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Isabel Gebhardt
Isabel Gebhardt, SWR3; Foto: SWR3
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Heute Abend lohnt sich ein Blick in den Himmel, denn es gibt eine Mondfinsternis zu sehen. So spektakulär wie im letzten Sommer wird das allerdings nicht – sehenswert ist es aber trotzdem.

 Eine partielle Mondfinsternis: Am 16. Juli ist es wieder soweit; Foto: picture alliance/Sven Hoppe/dpa

So könnte die partielle Mondfinsternis heute Abend aussehen.

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Die Mondfinsternis heute Abend ist eine partielle Mondfinsternis – also nur eine Teilfinsternis. Das heißt, der Mond tritt nicht komplett in den Kernschatten der Erde. Er wirkt dann eher wie angeknabbert.

Alle, die die Mondfinsternis im Juli 2018 gesehen haben, könnten deshalb etwas enttäuscht sein. Allerdings ist es die größte Verfinsterung des Mondes, die in den nächsten Jahren bei uns zu sehen sein wird. Ein Blick in den Himmel lohnt sich deshalb auf jeden Fall.

Wann kann man die Mondfinsternis sehen?

Die Verfinsterung beginnt um 20.44 Uhr. Dann schiebt sich die Mondscheibe in den Halbschatten der Erde. Davon wird man aber kaum etwas mitbekommen, weil der Mond im Südwesten erst gegen 21.20 Uhr aufgeht. Verpassen wird man trotzdem nichts, denn der Halbschatten auf dem Mond ist mit dem bloßen Auge kaum zu erkennen. Wenn es spannend wird – ab 22 Uhr – ist der Mond dann hoch genug und man kann die Verfinsterung verfolgen.

Am größten wird die Verfinsterung um kurz nach halb zwölf sein. Dann ist mehr als die Hälfte des Mondes vom Erdschatten verdunkelt. Komplett dunkel wird der Mond allerdings nicht und die rote Färbung, die wir als Blutmond von anderen Mondfinsternissen kennen, wird nicht auftreten.

Danach schiebt sich der Mond langsam wieder aus dem Schatten heraus. Um 2:18 Uhr wird das Himmelsspektakel dann vorbei sein.

Wo kann man die Mondfinsternis sehen?

Die Mondfinsternis ist in ganz Deutschland zu sehen. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes kann das kosmische Spektakel im Süden Deutschlands besonders gut beobachtet werden. Im Norden muss man wohl heute Abend ein bisschen Glück haben – dort können Wolken den Blick auf den Mond versperren.

Am besten sucht man sich einen Platz auf einer Anhöhe mit freien Blick in Richtung Südosten. Die Mondfinsternis kann man besonders gut sehen, wenn man einen dunklen Ort aufsucht. Die Temperaturen sollen in der Nacht bei etwas unter 20 Grad liegen.

Hobbyastronomen warten mit ihren Teleskopen und Kameras auf die Mondfinsternis. ; Foto: picture alliance/Georg Hochmuth/APA/dpa

Ein Blick in den Himmel lohnt sich – auch ohne Teleskop.

picture alliance/Georg Hochmuth/APA/dpa

Wie ein Sonnenschirm im Weltraum

Eine Mondfinsternis kann es nur geben, wenn Vollmond ist und der Mond (von der Sonne aus gesehen) hinter der Erde vorbeizieht. Das macht er zwar alle vier Wochen – allerdings ist die Konstellation nur selten so, dass es zu einer Verfinsterung kommt. Für die Mondfinsternis müssen sich Mond- und Erdbahn kreuzen – Sonne, Erde und Mond liegen dann genau auf einer Achse.

Die von der Sonne angestrahlte Erde wirft nach Angaben der Vereinigung der Sternenfreunde im hessischen Heppenheim wie ein Sonnenschirm einen Schatten in den Weltraum. Wenn der Mond dann durch diesen Schatten läuft, sehe man eine Mondfinsternis.

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Lange Wartezeit bis zur nächsten Mondfinsternis

In den nächsten Jahren wird es zwei sogenannte Halbschatten-Mondfinsternisse geben, die aber kaum wahrnehmbar sein werden. Die nächste partielle Mondfinsternis findet am 19. November 2021 statt. So richtig sehen, kann man sie aber leider nicht, weil der Mond bei uns dann gerade untergeht. Die nächste totale Mondfinsternis ist dann im Mai 2022.

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Isabel Gebhardt
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