Autor
Isabel Gebhardt
Isabel Gebhardt, SWR3; Foto: SWR3
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Über die Kostenübernahme für homöopathische Arzneimittel wird immer wieder diskutiert. Bei einer Veranstaltung hat Gesundheitsminister Spahn den Streit jetzt mit einer Beispielrechnung erst einmal beendet.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will die Kostenübernahmen für homöopathische Arzneimittel durch die Krankenkassen nicht antasten. Bei einer Veranstaltung des Redaktionsnetzwerks Deutschland hat er jetzt vorgerechnet: Die gesetzlichen Kassen zahlten bei Arznei-Ausgaben von rund 40 Milliarden Euro im Jahr etwa 20 Millionen für Homöopathie.

Darüber könne man emotional diskutieren und dabei viele vor den Kopf stoßen, so Spahn. Oder man könne sich fragen, ob es das angesichts der gesamten Größenordnung wert sei. Er habe sich entschlossen, es sei „so okay“.

Frankreich zahlt homöopathische Arzneimittel nicht mehr

In Frankreich sollen homöopathische Arzneimittel ab 2021 nicht mehr erstattet werden. Der Grund: Laut der französische Gesundheitsbehörde HAS gibt es keine ausreichenden wissenschaftlichen Belege für eine Wirksamkeit.

Auch in Deutschland wird darüber immer wieder darüber diskutiert. Homöopathie gehört nicht zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherungen. Allerdings erstatten viele Kassen Versicherten Behandlungskosten für Naturheilverfahren. Dies ist auch ein Instrument der Krankenkassen, um im Konkurrenzkampf zu punkten.

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