Autor
Isabel Gebhardt
Isabel Gebhardt, SWR3; Foto: SWR3
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Gehen Sie bitte weiter, hier gibt es nichts zu sehen. So ähnlich klingt ein Schild, das jetzt in einem Ort auf Sardinien aufgestellt wurde. Der Grund: Google Maps führt Touristen in die Irre, die dann von der Feuerwehr gerettet werden müssen.

Sardinien – da denken wohl die meisten an einsame, wunderschöne Strände. Für den Ort Baunei im Osten der Insel ist aber genau das ein Problem.

Denn Google Maps lockt dort Touristen, die auf der Suche nach versteckten Stränden sind, auf eine Straße, die für Autos und Wanderer nicht geeignet ist. So musste in den vergangenen Jahren mehr als 140 Mal die Feuerwehr ausrücken, um Urlauber aus einer misslichen Lage zu befreien.

Porsche musste gerettet werden

Zuletzt wurde den Angaben nach ein Porsche mitsamt zwei Insassen aus einem Sandweg gezogen. Danach war den Anwohnern klar: Jetzt muss getan werden.

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Google reagiert nicht auf Beschwerden

Schon mehrfach habe man sich an Google gewandt, erklärte Bauneis Bürgermeister Salvatore Corrias dem TV-Sender CNN. Doch nichts sei passiert. Die GPS-Daten seien nicht geändert worden. Deshalb habe man jetzt entschieden, ein Warnschild aufzustellen. „Zu viele Autos bleiben auf ungeeigneten Wegen stecken – manchmal selbst Offroad-Jeeps,“ sagte er dem Sender. „Alles nur, weil sie Google Maps folgen und diese Anweisung auf unseren Straße in die Irre führen.” 

„Lieber Karte statt Google“

Die Schilder, die von der Gemeinde auf Italienisch und Englisch beschriftet wurden, warnen nun explizit vor der Nutzung der GPS-App. Und einen Tipp hat der Bürgermeister noch: Einfach auf „gute, alte, vertrauenswürdige Karten“ schauen.

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Isabel Gebhardt
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