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Fettig, fettiger, Nuss-Nougat-Creme. Den meisten dürfte klar sein: Nutella & Co gehören nicht zu den gesündesten Lebensmitteln. Im Gegenteil. Einige dieser Cremes schneiden in einem Test aber schlechter ab als andere.

Das Verbrauchermagazin Öko-Test hat sich insgesamt 20 Nuss-Nougat-Cremes genauer angeschaut. Nur zwei der Aufstriche haben die Note „befriedigend“ bekommen - und zwar Cocoba von Gepa und Nulcata von Norma. Vier weitere Cremes bekamen ein „ausreichend“. 14 fielen mit „mangelhaft“ oder „ungenügend“ durch. Sehr schlecht bewertet wurden unter anderem Nutella und viele Bio-Cremes.

Zu viel Zucker, Fett und Schadstoffe

Die Gründe für das schlechte Abschneiden: In den Cremes ist zu viel Zucker. Einige kommen auf satte 58 Prozent. Außerdem enthalten die meisten dieser Aufstriche zu viel Fett, bis zu 45 Prozent. Häufig ist auch noch billiges Palmöl drin, nur ab und zu das gesündere Rapsöl. Viele Hersteller werben auch mit nährstoffreichen Nüssen, die enthalten sein sollen. Deren Anteil ist aber oft sehr gering. Auch Kakao steckt meist nur wenig drin.

Anderer Kritikpunkt der Tester: In vielen Produkten war die Schadstoffbelastung relativ hoch. Gefunden wurden Rückstände von Mineralöl und Kunststoff. Was sie genau im Körper anrichten, ist nicht ganz klar. Sie stehen aber im Verdacht, die Leber zu schädigen und haben deshalb nichts in Lebensmitteln zu suchen.

So ungesund sind Nutella & Co; Foto: dpa/picture-alliance

Fett, Zucker, Schadstoffe: Die meisten Nuss-Nougat-Cremes schneiden beim Check von Öko-Test schlecht ab.

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Nicht immer Nutella und Co zum Frühstück

Ernährungsexperten sagen generell: Auf Nuss-Nougat-Creme muss keiner komplett verzichten. Es wird aber geraten, nicht jeden Tag damit zu starten. Ein Brot mit dem Aufstrich enthält nämlich meistens schon so viel Zucker wie die Weltgesundheitsorganisation als Maximum pro Tag empfiehlt.


Wo steht, was drin ist?

Schon länger gibt es Diskussionen darüber, dass Kunden nicht sofort erkennen können, was eigentlich in den Cremes drin ist. Verbraucherschützer fordern eine Nährstoffampel, die zeigt, was an Zucker, Fett und Salz enthalten ist. Die Lebensmittelindustrie wollte das lange nicht, einige Konzerne haben inzwischen eingelenkt. Dazu gehören Nestlé und Unilever. Sie können sich farbliche Kennzeichnungen vorstellen. Allerdings befürchten Gesundheitsexperten, dass dann bei den Angaben zu Portionsgrößen getrickst werden könnte.





Nuss-Nougat-Creme selbstgemacht

Übrigens: wer selbst bestimmen will, was in seiner Nuss-Nougat-Creme drin ist, der kann sie auch einfach selbst machen.