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Isabel Gebhardt
Isabel Gebhardt, SWR3; Foto: SWR3
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In der Antarktis ist zwar gerade Sommer, trotzdem ist es dort gerade deutlich wärmer als sonst. Offenbar wurde zum ersten Mal eine Temperatur von mehr als 20 Grad Celsius gemessen. Das wäre ein neuer Rekord.

Ein brasilianischer Wissenschaftler berichtet, dass er an der Nordspitze der Antarktis am 9. Februar eine Temperatur von 20,75 Grad gemessen hat. „Noch nie hat es in der Antarktis eine so hohe Temperatur gegeben“, sagte er der Nachrichtenagentur afp. Und weiter: Es sei das erste Mal, dass die 20-Grad-Marke überschritten worden sei.

Rekordsommer
Der argentinische Antarktis-Stützpunkt Marambio auf der Seymour-Insel ; Foto: dpa

Der argentinische Antarktis-Stützpunkt Marambio auf der Seymour-Insel.

dpa

Die Temperatur sei auf der Antarktis-Insel Seymour an der argentinische Forschungsstation Marambio gemessen worden. Normalerweise liegt die Durchschnittstemperatur dort auch im Sommer nicht über dem Gefrierpunkt.

Rekord ist noch nicht bestätigt

Nicht nur auf den Insel der Antarktis scheint es gerade besonders warm zu sein. Auch für das Festland gibt es einen noch relativ neuen Höchstwert. Erst vor einer Woche hatte die argentinische Wetterbehörde den wärmsten Tag auf der argentinischen Antarktis seit Beginn der Wetteraufzeichnungen verzeichnet. Auf der Forschungsstation Esperanza wurde eine Temperatur von 18,3 Grad gemessen. Diese Messung wurde bereits bestätigt. Der neue Rekord von der Seymour-Insel noch nicht.

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Der brasilianische Wissenschaftler betonte jedoch, dass die Temperaturrekord keine Schlussfolgerungen hinsichtlich künftiger Klima-Entwicklungen zulasse. Es handele sich sich lediglich um einen Datenpunkt.

Wärmstes Jahrzehnt seit Beginn der Aufzeichnung

Nach Angaben der UNO war das vergangene Jahrzehnt das wärmste auf der Antarktis seit Beginn der Aufzeichnungen. Das Abschmelzen der Gletscher und Eisschilde in der Antarktis infolge der Erderwärmung ist ein wesentlicher Faktor für den Anstieg der Meeresspiegel weltweit. In dieser Region werden rund 70 Prozent des weltweiten Süßwassers in Form von Schnee und Eis gespeichert. Wenn alles schmelzen würde, würde der Meeresspiegel um 50 bis 60 Meter ansteigen.

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