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Björn Widmann
Björn Widmann, SWR3; Foto: SWR3
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Bei schweren Unwettern im Süden von Frankreich ist ein Rettungshubschrauber abgestürzt. In den Departements Var und Alpes-Maritimes gilt die höchste Warnstufe – mehrere Menschen sind gestorben.

Heftiger Regen hat in Südfrankreich für Überflutungen gesorgt. Mehrere Menschen sind ums Leben gekommen, darunter auch die Besatzung eines Rettungshubschraubers des Zivilschutzes. Innenminister Christophe Castaner sagte, Frankreich habe drei Helden verloren.

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Der Hubschrauber hatte in der Nacht zum Montag bei einem Aufklärungs- und Rettungsflug Probleme: Funk und Radar fielen aus, die Maschine stürzte bei Le Rove in der Nähe von Marseille ab. Für die drei Besatzungsmitglieder kam jede Hilfe zu spät.

Hochwasser nach heftigem Regen

Unwetter in Südfrankreich; Foto: Reuters

An der französischen Riviera stehen viele Straßen unter Wasser

Reuters

In den Départements Var und Alpes-Maritimes hatte es am Sonntag heftig geregnet. Durch die Unwetter kamen zwei Menschen ums Leben. Die Behörden teilten mit, dass ein Pferdestallbesitzer aus Fréjus von den Fluten mitgerissen wurde und starb. Er wollte auf seine Tiere aufpassen.

Im Dorf Saint-Paul-en-Forêt wurde ein Schäfer in seinem Auto auch vom Hochwasser mitgerissen. Seine Leiche wurde später in seinem Fahrzeug gefunden. Wegen der schweren Unwetter galt in Var und Alpes-Maritimes die höchste Alarmstufe.

Kein Fußball, keine Züge

Am stärksten betroffen waren die Küstengebiete an der französischen Riviera – besonders die Regionen um die Urlaubsorte Saint-Tropez und Sainte-Maxime. Am Sonntagnachmittag fuhren zum Beispiel zwischen Toulon und Ventimiglia an der italienischen Grenze oder zwischen Cannes und Grasse keine Züge mehr.

Auch die französische Fußball-Liga hat die Auswirkungen des Unwetters zu spüren bekommen. Das für Sonntagabend angesetzte Spiel zwischen den Erstligisten AS Monaco und Paris Saint-Germain wurde auf Anweisung der Behörden des Fürstentums abgesagt.

Zweites Unwetter innerhalb einer Woche

Es war nicht das erste schwere Unwetter in Südfrankreich in jüngster Zeit: Erst vor einer Woche kamen in der selben Gegend insgesamt sechs Menschen bei schweren Überschwemmungen ums Leben.

Viele Straßen verwandelten sich in reißende Flüsse, Schienen wurden überflutet. Hunderte Bewohner mussten ihre Häuser verlassen. Und noch immer gilt für knapp 150 Gemeinden der Notstand.

Rekord-Hochwasser in Österreich

Erst vor zwei Wochen hat ein heftiger Wintereinbruch in Österreich ebenfalls für Chaos gesorgt. Mehrere Orte waren von der Außenwelt abgeschnitten, es gab Schlammlawinen und Rekord-Hochwasser.

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Björn Widmann
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