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Christian Kreutzer
Christian Kreutzer, SWR3; Foto: SWR3
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Dem US-Präsidenten hat es scheinbar gar nicht gefallen, dass die Klimaaktivistin vom Time-Magazin zur Persönlichkeit des Jahres gekürt wurde.

Donald Trump macht seinem Ärger mehrmals täglich Luft. Heute ist er (unter anderem) sauer auf Greta Thunberg. Die ist vom Time-Magazin gerade zur „Person des Jahres“ gekürt worden. Damit steht sie in einer Linie beispielsweise mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (2015) – und ihm selbst (2016).

„Entspann dich, Greta, entspann dich!“

„So lächerlich“, twittert Trump. „Greta muss an ihrem Problem mit der Aggressionsbewältigung arbeiten und dann mit einem Freund einen guten altmodischen Film anschauen! Entspann dich, Greta, entspann dich!“

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Offensichtlich scheint, dass Trump diese Ernennung als persönliches Lob auffasst, was sie gar nicht ist: Die Personen müssen keinen positiven Ruf haben, um diese Rolle zugesprochen zu bekommen: Adolf Hitler war beispielsweise 1938 „Person des Jahres“, Josef Stalin im Jahr darauf und der iranische Revolutionsführer Ayatollah Khomeini 1979.

Mal wieder stinksauer: Donald Trump.; Foto: dpa picture alliance / newscom

Mal wieder stinksauer: Donald Trump.

dpa picture alliance / newscom

Trump selbst wurde übrigens aus mehr oder weniger formalen Gründen „Person des Jahres“: Time kürt praktisch jeden US-Präsidenten dazu. Wenn er wiedergewählt wird, sogar zweimal.

Trump hat sich schon öfter an Greta versucht

Bereits Ende September hatte Trump Thunberg öffentlich verhöhnt - rund um die UN-Generalversammlung, bei der die junge Schwedin eindringlich die Mächtigen mit Blick auf die Klimakrise angeprangert hatte. „Sie wirkt wie ein sehr glückliches junges Mädchen, das sich auf eine strahlende und wunderbare Zukunft freut. So schön zu sehen!“, spottete Trump damals auf Twitter.

Thunberg ist die Initiatorin der internationalen Klimabewegung Fridays for Future. Sie wurde für ihren Einsatz gegen die Klimakrise unter anderem bereits mit dem Menschenrechtspreis von Amnesty International sowie dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet. Nun folgte der Titel des Time Magazin.