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Dass der Schaden in den Wäldern Deutschlands hoch ist, war schon klar. Jetzt allerdings gibt es neue Zahlen – und die sind noch mal gravierender.

Es sind jetzt 245.000 Hektar, die neu aufgeforstet werden müssen, nicht 180.000 Hektar wie bisher angenommen. Das teilte das Bundesagrarministerium mit und stützt sich dabei auf neue Zahlen.

55 Millionen Kubikmeter mehr Schadholz

Aufgrund der Daten aus den beiden vergangenen Jahren und Schätzungen für dieses Jahr sei mit 160 Millionen Kubikmetern Schadholz zu rechnen – also Holz, das etwa vom Borkenkäfer befallen oder morsch ist. Im Sommer 2019 war man noch von 105 Millionen Kubikmetern ausgegangen.

Wanderleute gehen durch einen von Borkenkäfern geschädigten Wald in Niedersachsen.; Foto: picture alliance/Swen Pförtner/dpa

Wanderleute gehen durch einen von Borkenkäfern geschädigten Wald in Niedersachsen: Der Schaden im deutschen Wald ist größer als bislang angenommen.

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Besonders betroffen sind Wälder in Nordrhein-Westfalen, Hessen, Thüringen und Sachsen-Anhalt. Bund und Länder haben schon festgelegt, mit knapp 800 Millionen Euro zusätzlich zu helfen. Damit soll Wald aufgeforstet und dieser besser vor den Folgen der Klimakrise geschützt werden.

Umbau zu klimarestistenterem Mischwald

Unter anderem soll mit dem Extra-Geld Schadholz aus dem Wald rausgeholt werden. Ganz oder teilweise zerstörte Wälder sollen aufgeforstet und der Wald generell zu Mischwald umgebaut werden. Dieser passt sich besser an eine Erhitzung der Erde an.

Insgesamt stehen in Deutschland mehr als elf Millionen Hektar Wald.

Autor
SWR3