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Nach den schweren Regenfällen an der spanischen Mittelmeerküste ist die Zahl der Toten auf fünf gestiegen. Im Almería starb ein Mann, als er mit seinem Auto in einer Unterführung stecken blieb.

In zwei Regionen im Südosten Spaniens galt auch am Abend noch die höchste Warnstufe Rot. Inzwischen ist von mindestens fünf Toten die Rede. Mehrere von ihnen starben, als ihre Autos von den Fluten mitgerissen wurden.

In Alicante und Valencia wird neuer Regen erwartet

Am heftigsten betroffen von dem Unwetter waren die Provinzen Almería, Murcia, Alicante und Valencia. In einzelnen Ortschaften der Region Murcia gab es seit Mitternacht mehr als 270 Liter Regen pro Quadratmeter. Hier hat der Regen vorübergehend nachgelassen – in den Regionen Alicante und Valencia werden dagegen erneut heftige Regenfälle erwartet.

Etwa 3.500 Menschen mussten wegen Überschwemmungen ihre Häuser verlassen. Rund 3.000 Hilfskräfte sind in den Katastrophengebieten im Einsatz. Dutzende Straßen sind immer noch gesperrt. Der Flughafen von Murcia ist geschlossen.

Spaniens Innenminister: „Ernste Lage“

In der autonomen Region Valencia fiel für rund 700.000 Schüler der Unterricht aus, wie Medien meldeten. In Cabo de Gata in der Provinz Almería musste ein Campingplatz geräumt werden.

Die Regenfälle sollen noch einige Tage andauern. Spaniens Innenminister Fernando Grande-Marlaska sprach vor Journalisten von einer „ernsten Lage“.