Autor
Mario Demuth
Mario Demuth, SWR3; Foto: SWR3
Stand:

Musik verbindet über alle Grenzen hinweg. Das zeigte sich jetzt auch auf einem Heavy-Metal-Festival in Spanien. Hunderte Fans hoben einen jungen Rollstuhlfahrer hoch, damit er die Bühne besser sieht.

Das Bild von Alex Dominguez ist im Netz zum Symbol für Miteinander, Solidarität und Vielfalt geworden. Besucher eines Heavy-Metal-Festivals im nordspanischen Viveriro hoben den 19-jährigen Studenten hoch, damit der eine bessere Sicht auf die Bühne und den Auftritt seiner Lieblingsband Arch Enemy hat. Die Musiker veröffentlichten ein Video von diesem Gänsehaut-Moment: Der Tweet hat mittlerweile Tausende Likes, das Video wurde über 1,5 Millionen Mal angeschaut:

Du hast DNT aktiviert. Wir stellen die Verbindung zu Twitter erst her, wenn du dies erlaubst. Die Einwilligung ist freiwillig und gilt nur temporär. Mehr dazu findest du in unseren Datenschutzhinweisen.
Den Beitrag bei Twitter ansehen.

„Grenzenlose Freiheit“

Über 100.000 Menschen waren am Wochenende beim Resurrection Fest in Viveiro. Alex sei zusammen mit seiner Mutter Hunderte Kilometer mit dem Bus gefahren, um bei dem Festival dabei sein zu können, berichten spanische Medien. Er habe sich wie Gott gefühlt, sagte der 19-Jährige dem spanischen Magazin Nuevecuatrouno. „Ich habe das Adrenalin gespürt, die grenzenlose Freiheit ohne Limits und dass man alles erreichen kann.“

Das Bild, dass im Netz viral geht, machte Daniel Cruz. Er war einer der offiziellen Fotografen des Festivals. Bei dieser Musik sei es üblich, dass Menschen hoch gehoben und durchs Publikum getragen werden, sagte der Fotograf der spanischen Ausgabe der Huffington Post. „Es war ein Weg, dabei zu sein, und die gleichen Dinge zu tun wie jeder andere auch.“

Du hast DNT aktiviert. Wir stellen die Verbindung zu Twitter erst her, wenn du dies erlaubst. Die Einwilligung ist freiwillig und gilt nur temporär. Mehr dazu findest du in unseren Datenschutzhinweisen.
Den Beitrag bei Twitter ansehen.

Alex' starker Willen

Alex ist an zerebraler Kinderlähmung erkrankt und auf einen Rollstuhl angewiesen. Er habe bisher immer einen sehr starken Willen gehabt, sagte er im Nuevecuatrouno-Interview. Als Kind habe man ihm gesagt, er werde nie schreiben lernen würde. Doch nun studiert er Jura an der Universität La Rioja. Er möchte Notar oder Standesbeamter werden. Er sei weiter gekommen, als er jemals gedacht hätte. Das habe Alex seiner Familie zu verdanken.

Der Festival-Besuch soll übrigens nicht sein letzter gewesen sein. Im nächsten Jahr – zum 15. Jubiläum des Resurrection Fest – möchte er wieder dabei sein.

Autor
Mario Demuth
Autor
SWR3