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Tim Stobbe
Tim Stobbe, SWR3; Foto: SWR3
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Klima-Aktivistin Greta Thunberg hat sich mit einer emotionalen Rede an die Weltgemeinschaft gewandt. Sie warf den Staats- und Regierungschefs beim Uno-Klimagipfel in New York Versagen vor.

In der emotionalen Rede hat Thunberg den Staats- und Regierungschefs mangelnde Handlungsbereitschaft vorgeworfen. „Wie konntet ihr es wagen, meine Träume und meine Kindheit zu stehlen mit euren leeren Worten?“, fragte die 16-jährige Schwedin in ihrer Rede mit Tränen in den Augen. „Wie könnt ihr nur weiter wegschauen?“

Thunberg warf den Politikern vor, sie seien immer noch nicht reif genug zu sagen, wie ernst die Lage sei. „Wir stehen am Anfang eines Massenaussterbens und alles, worüber ihr reden könnt, ist Geld und die Märchen von einem für immer anhaltenden wirtschaftlichen Wachstum – wie könnt ihr es wagen?“ Auf einer anschließend Pressekonferenz sagte sie, dass die Staats- und Regierungschefs der Welt dabei versagten, die Rechte der Kinder zu beschützen, indem sie weiter nichts gegen die Klimakrise unternehmen.

1,5 Milliarden Euro in den „Green Climate Fonds“

Unter den Zuhörern bei der Rede Thunbergs war auch Bundeskanzlerin Angela Merkel. Sie sprach kurz nach dem Auftritt der jungen Schwedin. Die Staatengemeinschaft habe den Weckruf der Jugend gehört, sagte Merkel. Deutschland werde seine Mittel für den internationalen Kampf gegen den Klimawandel im Vergleich zu 2014 von zwei auf vier Milliarden Euro verdoppeln.

Davon sollten 1,5 Milliarden Euro in den „Green Climate Fonds“ eingezahlt werden. Merkel bezeichnete es als Pflicht der Industriestaaten, als Hauptverursacher des Treibhausgaseffekts mit „Innovation, Technologie und Geld“ die Erderwärmung zu bekämpfen. „Deutschland sieht seine Verantwortung international und national“, sagte sie.

US-Präsident Donald Trump äußerte sich nach Thunbergs Rede ebenfalls – wie üblich in einem Tweet. Offenbar hat er die Rede der Aktivistin anders interpretiert als etwa Merkel: „Sie wirkt wie ein sehr glückliches junges Mädchen, das sich auf eine wundervolle Zukunft freut. So schön zu sehen!“, schrieb Trump.

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Wie geht es nach dem Klimagipfel nun weiter? Denn nun am Dienstag beginnt die eigentliche Uno-Vollversammlung. New-York-Korrespondent Peter Mücke hat die Antworten:

Wie geht es nach dem Klimagipfel weiter?; Foto: picture alliance/Kay Nietfeld/dpa

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