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Tim Stobbe
Tim Stobbe, SWR3; Foto: SWR3
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Innenminister Horst Seehofer (CSU) glaubt nicht an einen baldigen Erfolg im Kampf gegen das Coronavirus. Er gehe davon aus, dass ein entsprechender Impfstoff zum Jahreswechsel verfügbar sei.

Bis ein Impfstoff gefunden sei, müsse man das Virus mit den klassischen Mitteln des Seuchenschutzes bekämpfen, sagte Seehofer in der Bild am Sonntag: „Wir müssen die Infektionsketten konsequent unterbrechen.“ Dazu könne als letztes Mittel auch die Absperrung von Regionen oder Städten gehören.


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Häusliche Quarantäne in Heinsberg teilweise aufgehoben

Im Kreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen wurde für hunderte Bewohner die Quarantäne aufgehoben. Alle Betroffenen ohne Krankheitssymptome dürfen sich wieder ohne Einschränkungen bewegen. 300 Personen, die am 15. Februar an einer Karnevalsveranstaltung teilgenommen hatten und ihre Familien waren vorsorglich isoliert worden.

Alles auf einen Blick: In dieser Grafik zeigt die WHO alle Infektionsfälle weltweit

Die Sitzung hatte auch ein mit dem Coronavirus infizierter Mann besucht. Der 47-Jährige gilt als Erstinfizierter in NRW. Sein Zustand ist nach wie vor ernst. Seine Frau, die in einer Kita arbeitet, ist ebenfalls infiziert. Die Kinder aus der Kita und ihre Familien müssen vorerst weiterhin in häuslicher Isolation bleiben.

Hamsterkäufe aus Sorge vor dem Virus

Die Angst vor dem Coronavirus hat in vielen Supermärkten in Deutschland für leere Regale gesorgt. Zahlreiche Handelsketten berichten von teilweise deutlich erhöhten Verkaufszahlen bei Produkten wie Konserven oder Desinfektionsmitteln.

Kurzfristig sei es in einigen Läden dadurch auch zu Engpässen gekommen. Der Handelsverband Deutschland betonte jedoch, die Versorgung der Bevölkerung sei gewährleistet.

Lustige Tweets & ernsthafte Tipps:

Hier findest du mehr zu den Hamsterkäufen

Bundesweite Rufnummer 116 117

Die Bundesregierung empfiehlt, die bundesweite Rufnummer 116 117 anzurufen: Wer befürchtet, sich mit dem Virus infiziert zu haben, weil er eine Reise in ein Risikogebiet unternommen, oder Kontakt zu einer infizierten Person gehabt habe, solle sich an diese Nummer wenden.

Vorsicht vor Fake-News

Im Netz kursieren inzwischen viele Falschmeldungen über angebliche Heilmittel gegen das Coronavirus, wir klären sie auf:

Fake News zum Coronavirus: Diese Tipps sind gefährlich!

RP: 27 Westpfälzer in Quarantäne

In der Westpfalz müssen wegen des Coronavirus-Falls in Kaiserslautern weitere acht Personen vorerst zu Hause bleiben – insgesamt sind es inzwischen 27. 17 von ihnen sind negativ auf das Virus getestet worden, teilte das Gesundheitsamt des Kreises Kaiserslautern mit.

Die Ergebnisse von weiteren drei Abstrichen stehen noch aus. Die häusliche Quarantäne bestehe jedoch für alle 17 Personen weiterhin. Sie sind Kollegen oder Mitbewohner eines von zwei Infizierten, der zuvor im Iran gewesen war.

Verdachtsfälle in Kusel bestätigen sich nicht

Eine junge Frau aus dem Kreis Kusel habe sich am Freitag mit grippeähnlichen Symptomen beim Gesundheitsamt gemeldet. Sie und ihr Partner hätten sich vor Kurzem in Italien aufgehalten. Auch ihr Partner habe leichte Symptome gezeigt.

Die Kreisverwaltung teilte am Sonntag mit, dass sich der Verdacht nicht bestätigt habe. Beide wurden vorsorglich im Westpfalz-Klinikum in Kusel behandelt, wo sie nach dem Test entlassen wurden. Die häusliche Quarantäne, die für alle Kontaktpersonen galt, wurde ebenfalls aufgehoben.