Autor
Lena Seiferlin
Lena Seiferlin, SWR3; Foto: SWR3
Stand:

Polen hat am Montag den 101. Jahrestag der Unabhängigkeit des Landes gefeiert. Tausende Rechtsnationalisten kamen zu einem „Unabhängigkeitsmarsch“. Zu diesem hatte die extreme Rechte aufgerufen.

Zehntausende Menschen kamen in Warschau zum sogenannten Unabhängigkeitsmarsch zusammen. Zu diesem hatte die extreme Rechte Polens für Montag aufgerufen.

Nationalistische Parolen und Plakate

Mit dem Marsch soll an den 11. November 1918 erinnert werden. Da erlangte Polen seine Unabhängigkeit zurück, nachdem das Land zuvor 123 Jahre lang durch Russland, Preußen und Österreich-Ungarn besetzt gewesen war. Seit zehn Jahren rufen Rechtsextreme dazu auf.

„Unabhängigkeitsmarsch“: Einfach nur patriotisch?; Foto: picture alliance/ZUMA Press

Nachrichten „Unabhängigkeitsmarsch“: Einfach nur patriotisch?

Dauer

Sie schwenkten am Montag polnische Flaggen, und zündeten Rauchbomben, Bengalos und Böller. Auch rechtsextreme Plakate wurden gesichtet. Manche Teilnehmende riefen: „Gott, Ehre und Vaterland“ und sangen die polnische Nationalhymne. Das Motto dieses Auflaufens war „Nimm die ganze Nation in deinen Schutz“. Viele zeigten hier ihren Patriotismus und ihren Wunsch nach Nationalismus.

Menschen bei Gegendemo in Warschau

Der rechtsextreme polnische Politiker Krzysztof Bosak bezeichnete das nationalistische Treffen auf Twitter als „größte patriotische, globalisierungskritische und politisch unkorrekte Kundgebung Europas“. Staatspräsident Adrzej Duda rief am Mittag zur nationalen Einheit auf.

Viele andere Menschen demonstrierten in Warschau gegen die rechten Nationalisten. Diese wurden offenbar streng von der Polizei bewacht.

Autor
Lena Seiferlin
Autor
SWR3