gewinner des Abends.

Renée Zellweger wurde für „Judy“ als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet. In dem Film spielt sie die Sängerin Judy Garland. Bester Hauptdarsteller wurde Joaquin Phoenix für seine Rolle des späteren Batman-Gegenspielers „Joker“. Das Drama wurde außerdem für die beste Filmmusik ausgezeichnet.

Darum ist die Auszeichnung von „Parasite“ als bester Film so wichtig

Der Oscar-Abräumer: „Parasite“

Brad Pitt widmet Oscar seinen Kindern

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Für „Once Upon a Time in Hollywood“ bekam Brad Pitt seinen ersten Schauspiel-Oscar

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Brad Pitt gewann seinen ersten Schauspiel-Oscar. Er wurde für seine Rolle in dem Quentin-Tarantino-Film „Once Upon a Time in Hollywood“ als bester Nebendarsteller ausgezeichnet. Den Oscar widmete der 56-Jährige seinen Kindern. „Ihr macht alles bunt, was ich tue“, sagte Pitt. Außerdem bedankte er sich bei seinem Co-Star Leonardo DiCaprio: „Leo, ich schwimme gerne jederzeit auf deiner Erfolgswelle mit. Die Aussicht ist fantastisch.“

Insgesamt ist es für Pitt bereits der zweite Oscar. Als Produzent hatte er die Auszeichnung bereits 2014 für das Sklaven-Drama „12 Years a Slave“ gewonnen.

SWR-Co-Produktion „The Cave“ geht leer aus

Keinen Preis konnte die SWR-Co-Produktion „Eine Klinik im Untergrund – The Cave“ gewinnen. Darin begleitet der aus Syrien stammende Regisseur Feras Fayyad ein Team von Ärztinnen in Syrien, die in einem unterirdischen Krankenhaus unermüdlich Kriegsopfer behandeln und gegen systemischen Sexismus ankämpfen. Der Dokumentarfilm läuft am 1. Juli 2020 im Ersten.

Den Oscar in dieser Kategorie gewann die von Michelle und Barack Obama unterstützte Dokumentation „American Factory“. Der Film ist eine Netflix-Dokumentation über die Menschen in einer Fabrik im US-Bundesstaat Ohio.

#OscarsSoMale: Natalie Portman übt Kritik

Schauspielerin Natalie Portman hat mit ihrem Outfit den Umgang mit den Nominierungen kritisiert. Das Problem: Erneut waren nur Männer in der Kategorie „Beste Regie“ nominiert worden. Die 38-Jährige trug deshalb auf dem Saum ihrer Kleidung Namen von Regisseurinnen in goldenen Lettern. Sie wolle an die Frauen erinnern, „deren unglaubliche Arbeit in diesem Jahr nicht anerkannt wurde“, sagte Portman auf dem roten Teppich.

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Die mangelnde Vielfalt hatte schon vor der Gala in den sozialen Netzwerken eine Welle von Kritik ausgelöst, etwa unter dem Hashtag #OscarsSoMale (= Oscars so männlich).

Eminem überrascht mit Auftritt

Oscars 2020; Foto: Reuters

Sprang plötzlich aus dem Bühnenboden: Rapper Eminem performt „Lose Yourself“

Reuters

Für eine der größten Überraschungen des Abends sorgte Eminem. 17 Jahre nach seinem Oscar für „Lose Yourself“ aus „8 Mile“ tauchte er auf einmal aus dem Bühnen-Boden auf und performte den Song.

Das Publikum feierte Eminem. Schauspieler, Regisseure und andere Zuschauer wippten oder rappten begeistert mit. Doch einigen war die Überraschung förmlich ins Gesicht geschrieben.

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2003 verpasste der Rapper die Preisverleihung, weil er nicht an einen Gewinn glaubte. Angeblich soll der heute 47-Jährige damals auf der heimischen Couch eingeschlafen sein. 

Drei Baden-Württemberger in Oscar-Jury

Die 92. Oscars wurden in Los Angeles verliehen – mit viel Einfluss aus Baden-Württemberg. Mit den Schauspielern Nina Hoss aus Stuttgart und Sebastian Koch aus Karlsruhe sowie Andreas Hykade von der Filmakademie in Ludwigsburg saßen gleich drei Baden-Württemberger in der Oscar-Jury.

Autor
Björn Widmann
Autor
Isabel Gebhardt
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SWR3