Der Lokführer des Personenzugs war nicht Schuld an dem Zugunglück im nordrhein-westfälischen Meerbusch. Das sagte ein Sprecher der Bundesstelle für Eisenbahn-Unfalluntersuchung in Bonn.

Der Personenzug habe eine Fahrerlaubnis für den Streckenabschnitt gehabt, obwohl der nicht frei war. Als Ursache des Unglücks kommen demnach ein Fehler der Fahrdienstleitung oder technische Ursachen in Betracht. Der Zug, der bei Meerbusch in Nordrhein-Westfalen in einen Güterzug gefahren ist, hätte den Gleisabschnitt eigentlich gar nicht befahren dürfen.

Rettungskräfte loben Lokführer

Zunächst war unklar, ob der Lokführer den Unfall verursacht hatte. Während noch geklärt wird, was genau passiert ist, haben Rettungskräfte den Mann laut Deutscher Presse-Agentur gelobt. Mit einer Notbremsung habe er Schlimmeres verhindert und anschließend, obwohl selbst deutlich mitgenommen, sich um Fahrgäste gekümmert.

Viele Verletzte, gesperrte Strecke

Der Regional-Express der Linie 7 von Köln nach Krefeld war mit dem Güterzug, der nach Rotterdam unterwegs war, am Dienstagabend auf offener Strecke zusammengestoßen.

Bei dem Zugunglück wurden laut Polizei 47 Menschen verletzt, der Lokführer des Regionalzugs überlebte den Aufprall. Erst vier Stunden nach dem Unfall konnten die letzten Passagiere in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch aus dem Zug befreit werden. Eine abgerissene Oberleitung hatte die Rettungsarbeiten verzögert.

Menschen in umliegende Krankenhäuser gebracht

Sechs der verletzten Menschen erlitten Beinbrüche und Hautabschürfungen. Sie werden in nahegelegenen Krankenhäusern versorgt. Die übrigen Reisenden wurden an einem Sammelplatz in der Nähe untersucht, versorgt und später unter anderem von Angehörigen abgeholt.