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Jedes Jahr im Sommer sind sie von der Erde aus zu sehen: Die Sternschnuppen der Perseiden. In diesem Jahr ist allerdings der fast volle Mond ein bisschen im Weg. Wir verraten, wie ihr trotzdem Schnuppen zählen könnt.

Der Strom der Perseiden ist ein jährlich wiederkehrendes Himmelsphänomen. Die Erde wandert Mitte August durch die Kometenstaubwolke der Perseiden.

In diesem Jahr allerdings steht der Fast-Vollmond abends an der Stelle, an der die meisten Sternschnuppen zu sehen sein sollten. Der ist so hell, dass er viele der Leuchtspuren überstrahlen wird. Mit diesen Tipps habt ihr trotzdem Chance auf ein paar Schnuppen:

Sternschnuppen-Tipp 1: Dunklen Ort suchen

Ihr solltet euch einen wirklich dunklen Platz abseits des Siedlungslichts suchen. Mal rausfahren, auf die richtig dunklen Hügel in der Umgebung beispielsweise. Dann nach Osten orientieren, aber den Mond am besten ganz aus dem Blickfeld lassen und großflächig den Himmel nach Leuchtspuren abscannen.

Sternschnuppen-Tipp 2: Geduldig sein

Zeit nehmen. Wer im Dunkeln was erkennen will, sollte nicht zwischendurch auf den hellen Handybildschirm schauen. Die Augen brauchen gut eine halbe Stunde, um sich komplett an die Dunkelheit zu gewöhnen. Jeder Blick in helles Licht verhindert, das unsere Augen komplett auf diesen tollen, in ihnen eingebauten Nachtmodus umschalten.

In der Nacht zu Montag wandert die Erde durch den Perseiden-Sternschnuppenstrom.; Foto: picture alliance/Matthias Balk/dpa

In der Nacht zu Montag wandert die Erde durch den Perseiden-Sternschnuppenstrom. (Archivbild vom bayerischen Walchensee).

picture alliance/Matthias Balk/dpa

Sternschnuppen-Tipp 3: Früh aufstehen

Mal am frühen Morgen Ausschau halten: Die Perseiden sind abgeplatzte kleine Staubkrümel, die ursprünglich zu einem Kometen gehörten. Sie bilden eine sehr, sehr langgestreckte Kometenstaubwolke, durch die die Erde jedes Jahr im Sommer durchfliegt. Das ist so, als ob unser Planet einen Sandstrahler durchquert.

Während dieses Flugs durch den Strahl aus Kometenkrümeln dreht sich die Erde natürlich weiter um sich selbst und in den frühen Morgenstunden hat sie sich soweit gedreht, dass wir direkt in den anfliegenden Kometenstaub reinschauen. Deshalb sind genau dann, vor der Morgendämmerung, auch die meisten Sternschnuppen zu entdecken.

Wer diese Tipps beherzigt, sollte in diesem Jahr trotz des störenden Mondlichts Perseiden-Schnuppen entdecken können. Mit etwas Glück ein Dutzend pro Stunde.