Autor
Christian Kreutzer
Christian Kreutzer, SWR3; Foto: SWR3
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Von ihm gibt es viele Fotos, eine Netflix-Serie und zahllose finstere Geschichten. Jetzt ist eine mexikanische Nachrichtenseite an ein Video gekommen. Es zeigt den Gangster in einem seiner wohl finstersten Momente.

Gerüchte behaupten, Drogenboss Joaquín „El Chapo“ Guzmán sei geschnappt worden, weil er unbedingt einen Film über sich habe drehen lassen wollen. Dazu wollte er bekannte Schauspieler engagieren. Die Polizei verfolgte die Eingeladenen und kam „El Chapo“ so im Januar 2016 auf die Schliche. Die filmische Erzählung über sein Leben drehte dann wohl Netflix.

Ruhig aber geschockt

Jetzt taucht er wieder in einem Video auf: Die mexikanische Nachrichtenseite Latinus hat es bekommen – woher ist unbekannt, aber Justizbeamte müssen in den Leak verwickelt sein. Das Video zeigt die Erstvernahme nach Guzmáns Verhaftung.

Als Beruf gibt der ruhig, aber geschockt wirkende Ex-Boss des mexikanischen Sinaloa-Kartells darin „Bauer“ an. Er nennt den Namen seiner Frau und seiner Geliebten, mit der er zusammenlebt. Dann wird er fotografiert und in eine Betonzelle gebracht:

Im Januar 2017 lieferten ihn die mexikanischen Behörden an die USA aus. Dort wurde er im Juli vergangenen Jahres zu lebenslanger Haft verurteilt. Guzmán war 2001 und 2015 auf spektakuläre Weise aus mexikanischen Hochsicherheitsgefängnissen geflohen. Zuletzt durch einen 1,5 Kilometer langen Tunnel.

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Christian Kreutzer
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