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Eigentlich sollte es ein Routinestart vom kasachischen Raumflughafen Baikonur werden. Doch dann kommt es an der Rakete zu einem Zwischenfall. Eine Sojus-Kapsel muss zur Erde zurückkehren.

Astronauten; Foto: imago

Nick Hague (l.) and Alexej Owtschinin sollen wohlauf sein.

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Der Start einer bemannten russischen Raumkapsel zur Internationalen Raumstation ISS ist nach russischen Medienberichten fehlgeschlagen. Die Sojus-Kapsel mit zwei Mann an Bord sei in Kasachstan notgelandet, meldete die russischen Nachrichtenagentur Interfax. Die Raumfahrer seien unverletzt. Beim Start vom Weltraumbahnhof Baikonur habe die zweite Stufe der Sojus-Trägerrakete versagt.

Die zwei Raumfahrer sollten zu einem etwa halbjährigen Forschungsaufenthalt auf der ISS aufbrechen. An Bord waren der russische Kosmonaut Alexej Owtschinin und der US-amerikanische Astronaut Nick Hague. Sie sollten das Team um den Deutschen Alexander Gerst verstärken, der vor gut einer Woche das Kommando auf dem Außenposten der Erde übernommen hatte.

Notlandung in Kasachstan

Die Landestelle der Sojus-Kapsel lag den Angaben nach bei der kasachischen Stadt Dscheskasgan in Zentralasien. Rettungsmannschaften haben sie mit Hubschraubern eingesammelt.

Russland will den Vorfall nun strafrechtlich prüfen. Bis die Ursache geklärt ist, will die russische Raumfahrtbehörde keine weiteren Flüge zur Raumstation ISS ansetzen. ISS-Kommandant Alexander Gerst muss mit seinem kleinen Team dann wahrscheinlich länger im All bleiben.