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Christian Kreutzer
Christian Kreutzer, SWR3; Foto: SWR3
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Rückwärts ausparken kann Probleme bereiten – besonders, wenn das Fahrzeug ein Schiff ist und 250 Tonnen Kies geladen hat. Ein Steuermann hat am Mittwoch „leicht“ daneben gesteuert und erlebte ein Abenteuer, das er vermutlich nie wieder vergessen wird.

Das Ausparkmanöver eines Flussfrachtschiffes ist am Mittwochabend gründlich daneben gegangen: Als der Steuermann versuchte, rückwärts aus dem Kiesverladehafen Iffezheim zu steuern, kollidierte er mit einem Pfahl. Der riss ein recht ansehnliches Loch in den Rumpf.

Steuermann muss gerettet werden

Als der erschrockene Steuermann den Schaden begutachten wollte, beugte er sich so weit über die Bordwand, dass er vom Schiff ins eiskalte Wasser stürzte. Dabei erlitt der 28-Jährige Schürfwunden und eine Unterkühlung. Der Mann musste von Einsatzkräften gerettet werden und wurde ins Krankenhaus gebracht.

In ersten Polizeimeldungen hieß es, der Mann habe sich durch das Leck selbst ins Schiff retten können. Das Wasser- und Schifffahrtsamt Freiburg dementierte aber später diese Version.

Kurz danach: der zweite Crash

Doch das blieb nicht der einzige Unfall an diesem Tag: Kurz danach krachte das abtreibende Schiff, ein sogenannter „Schubleichter“ – also ein flaches Transportboot ohne eigenen Antrieb – mit einem stillliegenden Boot zusammen.

Um das Sinken zu verhindern, entlud das technische Hilfswerk die 250 Tonnen Kies. Das bereits eingedrungene Wasser wurde abgepumpt.

Das Schiff soll nun vor Ort repariert werden. Möglicherweise kann es schon am Freitag seine Fahrt fortsetzen.