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Lena Seiferlin
Lena Seiferlin, SWR3; Foto: SWR3
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Die Bewegung war erst nur ein Flashmob gegen die rechte Lega-Partei. Am Samstag nun demonstrierten Zehntausende Menschen als „Sardinen“ in Rom gegen Rechtsextremismus.

Die Kundgebung in Rom mit laut Organisatoren „mehr als 100.000“ Menschen war der bislang größte Erfolg der „Sardinen“-Bewegung. Erst vor einem Monat war sie in Italien als Protest gegen die rechte Lega-Partei entstanden.

Kampf gegen Nationalismus, Rechtsextremismus, Intoleranz

„Die Idee war, den Platz zu füllen, und ich würde sagen, das Ziel ist erreicht“, sagte Mattia Santori, einer der Gründer der Bewegung. Die Polizei in Italien sprach von rund 35.000 Menschen. Ziel der „Sardinen“ ist der Kampf gegen Rechtspopulismus, Intoleranz, Nationalismus und Rechtsextremismus.

„Wir hoffen, dass die Gewalt aus der politischen Sprache verschwindet.“

Mitbegründer Mattia Santori

„Sardinen“ auch in anderen Städten

Viele der „Sardinen“ hatten Bilder und Schilder in Fischform dabei. Sie nennen sich so, weil sie bei ihrer ersten Zusammenkunft als Flashmob in Bologna im November den größten Platz der Stadt eng gedrängt wie Sardinen füllen wollten. Der Fisch wurde danach zum Symbol der Bewegung.

Anhängerinnen der „Sardinen“-Bewegung in Rom; Foto: picture alliance/Vincenzo Livieri/LaPresse via ZUMA Press/dpa

Anhängerinnen der „Sardinen“-Bewegung in Rom

picture alliance/Vincenzo Livieri/LaPresse via ZUMA Press/dpa

Laut Santori gab es bis Samstag insgesamt 113 Kundgebungen. Am Samstag wurde auch außerhalb Italiens demonstriert. Medien zeigten Fotos von „Sardinen“ unter anderem mit dem Pariser Eiffelturm oder der Dresdner Frauenkirche im Hintergrund.