Armut im Alter – das ist nicht nur ein Thema in der Politik, sondern für viele Menschen Alltag. In Zukunft sollen immer mehr Menschen betroffen sein. Jetzt kann man testen, ob man dazugehört.

Im Jahr 2036 wird jeder fünfte 67-Jährige von Altersarmut bedroht sein. Das hat eine Studie mit Daten des sogenannten Sozioökonomischen Panels (SOEP) ergeben. Die Zahlen wurden im Sommer veröffentlicht. Als armutsgefährdet gelten alle, die weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens der Bevölkerung zur Verfügung haben. Für Singles liegt die Grenze derzeit ungefähr bei einem monatlichen Netto-Einkommen von 1.000 Euro. Bei Familien mit zwei Kindern bei rund 2.000 Euro netto.

Anonym im Netz testen
Testfrage: Handelt es sich bei Ihnen um ein befristetes oder unbefristetes Arbeitsverhältnis?; Foto: Screenshot/SoVD

So sieht der Online-Test aus

Screenshot/SoVD

Um abschätzen zu können, ob man selbst eventuell in Zukunft von Altersarmut betoffen ist, hat der Sozialverband Deutschland einen Selbsttest entwickelt. Im Internet können anonym Fragen beantwortet werden. Gefragt wird zum Beispiel nach dem ungefähren Einkommen, ob das derzeitige Arbeitsverhältnis befristet ist und ob gesundheitliche Risiken vorliegen.

Sind alle Fragen beantwortet, gibt es eine Einschätzung über das individuelle Risiko, im Alter arm zu sein.

Alleinerziehende und Langzeitarbeitslose besonders gefährdet

Dass die Zahlen für Altersarmut in den letzten Jahren immer weiter steigen, liegt laut SOEP vor allem daran, dass sich der Arbeitsmarkt verändert hat. Immer mehr Menschen würden in Teilzeit arbeiten oder erst später ins Berufsleben starten, weil ihre Ausbildung länger dauert.

Als besonders gefährdet hat das SOEP Alleinerziehende, Menschen ohne Berufsausbildung und Langzeitarbeitslose eingestuft.