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Ein Sandsturm aus der Sahara hat den Flugverkehr auf den Kanarischen Inseln beeinträchtigt. Auf Gran Canaria und Teneriffa war die Sicht so schlecht, dass zeitweise alle Starts und Landungen abgesagt wurden. Am Montagmorgen hat sich die Lage wieder normalisiert.

Auf dem Flughafen von Gran Canaria hatten seit Sonntagnachmittag wegen schlechter Sichtverhältnisse keine Maschinen mehr starten und landen können, wie eine Sprecherin des Betreibers sagte. Auch auf Teneriffa konnten demnach keine Flugzeuge mehr landen. Die Flugaufsicht hatte nach eigenen Angaben darum, Flüge auf andere Flughäfen umleiten müssen.

Tausende Touristen sitzen auf Teneriffa fest

Nach Angaben der Regionalregierung der Kanaren waren 360 Flüge und damit zwischen 12.000 und 14.000 Passagiere betroffen. Laut spanischen Medienberichten gab es vor allem auf Teneriffa große Probleme die gestrandeten Fluggäste in Hotels unterzubringen. Zu Karneval sind viele Unterkünfte restlos ausgebucht.

Viele Touristen mussten sich deshalb teilweise über 24 Stunden am Flughafen aufhalten. Laut betroffenen Urlaubern gab es vor allem in der Nacht von Samstag auf Sonntag große Probleme seitens der Reiseveranstalter, die Urlauber zu versorgen und unterzubringen.

Viele gestrandete Touristen mussten auf dem Boden, Bänken oder teilweise auch auf Liegen in den Spa-Bereichen von Hotels übernachten. Immer wieder kam es das ganze Wochenende deshalb am Flughafen zu teilweise sogar handgreiflichen Auseinandersetzungen zwischen Urlaubern und Mitarbeitern der Reiseveranstalter. Am Montagmorgen konnte der Flugverkehr dann wieder langsam aufgenommen werden.

Auch die Inseln Lanzarote und Fuerteventura waren nach Behördenangaben von dem Sandsturm betroffen. Die Regionalregierung warnte vor starkem Wind mit Sturmböen von bis zu 120 Stundenkilometern.

Autor
SWR3 mit AFP