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„Schämen sollten Sie sich!“ Nach einem schweren Unfall auf der A6 zwischen Roth und dem Kreuz Nürnberg-Süd in Bayern hat ein Polizist mehrere Gaffer zur Rede gestellt – und mit der Leiche des getöteten Lkw-Fahrers konfrontiert. Das berichtet BR24.

Nach einem tödlichen Unfall auf der A6 ist es wegen etlicher Schaulustiger zu einem kilometerlangen Stau gekommen. Lkw-Fahrer filmten die Unfallstelle mit ihrem Handy.

Angesichts dieser Ignoranz und Pietätlosigkeit platzte dem Einsatzleiter der Verkehrspolizei, Stefan Pfeiffer, der Kragen. Er ging auf die filmenden Fahrer zu und forderte diese auf, auszusteigen und mit ihm zur Leiche zu gehen: „Sie wollen tote Menschen sehen? Fotos machen? Da liegt er. (...) Schämen sollten Sie sich“, sagte Pfeiffer zu den Gaffern.

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Eine Initiative fordert härtere Strafen für Gaffer.

Sie müssen merken, was sie tun und wir stellen fest, dass das direkte Konfrontieren mit der Situation die Leute schockiert und klar macht, dass das kein Spiel ist, sondern bittere Realität.

Stefan Pfeiffer, Verkehrspolizei Feucht

Lkw-Fahrer verstarb am Unfallort

Ein 47-jähriger Lkw-Fahrer war mit seinem Sattelzug auf der A6 in Fahrtrichtung Amberg unterwegs. Aus noch ungeklärter Ursache fuhr er zwischen der Anschlussstelle Roth und dem Autobahnkreuz Nürnberg-Süd auf einen langsamer fahrenden Sattelzug auf. Durch die Wucht der Kollision wurde dieser auf einen weiteren, vor ihm fahrenden Lkw geschoben. Der Unfallverursacher verstarb noch an der Unfallstelle.