Autor
Hans Liedtke
Hans Liedtke, SWR3; Foto: SWR3
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Autofahrer in Paris sollten jetzt wohl zweimal überlegen, ob sie ihr Vehikel an der Ampel aufheulen lassen wollen. Die Stadt testet rund 40 Lärm-Blitzer. Wer zu laut ist, muss vielleicht in Zukunft mit einer Strafe rechnen.

Die neuen Test-Radarfallen bestehen aus vier Mikrofonen. Diese sollen ermitteln wie laut ein Fahrzeug ist. Eine Kamera soll dann abgleichen, woher das Geräusch kommt. So sollen die Übeltäter exakt identifiziert werden können.

Noch droht den Besitzern von Knatter-Karren aber keine Strafe, weil die Blitzer erstmal nur in der Testphase betrieben werden. Die Techniker wollen so prüfen, wie zuverlässig die Geräte in der Praxis funktionieren. Mit den gesammelten Daten, könnte die Stadt später konkrete Grenzwerte festlegen.

Schutz der Anwohner

Das alles soll besonders Anwohner schützen. Ein gewisses Maß an Verkehrslärm müssen die aber auch mit scharfen Blitzern noch aushalten. Besitzer besonders lauter Fahrzeuge könnten schon im nächsten Jahr zur Kasse gebeten werden.

Oft sind getunte Autos und Motorräder und PS-starke Boliden Ursache für verstärkten Straßenlärm. Bisher können die Verursacher aber häufig nicht eindeutig ausfindig gemacht werden.

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Hans Liedtke
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SWR3