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Isabel Gebhardt
Isabel Gebhardt, SWR3; Foto: SWR3
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Jedes Jahr im Sommer gibt es sogenannte Sternschnuppennächte. Normalerweise sind die immer Mitte August. Doch dieses Jahr ist alles ein bisschen anders. Deshalb lohnt sich schon jetzt ein Blick in den Himmel.

Die Perseiden sind der bekannteste Sternschnuppenschwarm. Er ist nach dem Sternbild Perseus benannt, stammt aber eigentlich vom Kometen Swift-Tuttle. Die von ihm abgeplatzten Teilchen haben sich als Staubwolke in seiner Umlaufbahn verteilt.

Sternschnuppen der Perseiden: Wann man im August am besten Sternschnuppen sehen kann; Foto: picture alliance/Oliver Berg/dpa

Wer die Perseiden sehen will, muss sich einen richtig dunkeln Platz suchen.

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Normalerweise sind die Perseiden Mitte August am Besten zu sehen – zwischen dem 11. und dem 13. August. Das liegt daran, dass die Erde bei ihrem Weg um die Sonne dann die Bahn des Kometen schneidet. Doch wer dieses Jahr zu lange mit dem Sternschnuppengucken wartet, könnte leer ausgehen. Mitte August wird nämlich wieder der Vollmond am Himmel stehen, und dessen Licht wird viele Sternschnuppen überstrahlen.

Wie kann man die Perseiden am besten beobachten?

Wer die Perseiden also auf jeden Fall sehen will, sollte sich schon am Wochenende Zeit nehmen. Am besten kann man die Sternschnuppen von einem wirklich dunklen Platz sehen – abseits von Straßenbeleuchtung und anderen Lichtquellen. Der Blick sollte in Richtung Nordosten gehen. Wer es bequem haben will, stellt sich am besten einen Liegestuhl auf.

Außerdem braucht man ein bisschen Geduld. Denn die Augen brauchen ungefähr eine halbe Stunde Zeit, um sich an die Dunkelheit zu gewöhnen. Die Sternschnuppen sind eigentlich die ganze Nacht zu sehen, die beste Phase für die Sternschnuppenbeobachtung beginnt nach Mitternacht. Die meisten Sternschnuppen kann man in den frühen Morgenstunden sehen. Dann hat sich die Erde auf ihrer Umlaufbahn soweit gedreht, dass wir direkt in die anfliegende Kometenstaubwolke schauen.

Wie groß ist eine Sternschnuppe?

Damit ein Teilchen zur Sternschnuppe werden kann, muss es übrigens gar nicht groß sein – Daumennagelgroß reicht aus. Das helle Aufleuchten hat nämlich vor allem mit der hohen Geschwindigkeit der Krümel aus dem All zu tun: Die Perseiden rasen mit bis zu 50 Kilometer pro Sekunde hinein in die Erdatmosphäre. 

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Dabei pressen und erhitzen sie die Luft so sehr, dass sie zu leuchten beginnt. Die Kometenstaubkrümel selbst werden bei dem Prozess ebenfalls heiß und verdampfen. Aber das Leuchten, das am Erdboden zu sehen ist, stammt nicht von den Krümeln, sondern von der leuchtenden Luft.

Mehr zu den Perseiden und anderen Sternschnuppenschwärmen gibt es bei den Kollegen von SWR Wissen.