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Michael Schulte hat sich beim ESC-Finale in Lissabon am Samstagabend auf Platz vier gesungen. Gewonnen hat Israel, aufregend war außerdem ein Überraschungsmoment während des Auftritts der britischen Kandidatin.

Platz vier für Deutschland

Die Prognosen hatten es schon angedeutet, jetzt hat es tatsächlich geklappt: Michael Schulte hat es beim ESC in Lissabon unter die Top Ten geschafft – und mit Platz vier sogar fast aufs Treppchen.

Kaum einer hatte tatsächlich damit gerechnet, dass Deutschland beim Eurovision Song Contest nochmal so gut wegkommen würde. Vor allem nicht, nachdem die deutschen Kandidaten in den letzen Jahren immer auf den hinteren Plätzen landeten.

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So viele Punkte wie lange nicht mehr

Umso größer ist jetzt die Freude bei Michael Schulte. Denn: So viele Punkte hat Deutschland schon lang nicht mehr beim Eurovision Song Contest bekommen. 204 Zähler gab es für Michael Schulte von den anderen Jurys, 136 nochmal von den Zuschauern in ganz Europa.

Bei den Jurys hieß es vier Mal „Germany twelve points“ – und zwar von Dänemark, den Niederlanden, Österreich und der Schweiz.

Mann reißt Sängerin das Mikro aus der Hand

„Wahnsinnig stolz“ ist Schulte auf seine Leistung. Außerdem lobte er die britische Kandidatin für ihre Souveränität bei ihrem Auftritt: Ein Mann war währenddessen auf die Bühne gerannt, um ihr das Mikro aus der Hand zu reißen. Die Sängerin hatte daraufhin offenbar versucht ruhig zu bleiben und war klatschend auf der Bühne geblieben. Den ganzen Vorfall gibt's nach Michael Schultes Statement hier im Video zu sehen:

Gewonnen hat Israel

Das Gewinnerland 2018 ist Israel: Mit ihrem Techno-Dance-Lied „Toy“ entschied die Sängerin Netta Barzilai den Wettbewerb für sich und ihr Land. Die 25-Jährige galt als Favoritin, schon vor der Show war ihr Song auf dem Youtube-Kanal des ESC mehr als 20 Millionen Mal angeschaut worden.

Die Performance selbst war wohl für all diejenigen eine Bestätigung, die im Vorfeld gemeint hatten, nur ein Nummer, die polarisiere, könne auch gewinnen.

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Am Ende gab es für Barzilai 529 Punkte. Es ist der erste israelische ESC-Sieg seit 1998. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu gratulierte der Sängerin und sagte, sie sei „Israels großartigste Botschafterin“.

Auf Platz zwei landete Eleni Foureira aus Zypern mit dem Song „Fuego“, Rang drei ging an Österreichs Cesar Sampson für „Nobody But You“.

ESC auf Twitter: Dänemark als Sieger der Herzen

Mit rund 39.000 Tweets pro Minute hat der Auftritt von Dänemark und seiner düsteren Wikinger-Band Rasmussen („Higher ground“) für den meisten Gesprächsstoff auf Twitter gesorgt. Das Land kam am Ende auf den neunten Platz.

Weitere Top-Twitter-Momente gab es rund um die Siegerin Netta Barzilai. Es ging um die Bekanntgabe von Israel als Gewinner des #ESC2018 sowie um den Auftritt der außergewöhnlichen Sängerin. Und der polarisierte ganz schön.

Autor
Laura Bisch