Autor
Laura Bisch
Laura Bisch, SWR3; Foto: SWR3
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Ein kanadischer Supermarkt hat versucht, seine Kunden mit einer etwas anderen Maßnahme dazu zu bringen, weniger Plastiktüten zu benutzen. Aber der Schuss ging nach hinten los – die Tüten wurden zum Trend.

Die Idee eines Bio-Supermarktes in Vancouver war simpel – die Betreiber dachten sich: Wer beim Supermarkt nur Plastik-Tüten kaufen kann, auf denen Fake-Werbung für Pornoverleihe und Warzen-Creme drauf ist, der verzichtet vielleicht eher darauf. Dafür bezahlt doch niemand freiwillig Geld, oder?

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Falsch gedacht. Nachdem die umgerechnet fünf Cent pro Tüte offenbar noch nicht abschreckend genug für die Kunden waren, bedruckte der East West Market seine Tüten mit solchen Fake-Werbeslogans. Darunter der Hinweis: „Vermeide die Scham, bring eine wiederverwendbare Tasche mit!“

Plastiktüten schrecken nicht ab, sondern werden zum Trend

Die Aktion kommt bei vielen – vor allem im Netz – gut an. Schon fast zu gut, denn mittlerweile sind die Plastiktüten des Markts zu so etwas wie einem Trend geworden. Die Folge: Viele Leute kommen extra zum East West Market, um sich die legendären Tüten zu kaufen.

Ein Mann aus Vancouver twitterte sogar, Freunde hätten ihn darum gebeten, Tüten des Supermarkts vorbeizuschicken – sie wollten sie als wiederverwendbare Taschen benutzen.

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Erst am Montag hatte Kanadas Premierminister Justin Trudeau die Umweltverschmutzung durch Plastikmüll als eine „weltumspannende Plage“ bezeichnet. 2021 soll es deshalb in Kanada ein Verbot für Einwegplastik geben. Auch in der EU sollen ab dann Einwegplastik-Artikel wie Strohhalme und Plastikteller verboten sein.

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Laura Bisch
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