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Zweimal Gold, zweimal Silber und einmal Bronze: Die deutschen Athleten kamen bei den Paralympics am Dienstag aus dem Feiern nicht raus. Damit holte der Deutsche Behindertensportverband so viele Medaillen wie an den ersten drei Tagen zusammen.

Der vierte Tag der Wettkämpfe bei den Paralympischen Spielen in Pyeongchang war begleitet von Jubel und Tränen und vielen Medaillen für das deutsche Team. Zehn Medaillen schmücken nun das deutsche Wettkampfkonto.

Andrea Eskau holt Gold

Andrea Eskau; Foto: dpa/picture alliance

Andrea Eskau gewinnt zum siebten Mal Gold bei paralympischen Sommer- und Winterspielen. Es ist ihre elfte Medaille insgesamt.

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Den Anfang machte Fahnenträgerin Andrea Eskau. Die 46-jährige Biathletin sicherte sich bei den sitzenden Athletinnen Gold. Für die 46-Jährige sind die Paralympics 2018 schon jetzt eine Erfolgsgeschichte. „Ich habe mehr erreicht als gedacht. Das ist irre“, sagte sie nach dem Sieg. Mit Blick auf ihr Alter fügte sie schmunzelnd hinzu: „Ich bin so alt.“ Ihr Alter scheint ihr aber ganz und gar nicht im Weg zu stehen. Nach Silber im Langlauf war es bereits die zweite Medaille bei diesen Spielen. Insgesamt gewann die Athletin, die bei den Sommer- und Winterspielen antritt, sieben Mal Gold.

Tränen bei Andrea Rothfuss

Andrea Rothfuss; Foto: dpa/picture alliance

Gold verschenkt – Silber gewonnen. Andrea Rothfuss in der Super Kombination.

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Von Gold hatte auch Rennläuferin Andrea Rothfuss geträumt, nachdem sie nach dem Super-G an der Spitze gelegen hatte. Aber es wurde zum dritten Mal Silber. Das sei „sehr frustrierend“, sagte sie mit Tränen in den Augen. „Ich habe nicht genug auf die Tube gedrückt.“

Das tat dafür die sehbehinderte Clara Klug. Im Biathlon über 10 Kilometer sicherte sie sich mit ihrem Begleiter Martin Härtel den dritten Platz. Es ist ihre erste Medaille überhaupt bei den Paralympics.

Clara Klug und Begleitläufer Martin Härtel ; Foto: dpa/picture alliance

Clara Klug und ihr Begleitläufer Martin Härtel freuen sich über die Bronzemedaille.

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Doppelsieg in der Super-Kombination

Anna Schaffelhuber und Anna-Lena Forster; Foto: dpa/picture alliance

Anna Schaffelhuber und Anna-Lena Forster sind Freundinnen, aber auch erbitterte Konkurrentinnen auf der Skipiste.

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In der Super-Kombination freuten sich gleich zwei deutsche Athletinnen über Medaillen. Favoritin Anna Schaffelhuber, die bereits Gold in der Abfahrt und im Super-G in Pyeongchang holte, wurde überraschend von ihrer Freundin und Wettbewerbs-Konkurrentin Anna-Lena Forster aus Radolfzell überholt.

„Ich bin froh, dass ich Anna einmal schlagen und ein bisschen aus ihrem Schatten treten konnte. Das tut gut“, sagte die 22-jährige Forster nach ihrem großen Erfolg in der sitzenden Klasse. Schaffelhuber trug es mit Fassung: „Anna-Lena hat es absolut verdient. Es fällt viel von ihr ab.“