Die Rheintalstrecke der Bahn bei Baden-Baden soll schon am 2. Oktober wieder befahrbar sein – fünf Tage früher als bisher geplant. Das bestätigte die Bahn dem SWR.

Nach bisherigem Plan sollten die Züge erst am 7. Oktober wieder über die reparierte Tunnelbaustelle rollen. Die für den europäischen Bahnverkehr wichtige Nord-Süd-Verbindung ist seit dem 12. August wegen einer Panne bei den Bauarbeiten für den Rastatter Tunnel gesperrt.

Abgesackte Gleise

Genau unter den bestehenden Gleisen der Rheintalbahn bei Niederbühl kam es in der Tunnelröhre zu Wasser- und später Schlammeinbrüchen. Dadurch hatten sich die darüberliegenden Gleise auf einer Länge von acht Metern abgesenkt. Sie Strecke wurde für den kompletten Bahnverkehr gesperrt.

Der Tunnel war nur fünf Meter unter der bestehenden Strecke gebaut worden. Der sandige Boden wurde zwar rund um die Baustelle vereist, dennoch kam es zu dem Unglück. Die genaue Ursache ist jedoch noch unklar.

Tunnelbohrmaschine wurde aufgegeben

Als erste Maßnahme wurde der fast fertiggestellte Tunnel mit samt der viele Millionen Euro teuren Tunnelbohrmaschine mit Beton verfüllt. Danach wurde damit begonnen, oberirdisch zwei Betonplatten zu gießen, die die Gleise über der havarierten Tunnelbaustelle stabilisieren sollen.

Von der Bahn in den Bus

Der Personenverkehr wird seit dem 12. August mit Bussen abgewickelt. Bis zu 40.000 Menschen reisen jeden Tag über die Strecke. Auch beim Güterverkehr gibt es massive Einschränkungen. Umleitungsstrecken standen zunächst wegen Bauarbeiten nicht zur Verfügung. Auch sind die Kapazitäten der anderen Strecken nur ungenügend. Firmen wickeln Teile des Verkehrs per LKW und Schiff ab.