Autor
Laura Bisch
Laura Bisch, SWR3; Foto: SWR3
Stand:

Der Karfreitag ist für viele der offizielle Beginn von Ostern – für andere die Gelegenheit, mit dem eigenen, getunten Auto zu einem Autoposer-Treffen zu fahren und sich mit Gleichgesinnten zu treffen. Weil es dabei oft laut wird, will die Stadt Singen in diesem Jahr etwas dagegen tun.

Die Motoren heulen auf – die Parkplätze, auf denen die Treffen stattfinden, sind voller Müll. So müssen sogenannte Autoposer-Treffen natürlich nicht grundsätzlich laufen, passiert ist es allerdings schon häufiger. Zuletzt hatten sich zahlreiche Autofans ins Singen an einem Kreisverkehr getroffen. Die Folgen: Müll auf den Parkplätzen, Lärmbelästigung und Sachbeschädigung.

Singen verbietet Treffen von mehr als fünf Autos

Oft reisen zu solchen Treffen in Singen mehrere hundert Teilnehmer an – viele auch aus der Schweiz. Solche großen Autofan-Treffen will die Stadt in diesem Jahr um Ostern aber möglichst vermeiden. Gerade um den Karfreitag treffen sich vermehrt Autofans unter dem Motto „Car-freitag“.

Deshalb hat ein Vertreter der Stadt jetzt angekündigt, dass von Gründonnerstag bis Ostermontag im gesamten Stadtgebiet „Ansammlungen von mehr als fünf getuntenFahrzeugen“ verboten sind.

Bis zu 150 Euro Strafe

Wer dagegen verstoße, müsse mit einem Zwangsgeld von 150 Euro rechnen – und wenn das Treffen nicht innerhalb von 20 Minuten beendet werde, würden die Fahrzeuge abgeschleppt und beschlagnahmt.

Wieder herausgegeben würden die Autos frühestens ab Dienstag nach Ostern, teilte die Stadt weiter mit. Und auch dafür gibt es Regeln: Das Auto werde nur dann ohne Weiteres zurückgegeben, wenn es aus „technischer Sicht“ am Straßenverkehr teilnehmen darf. Sprich: Wer Tuningteile ohne gültige Zulassung eingebaut hat, habe „schlechte Karten sein Auto
auf den eigenen vier Rädern wieder nach Hause fahren zu dürfen“, so der Sprecher weiter.

Autor
Laura Bisch
Autor
SWR3