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Der schmelzende Schnee legt 200 tote Körper auf dem Mount Everest frei. Ihre Bergung gestaltet sich schwierig.

Bald ist wieder Saisonbeginn am Mount Everest. Im Moment schmilzt dort der Schnee – zum Vorschein kommen etwa 200 Leichen. Dabei handelt es sich um Kletterer, die bei dem Versuch scheiterten, den Berg zu erklimmen.

Die nepalesische Bergsteiger-Vereinigung geht davon aus, dass die Todesursache meist Stürze sind – oder die sogenannte Höhenkrankheit. Dabei kommt es aufgrund von Sauerstoffmangel zu Symptomen wie Kopfschmerzen oder Übelkeit. In schlimmen Fällen kann der fehlende Sauerstoff akut lebensbedrohlich sein.

Bergung der Leichen ist schwierig

Eine Bergung und Rückführung der toten Körper aus hohen Lagen sei oft mit zu großem Aufwand verbunden, so die nepalesische Bergsteiger-Vereinigung. „Wir können bei der Bergung helfen, brauchen dafür aber eine Genehmigung der Regierung“, sagte Damber Parajuli, Vorsitzender des Verbandes für Reiseveranstalter. Tourenveranstalter fordern staatliche Unterstützung bei der Bergung der verunglückten Kletterer.

Bereits 400 Kletterer gestorben

Zwischen April und Mai versuchen alljährlich hunderte Bergsteiger den welthöchsten Berg Mount Everest (8848 Meter) oder andere Gipfel des Himalaya zu besteigen. Im Jahr 2018 stieg die Zahl der Bergsteiger auf dem Mount Everest auf ein Rekordhoch von 807 Menschen. Mehr als 400 Menschen sind bisher bei dem Versuch gestorben.