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Das Weltraumteleskop Kepler hat im All tausende Hinweise auf Planeten außerhalb unseres Sonnensystems gesammelt. Jetzt wird es von Tess abgelöst. Allerdings ein bisschen später als ursprünglich gedacht.

Eigentlich sollte Tess in der Nacht zu Dienstag ins All starten. Doch der geplante Start mit der „Falcon 9“-Rakete konnte nicht stattfinden. Die Raumfahrtfirma SpaceX wollte erst noch einmal die Navigationssysteme des Weltraumteleskops testen.

Am Mittwoch war es dann soweit. Tess hob vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida ab, um sich auf den Weg ins All zu machen.

Tess kann tausende Planeten finden

Tess ist übrigens die Kurzform für „Transiting Exoplanet Survey Satellite“. Das Teleskop ist ungefähr so groß wie ein Kühlschrank und hat vier Kameras. Wie sein Vorgänger Kepler beobachtet das Teleskop das Licht bestimmter Sterne. Wenn es kurz nachlässt, könnte das bedeuten, dass ein Planet vorbeigezogen ist. So könnte Tess neue Planeten außerhalb unseres Sonnensystems finden.

Forscher rechnet damit, dass Tess tausende Planeten entdeckt. Sie könnten aus Eis und Stein bestehen oder Gas- und Ozeanplaneten sein, die unsere bisherige Vorstellungskraft übersteigen.

Kepler geht der Sprit aus

Planetenjäger Tess wird ungefähr zwei Monate brauchen, bis es er in seiner Umlaufbahn ankommt und die Arbeit aufnimmt. Dann wird es auch Zeit. Dem Vorgänger Kepler geht nämlich langsam der Sprit aus. Der Treibstoff ist nötig, um das Teleskop zur Erde auszurichten und um Daten zu senden.

Autor
Isabel Gebhardt
Autor
SWR3