Autor
Isabel Gebhardt
Isabel Gebhardt, SWR3; Foto: SWR3
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In Thailand sind sechs Elefanten auf tragische Weise ums Leben gekommen: Sie stürzten einen steilen Wasserfall im Khao Yai Nationalpark herab und ertranken.

Die Verwaltung des Parks teilte am Samstag mit, dass man nachts „Hilferufe“ von Elefanten gehört habe. Daraufhin seien Mitarbeiter losgezogen und hätten das Unglück entdeckt.

Elefanten abgestürzt und ertrunken

Unterhalb eines Wasserfalls fanden sie zunächst einen drei Jahre alten Elefanten, der ertrunken im Wasser lag. Später entdeckten die Wildhüter noch fünf weitere tote Elefanten. Auch sie waren ertrunken.

Zwei Tiere der Herde fanden die Park-Mitarbeiter lebend. Sie standen auf einem rutschigen Felsvorsprung und versuchten vergeblich, ihren Familienmitglieder zur Hilfe zu kommen. Die Angestellten des Parks starteten eine Rettungsaktion. Den Tieren wurde energiereiche Nahrung gebracht, damit sie wieder Kraft finden konnten, um zurück in den Wald zu kommen.

Unglücksursache ist unklar

Nach ihrer Rettung hätten die beiden Elefanten zutiefst verstört gewirkt, erklärte die Parkverwaltung. Die Ursache des Unglücks war unklar.

Der Park wurde für Touristen geschlossen. Die Tiere würden weiter beobachtet, sagte der Leiter des Parks der BBC.

„Abgrund des Todes“

Der Wasserfall trägt den verhängnisvollen Namen „Abgrund des Todes“, weil er extrem steil und hoch ist. Schon des Öfteren stürzten hier Elefanten und andere Tiere in den Tod.

Der Khao Yai Nationalpark liegt knapp 140 Kilometer nordöstlich der thailändischen Hauptstadt Bangkok.

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Isabel Gebhardt
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SWR3