Autor
Mario Demuth
Mario Demuth, SWR3; Foto: SWR3
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Sie gelten als die schwersten Knochenfische der Welt und sind echte Hingucker: Mondfische. Ein besonders großes Exemplar wurde jetzt an die südaustralische Küste gespült.

Linette Grzelak und ihr Partner veröffentlichen auf Facebook Fotos des Mondfisches. Fischer sollen ihn zuvor entdeckt haben. Sie dachten zunächst, es lägen Teile eines Schiffswracks am Strand, sagte Grzelak dem australischen Guardian.

Der angespülte Fisch überlebte nicht. Warum er angespült wurde, ist nach Angaben des South Australian Museums unklar. Möglicherweise gab es besonders viele Quallen – die Hauptnahrungsquelle der Tiere – im flachen Wasser am Strand.

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Mondfische lieben die Sonne

Das Tier gehöre zur sehr seltenen Art der Mondfische, sagte der Leiter des South Australian Museums, Ralph Foster. Es sei ein eher mittelgroßes Exemplar. Mondfische, die auf Englisch übrigens „sunfish“ genannt werden, können bis zu 3,5 Meter lang und 2,3 Tonnen schwer werden.

Ihren englischen Namen verdanken sie der Tatsache, dass die Fische oft nah der Wasseroberfläche schwimmen, um sich in der Sonne aufzuwärmen. Man könnte also sagen, sie sonnen sich – deswegen „sunfish“. Wenn sie sich dann genug aufgewärmt haben, tauchen sie Hunderte Meter in die Tiefen des Ozeans, um nach Nahrung zu suchen. Unter Wasser schimmern sie dann ähnlich wie der Mond. Das ist der Grund für ihren deutschen Namen.

Mondfische haben noch viele Geheimnisse

Die Tiere sind in allen Ozeanen der Welt heimisch. Sie leben auch im Mittelmeer und in der Nordsee. Viel weiß man über die Tiere jedoch nicht. Erst vor zwei Monaten wurde eine neue Art entdeckt.

Foster sagte im Guardian, dass die Fische oft schwere Schäden durch Zusammenstöße an Yachten verursachen. Erst Anfang März wurde ein Mondfisch an einem Strand in Kalifornien gesichtet. Das passierte zuletzt vor 130 Jahren.

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Mario Demuth
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