Stand:

Das neuartige Coronavirus geht um die Welt. Die Zahlen der bestätigten Infektionen und Toten steigen täglich. Mit teils drastischen Maßnahmen wird versucht, eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

2.4.2020, 17:20 Uhr – Putin erklärt April zum Urlaubsmonat

Russlands Präsident Wladimir Putin hat den April zum offiziellen Urlaubsmonat erklärt. In einer Fernsehansprache sagte Putin, die Lage sei ernst. Mit dem zusätzlichen bezahlten Urlaubsmonat solle die Ausbreitung des Coronavirus verlangsamt werden. Ursprünglich war nur eine Urlaubswoche ab dem 28. März geplant.

Die Situation um das Coronavirus hatte sich in den vergangenen Tagen in Russland massiv verschärft. Offiziell hat Russland mehr als 3.500 Coronavirus-Fälle. Bei Verstößen gegen Vorschriften der Quarantäne und Selbstisolation drohen harte Strafen – von hohen Geldsummen bis hin zu Gefängnis.

2.4.2020, 17:06 Uhr – Stuttgarter Flughafen schließt

Der Stuttgarter Flughafen wird wegen der Corona-Krise vorzeitig geschlossen. Das hat das baden-württembergische Verkehrsministerium beschlossen. Am 6. April wäre der Betrieb wegen Bauarbeiten sowieso eingestellt worden. An den Flughäfen Karlsruhe-Baden-Baden und Friedrichshafen soll es weniger Flüge geben. Der Frankfurter Flughafen schließt ab nächsten Dienstag sein Terminal 2.

2.4.2020, 16:21 Uhr – Einreiseverbot für Erntehelfer gelockert

Das Einreiseverbot für Erntehelfer wird nun doch gelockert. Darauf haben sich Innenminister Horst Seehofer (CSU) und Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) geeinigt. Im April und im Juni dürfen jeweils 40.000 Saisonarbeiter nach Deutschland einreisen.

Für sie gelten strenge Regeln: Die Saisonarbeiter sollen ausschließlich per Flugzeug ein- und ausreisen. Bei der Einreise soll es dann einen Gesundheitscheck geben. Die Unterkünfte auf den Bauernhöfen dürfen nur mit halber Kapazität belegt werden. Die angereisten Helfer müssen in den ersten drei Wochen in Deutschland getrennt von anderen hier Beschäftigten arbeiten und dürfen den Betrieb nicht verlassen.

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2.4.2020, 15:00 Uhr – Hilfskredite sollen am Montag überwiesen werden

Wer Hilfskredite bei der KfW beantragt hat, soll ab Montag das Geld bekommen, das hat die staatliche Förderbank mitgeteilt. Bei Anträgen bis drei Millionen Euro verlasse sich die KfW auf die Kreditprüfungen der Hausbank, das Geld könne dann innerhalb von höchstens drei Tagen fließen. Seit das Programm gestartet wurde, seien rund 2.500 Anträge über insgesamt 10 Milliarden Euro eingegangen. Der größte Teil sei bereits bewilligt.

2.4.2020, 14:39 Uhr – Altmaier rechnet mit schwereren Rezession als bei Finanzkrise

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) rechnet wegen Corona mit einer schweren Rezession in Deutschland. Sie könnte härter werden als während der Finanzkrise 2009. Damals war die Wirtschaft um 5,7 Prozent eingebrochen.

Eine genaue Zahl für dieses Jahr will Altmaier nicht nennen, das wäre unverantwortlich, sagte er. Er rechnet damit, dass der Tiefpunkt im Mai erreicht wird, hofft aber, dass die Wirtschaft im zweiten Halbjahr wieder anzieht.

2.4.2020, 14:00 Uhr – Bundesregierung für Gutscheine statt Rückzahlung

Weil wegen Corona sind reihenweise Reisen, Kulturveranstaltungen oder Sportevents abgesagt. Das Bundeskabinett schlägt vor, dass die Kunden statt einer sofortigen Rückzahlung Gutscheine bekommen sollen. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur. Durch das vorgeschlagene Aussetzen einer sofortigen Rückzahlpflicht sollen viele Veranstalter entlastet werden.

Die Gutscheine sollen für Tickets gelten, die vor dem 8. März gekauft wurden und bis Ende 2021 gültig sein. Löst der Kunde den Gutschein bis dahin nicht ein, soll der Veranstalter zahlen. Die EU-Kommission muss dieser Idee aber noch zustimmen.

2.4.2020, 13:43 Uhr – EU-Kommission bringt Milliardenpaket gegen Kurzarbeit auf den Weg

Die EU und ihre Mitgliedsstaaten haben bislang 2,7 Billionen Euro in die Hand genommen, um die aktuellen wirtschaftlichen Schäden durch Corona abzumildern. Die EU-Kommission will nun aber weiter dabei helfen, die Kurzarbeit in den EU-Mitgliedsstaaten zu finanzieren. Um die Beschäftigung in den Unternehmen am Laufen zu halten, sollen dafür 100 Milliarden Euro bereitgestellt werden. Noch ist es nur ein Vorschlag – allerdings einer, von dem es in Brüssel heiße, er habe gute Chancen, Wirklichkeit zu werden, meint SWR-Brüssel-Korrespondent Holger Beckmann.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sagte in Brüssel, es müsse jetzt darum gehen, dass Europas Wirtschaft stabilisiert werde. Dafür brauche man jeden verfügbaren Euro im Budget der Union. Von der Leyen forderte außerdem, der kommende EU-Haushalt müsse die Grundlage für den Wiederaufbau der europäischen Volkswirtschaften nach der Corona-Krise sein.

2.4.2020, 12:53 Uhr – Steinmeier lobt Solidarität der Deutschen

Angesichts der Corona-Pandemie hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier den Einfallsreichtum und die Solidarität vieler Menschen gelobt. Die Krise wecke zwar tiefste Ängste, rufe aber auch das Beste hervor. Jeder könne helfen – so Steinmeier, etwa für ältere Nachbarn einkaufen oder Briefen an Menschen in Pflegeheimen schreiben. Geschlossene Geschäfte und Restaurant könne man mit dem Kauf von Gutscheinen unterstützen.

2.4.2020, 11:41 Uhr – Griechenland riegelt Flüchtlingslager ab

Griechenland hat ein Flüchtlingslager nahe Athen abgeriegelt, weil dort Menschen mit dem Coronavirus infiziert sind. Von 63 Tests waren 21 positiv. Der Zugang zu dem Lager in Ritsona wird jetzt für insgesamt zwei Wochen eingeschränkt, zusätzliches medizinisches Personal ist auf dem Weg. In dem Camp leben derzeit rund 2.500 Menschen. Es ist der erste Corona-Ausbruch in einem der griechischen Lager.

2.4.2020, 11:13 Uhr – Söder: Brauchen in Deutschland Milliarden Masken

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder prognostiziert im Kampf gegen das Coronavirus in Deutschland auf lange Sicht einen Bedarf von Milliarden Masken. „Wir werden auf Dauer enorm viel Masken brauchen. Ich glaube, dass wir am Ende in Deutschland Milliarden Masken brauchen“, sagte der CSU-Chef am Donnerstag im niederbayerischen Weng (Landkreis Landshut).

2.4.2020, 10:39 Uhr – Ifo-Umfrage: Deutschland könnte Shutdown elf Wochen durchhalten

Deutschland könnte flächendeckende Firmenschließungen wie in Italien oder Spanien laut einer Ifo-Umfrage unter 155 Ökonomen rund elf Wochen durchhalten. So lange könnte die Wirtschaft einen "Shutdown" abfedern, "bevor das Risiko einer wirtschaftlichen Destabilisierung zu groß wird", teilen die Münchner Forscher mit.

2.4.2020, 9:45 Uhr – Chinesische Metropole verbietet Verzehr von Hunden und Katzen

Die chinesische Metropole Shenzhen verbietet den Verzehr von Hunden und Katzen. „Hunde und Katzen als Haustiere haben eine viel engere Beziehung zum Menschen aufgebaut als alle anderen Tiere“, erklärt die Stadtverwaltung in einer Anordnung. „Dieses Verbot entspricht auch der Forderung und dem Geist der menschlichen Zivilisation.“

Chinas hatte bereits Ende Februar den Handel und Konsum von Wildtieren verboten. Der Ursprung des Corona-Virus wird in einem Tiermarkt in der Millionenmetropole Wuhan vermutet, auf dem auch Wildtiere verkauft worden sein sollen. Wissenschaftler gehen davon aus, dass das neuartige Virus von Tieren auf den Menschen übertragen wurde.

2.4.2020, 9:15 Uhr – Deutschland gut mit Intensivbetten ausgestattet

Deutschland verfügt im internationalen Vergleich über eine hohe Versorgungsdichte mit Intensivbetten in Krankenhäusern. Auf 100.000 Einwohner kommen 33,9 Intensivbetten, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Auch Österreich (28,9) und die Vereinigten Staaten (25,8) weisen demnach eine vergleichsweise hohe Dichte auf. Deutlich geringer sind die Kapazitäten in den besonders stark von der Corona-Pandemie betroffenen Staaten Spanien mit 9,7 und Italien mit 8,6 Intensivbetten je 100.000 Einwohner.

Dazu ein Video der SWR-Wissensredaktion:

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2.4.2020, 8:02 Uhr – Baerbock fordert im SWR: Schutzausrüstung wieder in Deutschland herstellen

Die Parteivorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Annalena Baerbock, setzt in der Corona-Krise darauf, Produkte für den Medizin-Bedarf wieder in Europa und Deutschland herstellen zu lassen. Baerbock lobte im Radioprogramm SWR Aktuell die Aufforderung der grün-schwarzen Landesregierung von Baden-Württemberg an Unternehmen, in die Produktion von Schutzausrüstung einzusteigen.

„Das muss es aus meiner Sicht jetzt auch von der Bundesregierung geben: eine Taskforce, die sicherstellt, dass die Produktion von Schutzausrüstung hier hochgefahren wird – in Europa, in Deutschland.“ Dasselbe gelte für Medikamente.

2.4.2020, 7:35 Uhr – Bundeswehr bereitet sich mit 15.000 Soldaten auf Hilfe vor

Die Bundeswehr hat ein 15.000 Soldatinnen und Soldaten starkes Team zur zivilen Hilfe in der Virus-Krise aufgestellt. Man bereite sich darauf vor, dann zu helfen, wenn zivile Kräfte erschöpft seien, sagt Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) in der ARD.

Das "Einsatzkontingent Corona" solle etwa im Sanitätsbereich und der Logistik eingesetzt werden. Allerdings helfe die Bundeswehr bereits ganz allgemein, zum Beispiel durch die Versorgung ziviler Patienten in den Bundeswehr-Krankenhäusern. Die Kernaufgaben der Bundeswehr wie Einsätze im Ausland würden wie gewohnt weitergeführt.

2.4.2020, 7:30 Uhr – Zahl der Corona-Fälle in Deutschland steigt weiter

Die Zahl der Menschen, die sich in Deutschland mit dem Corona-Virus angesteckt haben, ist weiter gestiegen. Die Gesundheitsämter der Länder melden für Deutschland mehr als 72.500 bestätigte Fälle. Mehr als 840 Menschen sind an den Folgen der Ansteckung gestorben.

2.4.2020, 6:40 Uhr – Verstoß gegen Corona-Regeln: Geldstrafe für Jerome Boateng  

Der frühere Fußball-Nationalspieler Jerome Boateng hat von seinem Verein Bayern München eine Geldstrafe wegen Verstoßes gegen die Restriktionen in der Corona-Krise aufgebrummt bekommen. Der 31-jährige Innenverteidiger habe sich nicht an die "Verhaltensweisen" gehalten, die durch die in Bayern geltende Ausgangsbeschränkung vorgeschrieben seien und von den Gesundheitsämtern empfohlen würden, teilte der Verein am Mittwoch mit.

Die Höhe der Geldstrafe nannte der Club nicht. Auch Details zu Boatengs Verhalten, das zu der Geldstrafe führte, gab der FC Bayern nicht bekannt. 

2.4.2020, 6:31 Uhr – Trump rät: Schützt euch mit einem Schal

US-Präsident Donald Trump rät der Bevölkerung angesichts des Mangels an Atemschutzmasken in der Corona-Krise, sich stattdessen mit einem Schal vor einer Ansteckung zu schützen. Schals oder Tücher würden von Experten sehr empfohlen und seien je nach Material „in gewisser Weise“ sogar besser geeignet, sagte Trump am Mittwochabend im Weißen Haus in Washington. Genauer wurde er nicht. Er betonte aber: „Ich sehe nicht, wo das schadet.“

Experten Deutschland raten derweil zum – notfalls auch selbstgenähten – Mundschutz. Der schütze einen nicht selbst, wohl aber andere.

Kretschmann; Foto: picture alliance/Sebastian Gollnow/dpa

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne): Die Freiheit kommt bald wieder.

picture alliance/Sebastian Gollnow/dpa

2.4.2020, 5:27 Uhr – Kretschmann: Die Freiheit kommt wieder – nach der Krise

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat der Befürchtung widersprochen, dass die Bundesregierung mit ihren Kontaktbeschränkungen die Freiheit der Gesellschaft aufs Spiel setzt: Es gehe darum, in „einer Katastrophensituation“ Leben zu retten, sagte Kretschmann am Mittwochabend in der ARD.

„Die Bevölkerung kann sicher sein, dass mit dem Ende dieser Krise die Freiheitsrechte radikal wieder hergestellt werden.“ Kretschmann hält es auch nicht für Denunziation, Menschen zu melden, die stark gegen die Auflagen verstoßen:

Kretschmann: Verstöße melden ist keine Denunziation; Foto: picture alliance/Jana Hoeffner/Staatsministerium Baden-Württemberg/dpa

Nachrichten Kretschmann: Verstöße melden ist keine Denunziation

Dauer

2.4.2020, 1:03 Uhr – Umweltministerin Schulze fordert: mehr Distanz zu exotischen Tieren

Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) hat mehr Distanz zu exotischen Tieren gefordert, um die Verbreitung neuartiger Viren zu verhindern. „Die Menschen sind insgesamt in weiten Teilen der Welt den Tieren zu nahe gekommen, indem sie zum Beispiel in Urwälder vordringen und Ökosysteme zerstören“, sagte sie den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Sie gab dem Präsidenten des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, recht, der deswegen eine Eindämmung des illegalen Tierhandels gefordert hatte. Der illegale Tierhandel sei aber „nur ein kleiner Teil des Problems“.

2.4.2020, 0:09 Uhr – Russland schickt Hilfslieferung an USA

In New York ist am Mittwoch ein russisches Militärflugzeug mit medizinischen Gütern gelandet. Wie die russische UN-Vertretung in New York mitteilte, hatte die angesichts der Coronavirus-Pandemie entsandte Maschine "medizinische Masken und medizinische Ausrüstung an Bord". 

1.4.2020, 20:45 Uhr – Jetzt über 200.000 Fälle in den USA

In den USA hat die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle die Marke von 200.000 überschritten. Laut der Johns-Hopkins-Universität wurden bis Mittwoch mehr als 203.000 Infektionsfälle gemeldet. Die Zahl von 100.000 Infektionen war am vergangenen Freitag überschritten worden, damit hat sich die Zahl binnen fünf Tagen verdoppelt.

Siegessäule Berlin; Foto: picture alliance/Moritz Frankenberg/dpa

Nichts los um die Waterloo-Säule in Hannover.

picture alliance/Moritz Frankenberg/dpa

1.4.2020, 17:39 Uhr – EU erwägt 100 Mrd Euro für neues Kurzarbeiter-Modell

Das geplante neue Kurzarbeiter-Modell der EU-Kommission könnte mit einer Summe von 100 Milliarden Euro starten, verlautet aus EU-Kreisen. Allerdings könnte sich die Summe noch ändern, sagt der Insider. Kommissionschefin Ursula von der Leyen hat das Modell nach deutschem Vorbild angekündigt, jedoch keine Einzelheiten zur Finanzierung genannt.

1.4.2020, 17:43 Uhr – Saudischer Gelehrter: Ehefrauen dürfen in Corona-Krise Sex verweigern

Ein Religionsgelehrter in Saudi-Arabien hat Ehefrauen teilweise von ihren „ehelichen Pflichten“ entbunden: Frauen hätten das Recht, „dem Ehebett fernzubleiben“, wenn sie durch ihren Ehemann eine Ansteckung mit dem Coronavirus befürchteten, erklärte ein Mitglied des saudischen Rats der Höchsten Religionsgelehrten im saudischen Fernsehen. Vor allem, wenn sich der Mann nicht an öffentliche Ausgangsbeschränkungen halte, um die Verbreitung des Virus zu verhindern.

1.4.2020, 17:08 Uhr – Auch Wimbledon fällt Coronavirus zum Opfer

Das für Ende Juni geplante Tennis-Turnier von Wimbledon ist für dieses Jahr abgesagt. Die Entscheidung sei „mit tiefem Bedauern“ wegen der Coronavirus-Pandemie getroffen worden, teilt der All England Lawn Tennis Club (AELTC) mit. Es ist das erste Mal seit 75 Jahren, dass das Turnier nicht stattfindet.

1.4.2020, 16:30 Uhr – Sattelzug mit Toilettenpapier fängt in Dallas Feuer

Ausgerechnet ein mit Toilettenpapier beladener Sattelzug hatte am frühen Mittwoch bei Dallas einen Unfall und fing Feuer, die derzeit auch in den USA heiße Ware wurde laut Behörden über eine Schnellstraße verteilt. Dem Fahrer geht es gut, wie das Verkehrsamt von Texas danach mitteilte. Die Ladung Toilettenpapier sei „weitgehend abgebrannt“, meldete der Fernsehsender WFAA in Dallas unter Berufung auf Behördenmitarbeiter:

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1.4.2020, 16:24 Uhr – Kontaktbeschränkungen bleiben auf jeden Fall über Ostern

Die bereits geltenden Kontaktsperren im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus werden bis nach Ostern verlängert. Wie Bund und Länder am Mittwoch in Berlin beschlossen, sollen die Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstandes gemäß den geltenden Regeln auf ein absolutes Minimum reduziert werden. Zudem solle auf private Besuche über Ostern verzichtet werden. Dies teilt Bundeskanzlerin Angela Merkel nach eine Telefonkonferenz mit den Ministerpräsidenten der Länder mit. Zudem solle auf private Besuche über Ostern verzichtet werden. Dazu Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU):

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In Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz findet indessen keine „Verlängerung“ statt, wie in anderen Bundesländern: Hier gelten die Regelungen jetzt schon bis zum 19. April.

1.4.2020, 15:20 Uhr – Adidas entschuldigt sich und zahlt jetzt doch Miete

Der Sportartikel-Hersteller Adidas zahlt nach eigenen Angaben nun doch weiterhin die Miete für seine Geschäfte. Das Unternehmen habe die für April fälligen Mieten beglichen, heißt es in einem am Mittwoch veröffentlichten offenen Brief von Adidas. Zugleich entschuldigte sich Adidas für sein Vorgehen. Damit reagierte das Unternehmen auf eine Welle der Kritik an der zuvor bekanntgewordenen Aussetzung der Mietzahlungen in der Corona-Krise. „Wir haben einen Fehler gemacht und damit viel Vertrauen verspielt“, heißt es in dem Schreiben, das am Donnerstag in mehreren Medien als Anzeige veröffentlicht werden soll.

1.4.2020, 15:20 Uhr – Auch wegen Corona-Krise: Benzinpreis auf Vierjahrestief

Die Corona-Krise und der abgestürzte Ölpreis machen Sprit deutlich günstiger: Benzin der Sorte E10 war im März mit durchschnittlich 1,283 Euro pro Liter so billig wie zuletzt im August 2016, wie der ADAC am Mittwoch in München mitteilte. Das waren 10 Cent weniger als im Februar. Der Dieselpreis sank im Monatsvergleich 8,5 Cent auf 1,154 Euro im Monatsdurchschnitt.

1.4.2020, 14:17 Uhr – Deutschland hat 187.000 Reisende aus dem Ausland zurückgeholt

Die Bundesregierung hat die Rückholung von 187.000 Reisenden in den vergangenen zwei Wochen organisiert. Unter den Rückkehrern seien auch 3.000 Bürger aus anderen EU-Ländern, sagt die Sprecherin des Auswärtigen Amtes. Die Menschen seien aus 45 Ländern abgeholt worden. In Neuseeland befinde sich mit etwa 12.000 noch das größte deutsche Kontingent. Auch in Südafrika und Thailand seien noch Tausende. Dazu Außenminister Heiko Maas (SPD):

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1.4.2020, 14:01 Uhr – Auch Hoffenheimer Profis verzichten auf Teile des Gehalts

Auch der finanzstarke Fußball-Bundesligist TSG Hoffenheim hat als Folge der Coronakrise einen Sparkurs eingeleitet. Laut dem Klub hat „die Geschäftsführung mit den Lizenzspielern, dem Trainerteam und den Direktoren einen gemeinsamen Gehaltsverzicht“ beschlossen. Wie hoch dieser Verzicht ist, ließ die TSG offen. Zuvor hatte der Klub bereits einen Hilfsfonds aufgelegt, um bedürftige Partner in der Rhein-Neckar-Region zu unterstützen.

1.4.2020, 13:04 Uhr – Bundeswehr startet weiteren Evakuierungsflug aus Italien

Medevac; Foto: picture alliance/Kevin Schrief/Presse- und Informationszentrum Luftwaffe/dpa

Rückkehr des Airbus A310 MedEvac, der fliegenden Intensivstation der Bundeswehr, aus Bergamo.

picture alliance/Kevin Schrief/Presse- und Informationszentrum Luftwaffe/dpa

Die Bundeswehr startet einen weiteren Evakuierungsflug von Köln nach Italien. In Bergamo werden wieder sechs Covid-19-Intensivpatienten aufgenommen. Der „MedEvac“-A310 soll gegen 18 Uhr wieder in Köln landen. Die sechs Patienten werden auf zivile Krankenhäuser verteilt. Wohin genau, ist noch nicht bekannt. Es ist bereits der vierte Rettungsflug der Luftwaffe. Am Wochenende flog sie bereits zweimal nach Bergamo und nach Straßburg.

1.4.2020, 12:35 Uhr – Vorbild Südkorea: Über 120 Länder bitten um Hilfe bei Corona-Tests

Südkorea bekommt immer mehr Anfragen aus aller Welt für eine Unterstützung bei Coronavirus-Tests. Bislang hätten sich 121 Länder gemeldet, und die Zahl steige „von Tag zu Tag“, sagt ein Vertreter des Außenministeriums. Dabei gehe es um die Erfahrungen, die Südkorea als einer der als ersten betroffenen Staaten nach China gesammelt habe. Südkorea gilt wegen seiner massiven Testkampagne und der intensiven Feststellung von Kontaktpersonen als Musterbeispiel im Kampf gegen das Virus.

1.4.2020, 12:15 Uhr – Zahl der Virustoten in Spanien steigt sprunghaft an

In Spanien steigt die Zahl der Virus-Toten sprunghaft von 8.189 auf 9.053 an. Binnen eines Tages seien auch deutlich mehr Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt worden, teilt das Gesundheitsministerium mit.

1.4.2020, 11:55 Uhr – Heute tritt der Kündigungsschutz für Mieter in Kraft

Für Mieter und Verbraucher gelten ab diesem Mittwoch die neuen Regeln zum verbesserten Schutz in der Corona-Krise. „Mit den heute in Kraft getretenen zivilrechtlichen Vorschriften erhalten Mieter, Verbraucher und Kleinstgewerbetreibende eine wichtige Verschnaufpause, die sie benötigen, um staatliche Hilfen und Unterstützungsleistungen in Anspruch nehmen zu können“, erklärte Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD).

Ein Arzt auf einer Intensivstation in Italien; Foto: picture alliance/Claudio Furlan/LaPresse/AP/dpa

Ein Arzt auf einer Intensivstation in Italien: Medizinisches Personal leidet neben den Patientinnen und Patienten besonders unter Falschmeldungen über das Coronavirus.

picture alliance/Claudio Furlan/LaPresse/AP/dpa

1.4.2020, 11:40 Uhr – Jetzt doch: Schweden schließt die größten Skigebiete

Schweden schließt seine größten Skigebiete, um die medizinischen Dienste nicht zu überlasten. Der Betreiber Skistar teilte mit, dass die Saison in den Anlagen in Sälen, Vemdalen und Åre am 6. April vorzeitig beendet werde. Damit folge man dem Rat der Gesundheitsbehörden. In Norwegen wurde die Schließung der Skistar-Gebiete in Trysil und Hemsedal bereits am 12. März angeordnet.

Berichte über Après-Ski-Partys mit bis zu 499 Personen hatten zuletzt für Kritik gesorgt, vor allem von lokalen Ärzten. Inzwischen wurden Versammlungen auf maximal 50 Teilnehmer begrenzt. In Schweden sind mehr als 4400 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 180 starben bislang. Die Haltung der schwedischen Behörden ist bisher deutlich weniger restriktiv als in anderen Ländern.

1.4.2020, 11:21 Uhr – So viele Arbeitslose in Österreich wie zuletzt 1946

In Österreich waren seit 1946 noch nie so viele Menschen arbeitslos wie aktuell. Wie der Arbeitsmarktservice (AMS) in Wien mitteilte, sind in der Alpenrepublik derzeit etwas mehr als 504.000 Menschen ohne Job - ein Anstieg um 52,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Hinzu kommen etwas mehr als 58.000 Menschen, die beim AMS derzeit eine Schulung machen. Allein zwischen dem 15. und dem 31. März stieg die Zahl der Arbeitslosen um fast 200.000.

Besonders drastisch waren die Anstiege in den Bereichen Beherbergung und Gastronomie sowie am Bau - also in Branchen, die durch die Einschränkungen im Zuge der Coronavirus-Pandemie besonders hart getroffen werden.

1.4.2020, 10:59 Uhr – Antikörper für Coronavirus-Medikamente gefunden?

Chinesische Wissenschaftler haben nach eigenen Angaben mehrere Antikörper identifiziert, die für ein Medikament zur Behandlung von Covid-19 infrage kommen könnten. Die aus dem Blut genesener Patienten isolierten Antikörper könnten „äußerst wirksam“ die Fähigkeit des neuartigen Coronavirus zum Eindringen in Zellen blockieren, sagt Zhang Linqi von der Tsinghua-Universität in Peking. Ein daraus hergestelltes Medikament könne womöglich wirksamer gegen die Atemwegserkrankung eingesetzt werden als die derzeitigen Ansätze.

1.4.2020, 10:56 Uhr – Coronavirus-Krise macht Wetterdaten unsicherer

Weil der Flugverkehr wegen der Corona-Krise weitgehend eingestellt ist, werden Wettervorhersagen und Klimabeobachtungen schwieriger. Für die Wettermodelle fehlen Daten, die normalerweise von Sensoren an Flugzeugen stammen. „Wenn noch weniger Wetterdaten von Flugzeugen geliefert werden und dies über einen längeren Zeitraum, dürfte die Zuverlässigkeit von Wettervorhersagen abnehmen“, sagte Lars Peter Riishojgaard, Fachgruppenleiter bei der Weltwetterorganisation (WMO), in Genf. Auch Unwetter sind nach WMO-Angaben schwerer vorherzusagen. Das stellt ein Risiko für Länder dar, die Vorlauf brauchen, um sich auf Wetterkatastrophen vorzubereiten.

Die Wettermodelle brauchen möglichst viele Messdaten über den Ist-Zustand, um Vorhersagen zu machen. Sensoren an Flugzeugen liefern etwa Temperaturen sowie Windgeschwindigkeiten und -richtungen, sowie Angaben über Luftfeuchtigkeit und Turbulenzen.

1.4.2020, 10:42 Uhr – Auch Galeria Kaufhof zahlt offenbar keine Miete mehr

Wie andere Handelsketten zuvor stoppt laut einem Bericht des Spiegel nun auch der Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof seine Mietzahlungen. Es bleibe „keine andere Wahl“, zitierte das Nachrichtenmagazin aus einem Brief des Unternehmens an seine Vermieter. Da die Vermieter den Kaufhäusern den „Gebrauch der Mietsache“ derzeit nicht gewähren könnten, hätten sie auch keinen Anspruch auf Gegenleistung. Die Kaufhauskette hat bereits Staatshilfen in der Krise beantragt.

1.4.2020, 10:33 Uhr – Studie: Ausgangssperre in Wuhan verhinderte 700.000 Ansteckungen

Forscher aus China, den USA und Großbritannien haben in der Fachzeitschrift Science eine Studie zu den Folgen der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus in Wuhan veröffentlicht. Darin kommen sie zu dem Ergebnis, das die Ausgangssperren in der chinesischen Stadt 700.000 Ansteckungen verhindert haben.

Die Forscher verwendeten Fallberichte, Informationen der Gesundheitsbehörden und Handy-Daten, um die Verbreitung des Virus zu untersuchen. Die Ortung von Mobiltelefonen habe einen „faszinierenden“ neuen Datensatz geliefert, sagte ein Autor des Beitrags, der Biologe Ottar Bjornstad von der US-Universität Penn State. „Die Analyse ergab einen außerordentlichen Rückgang der Bewegungen nach dem Reiseverbot vom 23. Januar 2020.“

1.4.2020, 10:16 Uhr – Italien verlängert Ausgangsverbote, Deutschland diskutiert

Italiens Regierung verlängert die strengen Ausgangsbeschränkungen für die 60 Millionen Bürger wegen der Corona-Krise bis zum 13. April. Das kündigte der italienische Gesundheitsminister Roberto Speranza laut dpa im Senat an. Diese Verlängerung hatte die Regierung bereits Anfang der Woche in Aussicht gestellt. Seit 10. März dürfen sich die Menschen im Land nicht mehr frei bewegen. Schulen sind zu, viele Fabriken ebenfalls. Die Beschränkungen galten bisher bis 3. April.

Bei einer Telefonkonferenz von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten und -präsidentinnen der Länder geht es am Mittag darum, was die bisherigen Maßnahmen in Deutschland gebracht haben.

1.4.2020, 10:07 Uhr – Bitkom fordert schnellere Digitalisierung in Unternehmen

Der Branchenverband Bitkom fordert die deutschen Unternehmen auf, angesichts der Corona-Pandemie bei der Digitalisierung einen Schritt zuzulegen. Bisher habe man sich zu viel Zeit gelassen, sagte Bitkom-Chef Berg. Die Coronavirus-Krise habe die Bedeutung digitaler Technologien für Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft sehr klar vor Augen geführt. Die Krise sei ein Weckruf, die Digitalisierung nun massiv voranzutreiben. In einer Bitkom-Befragung sehen neun von zehn Unternehmen die Digitalisierung als Chance.

1.4.2020, 9:49 Uhr – Mehr als 40.000 Menschen bei der Lufthansa in Kurzarbeit

700 der 760 Flugzeuge des Lufthansa-Konzerns sind derzeit am Boden. Darauf reagiert die Fluggesellschaft und schickt insgesamt 87.000 Mitarbeiter in Kurzarbeit. Für das Kabinen- und Bodenpersonal war der Schritt bereits zuvor gegangen worden.Damit verordnet die Lufthansa für zwei Drittel der insgesamt 135.000 Mitarbeiter Kurzarbeit. Wie viele Stunden tatsächlich noch gearbeitet werden, hängt von der Art der Beschäftigung ab. Die Reduzierung reiche vom Totalausfall der Arbeit bis hin zu nur geringen Stundenreduzierungen, sagte ein Konzern-Sprecher.

In Deutschland erhalten Betroffene für die ausgefallene Arbeit 60 Prozent bis 67 Prozent des Nettoentgelts. Lufthansa hat beim Bodenpersonal und den Flugbegleitern eine Aufstockung auf bis zu 90 Prozent zugesagt.

1.4.2020, 9:01 Uhr – Taiwan spendet zehn Millionen Schutzmasken

Taiwan ist der der zweitgrößte Schutzmaskenproduzent der Welt und will bald 15 Millionen chirurgische Masken pro Tag herstellen, wie Präsidentin Tsai Ing-wen sagte. Davon sollen die Länder profitieren, die am schwersten von der Corona-Pandemie betroffen sind - dank einer Spende: Sieben Millionen Masken will Taiwan in elf europäische Länder schicken, darunter Italien, Spanien und Deutschland, wie das Außenministerium in Taipeh bestätigte. Die USA werden demnach zwei Millionen Masken erhalten. Eine weitere Million Masken würden an diplomatische Verbündete Taiwans geschickt.

Dank einer frühzeitigen Abschottung vom Nachbarn China und eines gut aufgestellten Gesundheitssystems ist Taiwan bislang glimpflich durch die Krise gekommen. Bis Mittwoch wurden insgesamt 329 Coronavirus-Infektionen und fünf Todesfälle gemeldet.

1.4.2020, 8:29 Uhr – Plus 7,7 Prozent: Einzelhandel profitiert von der Krise

Eine starke Nachfrage nach Waren des täglichen Bedarfs hat den deutschen Einzelhändlern zu Beginn der Coronavirus-Krise einen Umsatzsprung beschert. Ihre Einnahmen wuchsen im Februar um 7,7 Prozent zum Vorjahresmonat und damit so kräftig wie seit knapp anderthalb Jahren nicht mehr. Das teilte das Statistische Bundesamt unter Berufung auf vorläufige Daten mit.

1.4.2020, 7:49 Uhr – Arbeitsminister Heil: „Leistungsträger sind nicht immer die in Anzug und Krawatte“

Arbeitsminister Hubertus Heil hat im ARD-Morgenmagazin Tarifverträge für unterbezahlte Berufe gefordert. In der Corona-Krise werde die Bedeutung vieler Jobs besonders deutlich - etwa von Altenpflegern und Supermarkt-Mitarbeitern. Heil regte höhere Lohnuntergrenzen an.

1.4.2020, 7:22 Uhr – Zoom wegen Hackerangriffen in der Kritik

Die Online-Plattform Zoom wird verdächtigt, sich nicht ausreichend gegen Hacker-Angriffe zu schützen. Der US-Bundesstaat New York ermittelt wegen möglicher Verstöße gegen den Datenschutz. Über die Zoom-App sind Videoschalten möglich. Diese werden gerade besonders stark genutzt. Mehrere Personen hatten sich beschwert, dass bei Videogesprächen plötzlich Pornos oder Hassbotschaften aufgetaucht sind.

1.4.2020, 7:07 Uhr – Umweltbundesamt: Türgriffe regelmäßig abwischen

Viel Zeit zum Putzen - und das sei gerade jetzt wichtig, sagt Heinz-Jörn Moriske vom Umweltbundesamt. Wegen der Corona-Pandemie sei es besonders wichtig, Türgriffe und häufig angefasste Oberflächen regelmäßig abzuwischen und täglich zu lüften. Alles flächendeckend mit Desinfektionsmitteln zu reinigen, sei dagegen nicht nötig. Es sei sogar schädlich für Mensch und Umwelt, warnt Moriske.

1.4.2020, 6:58 Uhr – Saudi-Arabien rät Muslimen von Pilgerfahrt nach Mekka ab

Saudi-Arabien rät Muslimen weltweit von einer Pilgerfahrt nach Mekka in diesem Sommer ab. Sie sollten vorerst keine Verträge mit Reiseagenturen für die Wallfahrt abschließen, sagte der zuständige Minister. Man müsse abwarten, wie sich die Corona-Pandemie entwickle. Zu der einwöchigen Pilgerfahrt reisen jährlich etwa zweieinhalb Millionen Menschen nach Saudi-Arabien.

Ein gläubiger Muslim Anfang März in Mekka; Foto: picture alliance/Amr Nabil/AP/dpa

Ein gläubiger Muslim Anfang März in Mekka

picture alliance/Amr Nabil/AP/dpa

1.4.2020, 6:41 Uhr – 13-Jähriger stirbt nach Coronavirusinfektion

Ein 13-jähriger Junge ohne bekannte Vorerkankungen ist in Großbritannien an Covid-19 gestorben. Der Jugendliche aus dem Süden Londons ist - soweit bekannt ist - das jüngste Todesopfer der Coronavirus-Pandemie in Großbritannien. Der 13-Jährige starb bereits am Montag. Wie seine Familie mitteilte, wurde er am Freitag positiv auf das Coronavirus getestet, das die Lungenerkrankung Covid-19 auslöst. Einen Tag später kam er in das King's College Hospital, wo er verstarb.

1.4.2020, 6:02 Uhr – Keine Aprilscherze über Coronavirus

Unter anderem das Bundesgesundheitsministerium bittet darum, „auf erfundene Geschichten zu der Coronavirus-Thematik zu verzichten“, um der Gefahr von Falschinformationen zu begegnen.

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31.3.2020, 22:47 Uhr – Rihanna und Jay-Z erhöhen ihre Spenden

Sängerin Rihanna erhöhte ihre Spenden im Kampf gegen das Virus. Ihre Stiftung Clara Lionel Foundation gibt zusätzlich zu den in der vergangenen Woche verkündeten fünf Millionen Dollar eine weitere Million Dollar. Die Stiftung von Rapper Jay-Z legte den gleichen Betrag drauf; die zusammen zwei Millionen Dollar sollen unter anderem an die Kinder von Ersthelfern sowie Alte und Wohnungslose in New York City und Los Angeles fließen. Rihannas vorher gespendete fünf Millionen Dollar sollten unter anderem an Essenstafeln und die Ausbildung von Mitarbeitern im Gesundheitswesen gehen.

Beim von Elton John moderierten Youtube-Benefizkonzert The iHeart Living Room Concert for America kamen zudem acht Millionen Dollar zusammen. Hier sangen auch Billie Eilish und die Backstreet Boys – natürlich alle von zuhause aus.

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31.3.2020, 22:14 Uhr – Menschen mit Hunden protestieren gegen Ausgangssperre in Serbien

In Serbien protestieren Zehntausende Hundebesitzer gegen die besonders strenge Ausgangssperre. Sie fordern, jeden Abend zumindest eine halbe Stunde lang mit ihren Hunden Gassi gehen zu dürfen, berichten serbische Medien. Eine Petition an Regierungschefin Ana Brnabic haben demnach schon mehr als 37.000 Menschen unterzeichnet. Serbiens Regierung hat wegen der Pandemie den Notstand ausgerufen und besonders strenge Ausgangsbeschränkungen verhängt. Werktags gilt zwischen 17 und 5 Uhr eine komplette Ausgangssperre, an den Wochenenden sogar schon ab 15 Uhr. Eine Ausnahme für Hundebesitzer, die in dieser Zeit anfangs noch eine Stunde nach draußen durften, wurde inzwischen abgeschafft.

31.3.2020, 21:57 Uhr – Jeder vierte Arzt und jede vierte Ärztin in Großbritannien infiziert oder in Isolation

Ärztinnen und Ärzte in Großbritannien schlagen Alarm. Wie die Ärzteorganisation Royal College of Physicians mitteilte, ist jeder vierte Mediziner des staatlichen Gesundheitsdienstes NHS inzwischen "krank oder in Isolation". In Kliniken und bei Hausärzten fehlt es laut Ärztegewerkschaft British Medical Association an Ausrüstungen wie Masken und Einmal-Handschuhen. Krankenpflegerinnen und -pfleger hatten berichtet, dass sie ohne Schutz Patienten versorgen mussten. Ein großes Problem ist zudem, dass viel zu wenig Beatmungsgeräte bereitstehen.

31.3.2020, 20:38 Uhr – Virus breitet sich an Bord von US-Flugzeugträger aus

Das Coronavirus breitet sich weiter unter der Besatzung des US-Flugzeugträgers „USS Theodore Roosevelt“ aus. Die Streitkräfte prüften eine Evakuierung des Schiffs, die Situation weise jedoch „einmalige Umstände“ auf, sagte Marineminister Thomas Modly. Ein hochgerüstetes und nuklearbetriebenes Schiff könne nicht einfach komplett evakuiert werden. Zudem gebe es auf der Pazifikinsel Guam, wo der Flugzeugträger derzeit vor Anker liege, nicht genügend Kapazität, um die mehr als 4000 Besatzungsmitglieder unterzubringen. Medienberichten zufolge gab es an Bord des Schiffs bislang mindestens 100 bestätigte Infektionen.

31.3.2020, 20:27 Uhr – Vereinte Nationen: Kampf geht international zu langsam

UN-Generalsekretär António Guterres ist unzufrieden mit der globalen Antwort im Corona-Kampf. „Wir bewegen uns langsam in die richtige Richtung, aber wir müssen schneller sein und viel mehr tun, wenn wir das Virus besiegen wollen“, sagte er. Unter anderem gebe es noch immer keine koordinierten Handlungen aller Länder unter Führung der Weltgesundheitsorganisation WHO. Deren Richtlinien würden in vielen Teilen der Welt noch immer nicht beachtet. Die Welt stehe vor der größten Krise seit dem Zweiten Weltkrieg. Sie werde eine Rezession bringen, „die in der jüngsten Geschichte wahrscheinlich keine Parallele hat“, sagte Guterres.

31.3.2020, 20:03 Uhr – 101-Jährige in den Niederlanden vom Virus geheilt

Gute Nachrichten aus den Niederlanden: Dort ist eine 101-Jährige von einer Corona-Infektion genesen. Die Frau war für knapp zwei Wochen in ein Krankenhaus in Den Haag gekommen, das sie nun wieder verlassen konnte. Ältere Menschen gehören zur Risikogruppe, die üblicherweise von einer besonders hohen Sterblichkeit im Falle einer Infektion bedroht ist.

31.3.2020, 19:31 Uhr – Bayreuther Festspiele abgesagt

Die Bayreuther Festspiele werden in diesem Jahr wegen der Corona-Krise nicht stattfinden. Die nachfolgenden Festspieljahrgänge müssten dadurch umdisponiert werden, teilten die Festspiele mit. Die für diese Saison geplante Neuproduktion "Der Ring des Nibelungen" könne voraussichtlich erst im Jahr 2022 Premiere feiern. Die bereits für 2020 gekauften Karten blieben für die Festspiele 2021 gültig. Die Proben hätten jetzt beginnen sollen, die Festspiele am 25. Juli.

31.3.2020, 18:47 Uhr – 2.000 mehr Infizierte in Italien – Welle verlangsamt sich

In Italien wächst der Optimismus, dass ein Abebben der Coronavirus-Welle in Sicht kommen könnte: Die Zahl der Neuinfektionen stieg erneut nur moderat an. Allerdings blieb die Zahl der Toten innerhalb von 24 Stunden mit 837 weiter hoch. Es wurden gut 2.000 mehr Infizierte gemeldet. Damit wurden insgesamt 105.792 Menschen positiv getestet. Die Zahl der Toten kletterte auf 12.428, sie bleibt damit die höchste weltweit.

Der Präsident des nationalen Gesundheitsinstitutes ISS, Silvio Brusaferro, sagte: „Die Kurve der Neuinfektionen zeigt, dass wir ein Plateau erreicht haben. Die Maßnahmen, die der Staat ergriffen hat, zeigen Wirkung. Aber das Plateau zu erreichen, bedeutet nicht, dass das Ziel erreicht ist. Denn jetzt geht es darum, dass der Abstieg beginnt.“ In Italien gelten seit dem 10. März strenge Ausgangsbeschränkungen.

31.3.2020, 18:15 Uhr – Turkmenistan will das Wort Coronavirus nicht mehr erwähnen

Das autoritär geführte Turkmenistan in Zentralasien will offenbar das Coronavirus aus dem täglichen Sprachgebrauch verdrängen, notfalls auch mit Staatsgewalt. Das Wort sei bereits aus Informationsbroschüren der Behörden über die Krankheit gestrichen worden, berichteten mehrere unabhängige Medien. Selbst wer die Pandemie in Privatgesprächen erwähne, könne festgenommen werden. Die Organisation Reporter ohne Grenzen kritisierte, dass die staatlich kontrollierten Medien das Coronavirus nicht mehr erwähnen dürften. „Die Weigerung, Informationen herauszugeben, gefährdet die Menschen in Turkmenistan“, teilte die Organisation mit.

31.3.2020, 17:56 Uhr – Junge in Kenia wegen Ausgangssperre erschossen

Bei der Durchsetzung einer nächtlichen Ausgangssperre zur Eindämmung des Coronavirus in Kenia ist ein 13-jähriger Junge von der Polizei erschossen worden. Wie die kenianische Tageszeitung Daily Nation berichtete, hatten Polizisten am Montagabend in einem Slum der Hauptstadt Nairobi mit scharfer Munition geschossen, um Passanten zu zerstreuen. Dabei wurde der Junge von einer Kugel in den Unterleib getroffen. Die Eltern des Jungen berichteten der Zeitung, der Schüler habe auf dem Balkon gespielt, als ihn die Kugel traf. Er starb später im Krankenhaus. Der Polizeichef ordnete eine Untersuchung an.

31.3.2020, 17:37 Uhr – Obdachlosenheim in Lettland nach Infektionen unter Quarantäne

In einem Obdachlosenheim in Lettlands Hauptstadt Riga ist eine große Anzahl an Coronavirus-Infektionen aufgetreten. In dem Heim wurden 27 Fälle durch Test bestätigt. Infiziert sind sowohl Bewohner als auch Mitarbeiter. Das gesamte Heim mit 100 untergebrachten Menschen wurde für 14 Tage unter Quarantäne gestellt.

31.3.2020, 17:27 Uhr – EU warnt vor Falschnarichten

Im Kampf gegen Fake News rund am das Coronavirus nimmt EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen soziale Netzwerke wie Facebook in die Pflicht und warnt vor Falschmeldungen. "Die sozialen Medien müssen ihre Daten mit Faktencheckern und Wissenschaftlern teilen. Das würde helfen, gefährliche Gerüchte frühzeitig aufzuklären", sagte die CDU-Politikerin. Es gebe einen massiven Anstieg solcher Nachrichten. 

Auf einer Webseite der EU-Kommission können verdächtige Inhalte geprüft werden. „Vertrauen Sie dem gesunden Menschenverstand und journalistischer Sorgfalt in den Qualitätsmedien“, riet von der Leyen. „Desinformation kann Leben kosten.“

31.3.2020, 17:26 Uhr – Kassenärzte-Chef: Maskenpflicht ist Symbolpolitik

Der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, hält nichts von einer Maskenpflicht in der Corona-Krise. „Die Verpflichtung zum Tragen eines Mundschutzes ist reine Symbolpolitik“, sagte Gassen dem Handelsblatt. „Sie vermittelt eine trügerische Sicherheit, hilft aber so gut wie gar nicht.“ Höherwertige Masken wiederum, die tatsächlichen Infektionsschutz bieten, würden aufgrund ihrer Knappheit derzeit dringend für medizinisches Personal gebraucht. Gassen verwies außerdem darauf, dass neben der Tröpfchen- auch die Schmierinfektion über Oberflächen möglich sei. „Was hilft, ist Abstand und Hygiene.“

31.3.2020, 16:59 Uhr – Werksschließung bei VW bis 19. April verlängert

Volkswagen verlängert die Schließung der Werke seiner Kernmarke in Deutschland um weitere zehn Tage. Statt wie zuletzt geplant bis zum 9. April soll die Fertigung nun bis zum 19. April ausgesetzt bleiben. VW hat Kurzarbeit für Zehntausende Beschäftigte angezeigt.

31.3.2020, 16:15 Uhr – Russischer Arzt infiziert: Kontakt mit Putin

Einer der wichtigsten Corona-Ärzte in Russland, der erst kürzlich mit Präsident Wladimir Putin Kontakt hatte, ist positiv getestet worden. Der Leiter des Moskauer Kommunarka-Krankenhauses, Denis Prozenko, habe sich infiziert, berichteten staatliche Medien. Putin hatte das in der Behandlung von Corona-Patienten führende Krankenhaus vor wenigen Tagen noch besucht und sprach dabei auch mit Prozenko. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow sagte, es bestehe kein Grund zur Sorge: Putin lasse sich regelmäßig testen.

31.3.2020, 15:26 Uhr – Frau aus griechischem Flüchtlingslager positiv getestet

Eine Frau aus einem Flüchtlingslager in Griechenland ist nach der Geburt ihres Kindes positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Wie das Migrationsministerium in Athen mitteilte, lebt die Frau in einem Flüchtlingslager auf der Insel Euböa nördlich von Athen. Getestet wurde sie nach der Geburt in einem Krankenhaus der Hauptstadt.

Unklar ist derzeit, ob sie sich in der Frauenklinik oder in dem Flüchtlingslager angesteckt hat. Ein Virus-Test bei einem Mitbewohner der Frau fiel den Angaben zufolge negativ aus. Die Sorge ist groß, dass sich das Coronavirus auch in den völlig überfüllten Flüchtlingslagern in Griechenland ausbreiten könnte.

31.3.2020, 15:15 Uhr – Scholz: „Patient Wirtschaft“ muss gut durchkommen

Die Bundesregierung will bei ihrem Hilfspaket in der Corona-Krise nachlegen - um Jobs zu sichern und Innovationen in Deutschland zu halten. Finanzminister Olaf Scholz (SPD) sagte bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) in München, die Regierung werde fortlaufend dafür sorgen, „dass der Patient Wirtschaft gewissermaßen gut durch diese Situation kommt“. Er kündigte zudem schnelle Finanzhilfen für Start-ups an: Zusätzlich zu den bestehenden Programmen sollten sie mit zwei Milliarden Euro unterstützt werden. Neue Hilfen könnte es auch für den Mittelstand geben.

31.3.2020, 15:13 Uhr – RKI-Chef: Allgemeine Mundschutzpflicht ist unnötig

Bayern Ministerpräsident Markus Söder (CSU) äußert sich skeptisch über die Option einer Atemschutzmasken-Pflicht in Supermärkten nach dem Vorbild Österreichs. Die Masken würden vordringlich im Gesundheitsbereich benötigt, sagt er. Eine allgemeine Pflicht zum Tragen von Atemschutzmasken in der Öffentlichkeit könne den Engpass verschärfen und zu Hamsterkäufen führen.

Der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, sagte in Berlin, bei mit dem Coronavirus Infizierten sei das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes „sinnvoll“, um andere Menschen vor einer Ansteckung zu schützen. Eine Mundschutzpflicht hält aber auch er für unnötig.

31.3.2020, 14:28 Uhr – DFL verlängert Fußballpause

Die Zwangspause in der Bundesliga und der 2. Liga verlängert sich wie erwartet bis mindestens 30. April. Einen entsprechenden Vorschlag des DFL-Präsidiums beschlossen die Chefs der 36 Profiklubs bei der ersten virtuellen Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga (DFL) einstimmig. Der Spielbetrieb in der Bundesliga und der 2. Liga ist wegen der Corona-Pandemie seit dem 12. März und damit erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg ausgesetzt. Der nun ausgeweiteten Unterbrechung fallen die Spieltage Nummer 28 bis 31 zum Opfer.

31.3.2020, 13:51 Uhr – Scholz will Produzenten von Schutzmasken helfen

Der Bund will Unternehmen in Deutschland, die wegen der Corona-Krise kurzfristig in die Produktion von Schutzmasken einsteigen, vor finanziellen Risiken schützen. „Wir brauchen hierzulande eigene Produktionen, die wir jedenfalls für diese Zeit auf den Weg bringen müssen“, sagte Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD). Es gebe bereits eine ganze Reihe von Herstellern, die zur Maskenproduktion bereit seien. „Das kann jetzt ganz schnell geschehen, und wir sind dabei, das mit großem Nachdruck umzusetzen.“

Im Gegenzug gebe der Bund „Finanzzusagen, die erforderlich sind, damit Unternehmen jetzt gewissermaßen in das Risiko gehen, ihre Produktion umstellen und Dinge herstellen, die sie vielleicht nicht ewig herstellen werden“, so Scholz. Er habe dies bereits mit Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) besprochen. Darüber hinaus kooperiere die Bundesregierung beim Einkauf von Schutzausrüstungen inzwischen auch mit weltweit agierenden Unternehmen, damit die Beschaffung verbessert werde.

31.3.2020, 12:25 Uhr – Zwölfjährige in Belgien gestorben

In Belgien ist ein zwölfjähriges Mädchen an Covid-19 gestorben. „Das ist ein sehr seltener Fall, aber er erschüttert uns sehr“, sagte der für die Corona-Pandemie zuständige Behördensprecher in Brüssel. Demnach hatte das Kind zuvor drei Tage lang Fieber gehabt. In Belgien stieg die Zahl der offiziell bestätigten Infizierten nach offiziellen Angaben auf 12.775; mehr als 700 Menschen starben – über 90 Prozent von ihnen waren älter als 65 Jahre.

31.3.2020, 10:07 Uhr – Airbnb: Bis Ende Mai kostenlos stornieren

Die Vermittlungsplattform Airbnb kommt von der Corona-Krise betroffenen Reisenden weiter entgegen: Bis Ende Mai gebuchte Unterkünfte können kostenlos storniert werden. Die bisherige Ausnahmeregelung galt nur bis Mitte April. Zugleich macht Airbnb 250 Millionen Dollar locker, um Vermieter für die Ausfälle zumindest teilweise zu entschädigen, wie die Firma aus San Francisco ankündigte.

31.3.2020, 9:16 Uhr – Armutsforscher fordern Rettungsschirm

Der Armutsforscher Christoph Butterwegge hat höhere Hartz-IV-Sätze gefordert und vor einer „Verelendung“ in Teilen der Gesellschaft gewarnt. „Von den Rettungspaketen für die Unternehmen kommt im Kellergeschoss der Gesellschaft wenig an“, sagte der Kölner Politikwissenschaftler dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Die Corona-Krise wirke „sich nicht allein auf die Immunschwachen, sondern auch auf die Einkommensschwachen fatal aus. Tafeln schließen und Bettler bekommen nichts mehr, weil die Straßen leer gefegt sind und alle eine Infektion fürchten. Damit wird die ohnehin brüchige Lebensgrundlage der Ärmsten vollends zerstört.“

Butterwegge betonte: „Werden für die Allerärmsten, Obdachlosen, Drogenabhängigen und Transferleistungsbezieher keine Rettungsschirme aufgespannt, kann es in dieser Personengruppe zu einer seit der unmittelbaren Nachkriegszeit nie mehr gekannten Verelendung kommen.“

31.3.2020, 8:13 Uhr – Jena plant Mundschutzpflicht

Die Stadt Jena hat angekündigt, eine Mundschutzpflicht einzuführen. „In einer Woche soll das Tragen eines Mund-und-Nasen-Schutzes in Jenaer Verkaufsstellen, dem öffentlichen Nahverkehr und Gebäuden mit Publikumsverkehr verpflichtend werden“, teilte die Stadt mit. Die Maßnahme sei vom Fachdienst Gesundheit angemahnt worden. Ziel sei es, die Sicherheit des Personals im öffentlichen Leben zu erhöhen. Neben Masken seien auch Tücher oder Schals als Schutz möglich, wenn sie Nase und Mund bedeckten.

31.3.2020, 7:28 Uhr – Experten warnen vor psychischer Belastung

Die psychische Belastung der Bundesbürger durch die Coronavirus-Pandemie ist nach Ansicht von Experten in Krisenplänen noch nicht ausreichend berücksichtigt. „Die Fachleute müssen sich darauf einstellen, dass sowohl eine Welle von Gesunden kommen wird, die plötzlich Ängste hat, die behandelt werden müssen – als auch auf die Verschlechterung der Symptomatik von bereits psychisch Erkrankten“, sagte die Berliner Psychiaterin Iris Hauth, Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde.

In China hätten sich Krisentelefone als hilfreich erwiesen. Bereits psychisch erkrankte Menschen benötigten weitergehende Hilfen wie zum Beispiel Video-Sprechstunden. Der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) hat bereits eine anonyme und kostenlose Corona-Hotline geschaltet. Die aktuelle Situation löse Unsicherheit und Befürchtungen aus, hieß es vom Verband. Die Hotline mit der Nummer 0800 777 22 44 sei täglich von 8 bis 20 Uhr geschaltet.

31.3.2020, 4:30 Uhr – Trump: Einreisestopp für Europäer soll verlängert werden

Der zunächst auf einen Monat begrenzte Einreisestopp der USA für Besucher aus Europa zur Bekämpfung des Coronavirus soll nach Angaben von US-Präsident Donald Trump verlängert werden. Diese und ähnliche Beschränkungen würden in Kraft bleiben und möglicherweise sogar verschärft werden, sagte er bei einer Pressekonferenz im Rosengarten des Weißen Hauses. Trump ließ offen, bis wann der Einreisestopp, der eigentlich Mitte April auslaufen sollte, andauern soll. Die USA sind gemessen an der Zahl der bestätigten Infektionen inzwischen weltweit am schwersten von der Coronavirus-Pandemie betroffen.

31.3.2020, 4:21 Uhr – Wohnungslosenhilfe warnt vor Corona-Ausbreitung bei Obdachlose

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe warnt vor einer erhöhten Corona-Ausbreitung unter Obdachlosen und Helfern in Hilfsorganisationen. Geschäftsführerin Werena Rosenke sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, viele Obdachlose gehörten ohnehin zur Risikogruppe, weil sie an Krankheiten leiden. Sie forderte, dass Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe besser ausgestattet werden sollten – zum Beispiel mit Gesichtsmasken, Desinfektionsmitteln, Seife und Schutzkleidung.

31.3.2020, 2:05 Uhr: Pflegebevollmächtigter: „Angehörige müssen sterbende Heimbewohner begleiten können“

Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, verlangt, dass Angehörige sterbende Bewohner von Pflegeheimen auch in der Corona-Krise begleiten dürfen. Westerfellhaus sagte der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, es müsse möglich sein, dass Familienmitglieder die Hand eines sterbenden Elternteils halten könnten, wenn sie etwa dabei Handschuhe trügen. Hier sei die Menschenwürde berührt. Westerfellhaus wandte sich deshalb gegen pauschale Besuchsverbote in den Pflegeheimen, die die Betroffenen allein ließen. Nur weil Pflegebedürftige eine besonders gefährdete Personengruppe seien, könne man sie nicht einfach entrechten und wegsperren.

30.3.2020, 22:45 Uhr – US-Autokonzerne: 50.000 Beatmungsgeräte in 100 Tagen

Der Autokonzern Ford hat angekündigt, zusammen mit General Electric in den kommenden 100 Tagen 50.000 Beatmungsgeräte zu fertigen. Danach werde man in der Lage sein, 30.000 weitere Geräte pro Monat zu bauen. Es solle fast rund um die Uhr in drei Schichten gearbeitet werden.

30.3.2020, 20:57 Uhr – Ausgangssperre in Italien soll bis Ostern andauern

Die vor drei Wochen angeordnete landesweite Ausgangssperre in Italien soll bis Ostern verlängert werden. Sie werde noch mindestens bis zum 12. April gelten, teilte Gesundheitsminister Roberto Speranza mit. Damit wolle die Regierung der Empfehlung ihres wissenschaftlichen Beratergremiums folgen, alle Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie aufrechtzuerhalten.

30.3.2020, 20:36 Uhr – Über 3.000 Tote in Frankreich

In Frankreich ist die Zahl der gestorbenen Corona-Infizierten am Montag auf mehr als 3.000 angestiegen. Innerhalb von 24 Stunden wurden 418 weitere Todesfälle verzeichnet, wie die Behörden am Montag mitteilten. Mehr als 5.000 Menschen befänden sich auf Intensivstationen, hieß es weiter. Weltweit sind bislang über

Insgesamt seien aktuell fast 21.000 Covid-19-Patientinnen und -Patienten im Krankenhaus. Rund 34 Prozent der schwer Erkrankten seien jünger als 60 Jahre, sagte Gesundheitsdirektor Jérôme Salomon. Insgesamt zählt Frankreich 44.550 bestätigte Infektionen.

30.3.2020, 19:40 Uhr – Auch dritter Coronavirus-Test bei Kanzlerin Merkel negativ

Bei Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist weiter keine Ansteckung mit dem Coronavirus nachzuweisen. "Der dritte Test bei Bundeskanzlerin Merkel auf das Coronavirus ist ebenfalls negativ ausgefallen", teilt ein Regierungssprecher mit. "Die Bundeskanzlerin wird auch in den nächsten Tagen die Dienstgeschäfte aus ihrer häuslichen Quarantäne wahrnehmen."

30.3.2020, 19:05 Uhr – Erntehelfer sollen systemrelevant werden

Die EU-Kommission will, dass Erntehelfende und Altenpflegende als systemrelevant eingestuft werden. Dadurch sollen sie an den innereuropäischen Grenzen möglichst freie Fahrt bekommen - ähnlich wie Ärzte, Feuerwehrleute, Polizisten oder Lastwagenfahrer.

Nach Angaben der Brüsseler Behörde sollen für all diese Berufsgruppen an der Grenze spezielle Schnellverfahren eingeführt werden. Dabei soll es aber trotzdem auch verhältnismäßige Gesundheitschecks geben. Wegen der Einführung von Grenzkontrollen und Reisebeschränkungen in der Corona-Krise klagen unter anderem Bauern über Personalprobleme. Sie beschäftigen zahlreiche Saisonarbeiter aus Osteuropa. Auch mehrere Hunderttausend Pflegekräfte aus den östlichen EU-Staaten arbeiten in westlichen Mitgliedsländern.

30.3.2020, 18:45 Uhr – Neuinfektionen in Italien gehen offenbar zurück

In Italien deuten die offiziellen Zahlen auf einen deutlichen Rückgang der Neuerkrankungen hin. Das Katastrophenschutz-Ministerium meldet 101.739 Fälle, ein Anstieg von 4.050 - der niedrigste Wert seit dem 17. März. Am Sonntag waren 5.217 neue Fälle gemeldet worden. Allerdings stieg die Zahl der Toten am Montag um 812 auf 11.591, weiter die höchste Zahl weltweit.

Ein Experte der Weltgesundheitsorganisation sagte kurz vor der Veröffentlichung der Zahlen, die Lage in Italien könnte sich bald stabilisieren. Die heute registrierten Fälle spiegelten die Lage von vor zwei Wochen wieder, sagte Mike Ryan.

30.3.2020, 18:29 Uhr – WHO gegen allgemeines Mundschutztragen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus keinen Nutzen im allgemeinen Mundschutztragen. Es gebe keinerlei Anzeichen dafür, dass damit etwas gewonnen wäre, sagte der WHO-Nothilfedirektor Michael Ryan am Montag in Genf. Vielmehr gebe es zusätzliche Risiken, wenn Menschen die Masken falsch abnehmen und sich dabei womöglich infizieren. "Unser Rat: wir raten davon ab, Mundschutz zu tragen, wenn man nicht selbst krank ist»", sagte Ryan.

Österreich hatte am Montag angekündigt, Mundschutz beim Einkaufen zur Pflicht zu machen. Die Masken sollen an den Eingängen der Läden ausgeteilt werden.

30.3.2020, 18:12 Uhr – China schickt Frankreich zehn Millionen Atemschutzmasken

Frankreich hat rund zehn Millionen Atemschutzmasken aus China erhalten. Ein Frachtflugzeug mit den Masken und anderer medizinischer Ausrüstung landete am Montag auf dem Flughafen von Vatry rund 150 Kilometer östlich der Hauptstadt Paris, wie die Präfektur Marne mitteilte. Bereits am Wochenende hatte Frankreich eine erste Lieferung mit mehr als fünf Millionen Masken aus China erhalten.

30.3.2020, 17:37 Uhr – 187 bestätigte Infektionen bei der Bundeswehr

Die Zahl der Corona-Infektionen in der Bundeswehr ist einem Bericht zufolge deutlich angestiegen. Der Sanitätsdienst gehe von 187 bestätigten Infizierungen und 767 begründeten Verdachtsfällen aus, berichteten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Gegenüber dem vergangenen Freitag habe es einen Anstieg von 36 Infektionen und 41 Verdachtsfällen gegeben. Den ersten bestätigten Fall eines infizierten Soldaten hatte es Ende Februar gegeben.

30.3.2020, 17:02 Uhr – Krankhausschiff „USNS Comfort“ erreicht New York

Im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie ist ein Krankenhausschiff der US-Marine in New York angekommen. Die 272 Meter lange „USNS Comfort“ erreichte am Montag den Hafen der Millionenmetropole. Das schwimmende Krankenhaus mit tausend Krankenbetten und zwölf Operationssälen soll die New Yorker Kliniken entlasten.

Der Bundesstaat New York und die gleichnamige Großstadt sind besonders schwer von der Pandemie betroffen. Dort wurden mehr als 60.000 Infektionsfälle bestätigt - das ist fast die Hälfte aller Infektionen landesweit.

30.3.2020, 16:20 Uhr – 300 Deutsche aus Österreichs Quarantänegebieten zur Grenze gebracht

In einer ungewöhnlichen Rückholaktion hat die deutsche Botschaft in Wien mehr als 300 Deutschen die Heimreise aus österreichischen Quarantänegebieten ermöglicht. Die meisten von ihnen arbeiteten in der Tourismusbranche am Arlberg oder im Paznauntal. Seit dem 13. März saßen sie dort fest, weil die österreichischen Gemeinden unter Quarantäne gestellt worden waren. Da die Quarantäne-Maßnahmen bis zum 13. April verlängert wurden, setzte sich die deutsche Botschaft bei der österreichischen Regierung für eine vorzeitige Ausreise ein.

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30.3.2020, 15:44 Uhr – 36 Infizierte in Pflegezentrum Stutensee (Kreis Karlsruhe)

In zwei Seniorenzentren in Stutensee (Landkreis Karlsruhe) sind aktuell 36 Bewohner und Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. In den Einrichtungen sind entsprechende Vorkehrungen getroffen worden.

Niedersachsen hat nach dem Tod mehrerer Pflegebedürftiger in Wolfsburg einen Aufnahmestopp für Pflegeheime angeordnet. Das sagte Sozialministerin Carola Reimann (SPD) in Hannover. Ausgeschlossen seien nur Fälle, in denen neue Bewohner für 14 Tage in Quarantäne kommen könnten.

30.3.2020, 14:51 Uhr – Pfleger und Ärzte aus Süditalien wollen Kollegen im Norden helfen

Mehr als 16.000 Ärzte und Pflegekräfte aus Mittel- und Süditalien haben sich freiwillig gemeldet, um ihre Kollegen im Norden des Landes zu unterstützen. Italiens Minister für regionale Angelegenheiten, Francesco Boccia, hatte dazu vor mehr als einer Woche aufgerufen. Nach Medienberichten sind die ersten 300 Freiwilligen bereits in Bergamo eingetroffen, um ihren überlasteten und erkrankten Kollegen zu helfen. In Norditalien sind mittlerweile mehr als 6.400 Mitarbeiter im Gesundheitswesen mit dem Coronavirus infiziert. 51 Ärzte sind bereits an der Krankheit gestorben.

30.3.2020, 14.45 Uhr – Bund: Inzwischen 20 Millionen Schutzmasken ausgeliefert

Für den Kampf gegen das Coronavirus sind über den Bund inzwischen 20 Millionen dringend benötigte Atemschutzmasken beschafft worden. Sie wurden an Länder und Kassenärztliche Vereinigungen für die Verteilung an Kliniken, Praxen und Pflegeheime ausgeliefert, wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums sagte. Die Beschaffung von Schutzausrüstung laufe weiter. Auch Unternehmen anderer Branchen hätten mittlerweile umgestellt und produzierten Masken, darunter etwa in der Textilindustrie.

30.3.2020, 14.30 Uhr – Neuer Termin für Olympische Spiele festgelegt

Die Olympischen Sommerspiele in Tokio sollen im kommenden Jahr am 23. Juli eröffnet werden. Darauf haben sich das Internationale Olympische Komitee, die Stadt Tokio und der japanische Staat geeinigt, berichten japanische Medien. Die Sommerspiele fallen dieses Jahr wegen der Coronavirus-Pandemie aus.

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30.3.2020, 12:37 Uhr – Bayern verlängert Ausgangsbeschränkungen

Die Ausgangsbeschränkungen in Bayern, die seit dem 21. März wegen der Corona-Pandemie gelten, werden bis zum Ende der Osterferien am 19. April verlängert. Das sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Man plane zur Zeit nicht, die Einschränkungen zu verschärfen. Eine Diskussion über ein Ende der Maßnahmen komme aber zur Unzeit. Die Lage sei weiter sehr, sehr ernst. Bayern sei zusammen mit Baden-Württemberg am stärksten von der Pandemie betroffen.

30.3.2020, 12:01 Uhr – 175.000 Deutsche aus dem Ausland geholt

Rund 200.000 Deutsche waren wegen der Coronavirus-Pandemie im Ausland gestrandet, 175.000 sind mittlerweile zurückgeholt worden. Das teilte Außenminister Heiko Maas (SPD) auf Twitter mit. „Diejenigen, die noch im Ausland sind, bitten wir weiter um Geduld“, schrieb er dazu.

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Probleme bereitet derzeit vor allem Neuseeland, wo noch mehr als 10.000 Deutsche festsitzen. Nach einem ersten Rückholflug am Samstag untersagte die neuseeländische Regierung weitere geplante Flüge bis einschließlich Dienstag.

30.3.2020, 11:51 Uhr – Schutzmaskenpflicht in Österreich bei Einkäufen

Österreich will in Kürze eine Schutzmaskenpflicht einführen. Die Masken sollen ab Mittwoch an den Eingängen der Supermarktketten verteilt werden und müssten dann verpflichtend getragen werden, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz. Mittelfristig solle der Mund- und Nasenschutz überfall dort getragen werden, wo man an Menschen vorbeigehe.

30.3.2020, 11:42 Uhr – Verschärfte Ausgangssperre in Spanien erst ab morgen

Die Verschärfung der Ausgangssperre in Spanien tritt erst am Dienstag voll in Kraft. Am Montag dürften die betroffenen Personen und Unternehmen „die letzten unbedingt erforderlichen Arbeiten“ zur Einstellung der Aktivitäten erledigen, heißt in dem veröffentlichten Dekret. Gemäß der Anordnung müssen alle Arbeitnehmer, die in nicht wesentlichen Sektoren tätig sind, bis zum 9. April zu Hause bleiben. Betroffen sind vor allem der Bausektor und weite Teile der Industrie. Die betroffenen Arbeitnehmer sollen ihr Gehalt weiterhin beziehen und die nicht geleisteten Stunden zu einem späteren Zeitpunkt nachholen. Ursprünglich sollte der „Winterschlaf“, wie die Finanzministerin María Jesús Montero sich ausdrückte, am Montag beginnen.

30.3.2020, 11:16 Uhr – Wirtschaftsweise erwarten schwere Rezession

Die Wirtschaftsweisen halten eine schwere Rezession in Deutschland durch die Folgen der Coronavirus-Krise für unvermeidbar. Die deutsche Wirtschaft werde 2020 deutlich schrumpfen, heißt es in einem Sondergutachten des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Im schlimmsten Fall werde das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 5,4 Prozent im Gesamtjahr einbrechen. Bei einer kürzeren Dauer der Einschränkungen und einer schnellen Erholung der Wirtschaft könnte das BIP auch nur um 2,8 Prozent zurückgehen.

Zur Frage danach, welche Branchen besonders betroffen seien, sagte Lars P. Feld dem SWR, dass besonders die Bereiche mit Publikumsverkehr unter dem Shutdown litten, also der Einzelhandel, das Gastgewerbe, die Reisebranche oder das Transportgewerbe.

30.3.2020, 9:18 Uhr – Fast 480 Todesfälle in Deutschland

Die Gesundheitsbehörden der Bundesländer melden zusammen 476 Todesfälle durch Covid-19. Mit dem Coronavirus infiziert sind demnach 59.596 Menschen. Das Robert-Koch-Institut meldet 57.298 Infektionsfälle und 455 Tote, jedoch kommen dessen Zahlen mit einiger Verspätung raus.

30.3.2020, 9:12 Uhr – Kurzarbeit bei jeder vierten Firma erwartet

Einer Prognose des Ifo-Instituts zufolge wird die Kurzarbeit in der deutschen Industrie wird bald drastisch steigen. 25,6 Prozent aller Firmen erwarten in den kommenden drei Monaten Kurzarbeit, wie die Wirtschaftsforscher unter Berufung auf eine Unternehmensumfrage mitteilten. Das ist der höchste Stand seit 2010. Vor drei Monaten lag der Anteil noch bei 15,3 Prozent. Überdurchschnittlich betroffen sind demnach die Schlüsselbranchen Automobile (41 Prozent), Maschinenbau (33 Prozent) und Elektro (32 Prozent).

30.3.2020, 6:59 Uhr – Städtetag hat Verständnis für weiterhin strikte Beschränkungen

Der Deutsche Städtetag hat verständnisvoll auf die Einschätzung des Kanzleramts reagiert, dass vor dem 20. April die Beschränkungen in der Coronavirus-Krise nicht gelockert werden. Städtetagspräsident Burkhard Jung machte aber auch deutlich, dass Deutschland den Ausnahmezustand nicht monatelang durchhalten werde.

Er könne die Aussage von Kanzleramtschef Helge Braun gut verstehen, sagte der Leipziger Oberbürgermeister der Deutschen Presse-Agentur. „Der Erfolg der Maßnahmen zeigt sich nicht nach ein oder zwei Wochen.“ Es brauche genügend Zeit, um das Gesundheitssystem besser vorzubereiten. Gesundheit und Menschenleben zu retten habe nun Priorität.

Dennoch müsste sich die Regierung jetzt auch Gedanken über eine „stufenweise Rückkehr zur Normalität“ machen, hieß es. Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft und Sport hingegen heizen die Lockerungsdebatte weiter an, Expertinnen und Experten aus der Gesundheitsbranche warnen vor überstürztem Handeln.

30.3.2020, 5:02 Uhr – Integrationsbeauftragte für Lockerung des Arbeitsverbots für Asylbewerberinnen und -bewerber

Die Integrationsbeauftragte Annette Widmann-Mauz (CDU) fordert eine Lockerung des Arbeitsverbots für Asylbewerberinnen und -bewerber und Geduldete. So sollen krisenbedingte Personalengpässe in einigen Branchen abgefedert werden. „Jetzt wird jede helfende Hand gebraucht. Deshalb ist es richtig, wenn wir jetzt Asylbewerbern und Geduldeten befristet ermöglichen, als Erntehelfer oder in der Lieferkette zu arbeiten·, sagte Widmann-Mauz dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Die Beauftragte der Bundesregierung fügte hinzu, Arbeitsverbote passten nicht in die aktuelle Situation. Ohnehin sei es derzeit schwer, Rückführungen durchzuführen.

30.3.2020, 2:58 Uhr – Mehr als 1.000 Tote in New York

Im US-Staat New York sind mittlerweile mehr als 1000 Menschen nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Allein in der Metropole New York City wurden bis Sonntagabend 776 Todesfälle durch die Lungenkrankheit Covid-19 bestätigt. In anderen Teilen von New York starben mindestens 250 Menschen. Am 1. März war in New York der erste Corona-Fall registriert worden, am 10. März gab es den ersten bekannten Todesfall, nur 19 Tage später war am Sonntag die Marke von 1000 Toten erreicht. Landesweit sind in den USA mehr als 2400 Tote bestätigt.

US-Präsident Donald Trump sagte gestern, er werde die Richtlinien zur Verlangsamung der Ausbreitung des Coronavirus bis zum 30. April verlängern. Ursprünglich hatte er die Maßnahmen bis zum Osterwochenende vorgesehen. Trump fügt hinzu, dass die Todesfälle durch das Coronavirus um Ostern herum ihren Höhepunkt erreichen könnten.

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Trump wirft außerdem Krankenhäusern vor, Beatmungsgeräte zu horten. „Wir haben einige Mitarbeiter im Gesundheitswesen, einige Krankenhäuser, die Geräte, einschließlich Beatmungsgeräte, bunkern“, sagte Trump im Weißen Haus. „Sie müssen diese Beatmungsgeräte freigeben – vor allem Krankenhäuser, die sie nie benutzen werden.“ Trump, dessen Kritiker ihm vorwerfen, er versuche, die Schuld über seinen Umgang mit der Krise abzuwälzen, nennt keine Beweise, um seinen Vorwurf zu untermauern. Unklar bleibt auch, auf welche medizinischen Einrichtungen er sich bezieht.

30.3.2020, 00:11 Uhr – Langsamerer Anstieg der Neuinfektionen in Italien

In Italien verlangsamt sich die Zunahme der Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Die Gesamtzahl der Infizierten erhöhte sich um 5.217 auf 97.689, wie der Zivilschutz am Sonntag mitteilte. Das ist der geringste Anstieg von Neuinfektionen seit Mittwoch. Bislang hat die Coronavirus-Pandemie offiziellen Angaben zufolge 10.779 Todesopfer in Italien gefordert. Die Behörde erklärte, dass in den vergangenen 24 Stunden 756 neue Todesfälle hinzugekommen seien.

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus droht dem südeuropäischen Land dennoch eine Verlängerung der Ausgangssperre. „Die Maßnahmen, die am 3. April auslaufen, werden unweigerlich verlängert“, sagte der Minister für regionale Angelegenheiten, Francesco Boccia. Ministerpräsident Giuseppe Conte werde die Entscheidung darüber anhand von medizinischen und wissenschaftlichen Daten treffen. In italienischen Medienberichten ist von einer Verlängerung um weitere zwei Wochen bis zum 18. April die Rede.

29.3.2020, 22:37 Uhr – Aufnahmestopp am Klinikum Wolfsburg wegen Corona-Infektion

Das Klinikum Wolfsburg nimmt aufgrund von Corona-Infektionsfällen unter den Mitarbeitern bis auf wenige Ausnahmen keine neuen Patienten mehr auf. Diese werden auf umliegende Krankenhäuser verteilt, wie die Stadt mitteilte. Davon ausgenommen seien die Notaufnahme der Kinderklinik und der Kreißsaal, wie eine erste „intensive Analyse der Situation§ ergeben habe. Zuvor hieß es zudem, dass ab sofort keine Besuche mehr erlaubt seien, „auch nicht die bisherigen Ausnahmen“.

Die Stadt hat stark mit der Coronavirus-Pandemie zu kämpfen. In einem Wolfsburger Alters- und Pflegeheim sind insgesamt 15 Menschen nach einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Ähnlich wie in dem Heim, in dem überwiegend Demenzkranke leben, werden auch im Klinikum die Vorsichtsmaßnahmen weiter verschärft. Das gesamte Klinikpersonal arbeite „ab sofort im Vollschutz“, hieß es von der Stadt: „Die Patienten werden so verteilt, dass nur noch ein Patient pro Zimmer liegt.“ Über das weitere Vorgehen soll entschieden werden, wenn die Testergebnisse von Personal und Patienten vorliegen, die für Montagabend erwartet werden.

29.3.2020, 21:01 Uhr – Das Leid der indischen Tagelöhner

Seit Mittwoch gilt für die 1,3 Milliarden Einwohner Indiens eine Ausgangssperre. Für Millionen Tagelöhner in den Metropolen haben die Ausgangsbeschränkungen drastische Auswirkungen.

29.3.2020, 20:51 Uhr – Russland erwägt auch in Zukunft Videokonferenzen statt Gipfeltreffen

Der Kreml hält Videokonferenzen von Staats- und Regierungschefs auch in Zukunft für eine denkbare Alternative. Sprecher Dmitri Peskow lobte im russischen Staatsfernsehen dieses Format: „Es ist praktisch, es ist schnell, es ist nicht so kostspielig wie große Gipfeltreffen.“

Virtuelle Treffen könnten deshalb auch für andere Zusammenkünfte genutzt werden. Sie böten sich vor allem mit Blick auf die Corona-Pandemie an, sagte Peskow. Die G20-Länder hatten sich am Donnerstag zusammengeschaltet, um per Videokonferenz über gemeinsame Schritte zur Eindämmung der Pandemie zu beraten.

29.3.2020, 20:29 Uhr – Frankreich meldet 2.606 Tote

Die französischen Behörden melden nun 2.606 Tote durch Covid-19 - das sind 292 mehr als am Vortag. Die Zahl der Infizierten wird mit mehr als 40.000 Menschen angegeben. Diese Zahlen sind nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters unvollständig. Demnach werden bisher nur Tote in Krankenhäusern gezählt. In der kommenden Woche sollen dann auch Covid-19-Opfer aus Alten- und Pflegeheimen erfasst werden, was die offiziellen Zahlen sprunghaft steigen lassen dürfte.

Aus Ostfrankreich wurden heute erneut Patienten in andere Regionen gebracht, weil die Krankenhäuser im Osten überlastet sind.

29.3.2020, 18:46 Uhr – Italien: 10.779 Tote und mehr als 97.000 Infizierte

In Italien ist die Zahl der Corona-Infizierten deutlich gestiegen – innerhalb von 24 Stunden von 92.472 auf 97.689. Das ist der geringste Anstieg von Neuinfektionen seit Mittwoch. Mehr als 3900 Patienten liegen auf der Intensivstation. Wie der Zivilschutz mitteilte, erhöhte sich die Zahl der Toten um 756 auf 10.779 Menschen. Mehr als 13.000 Menschen in Italien sind wieder genesen.

29.3.2020, 18:13 Uhr – Bußgelder für Verstöße in Baden-Württemberg

Nach Rheinland-Pfalz hat jetzt auch Baden-Württemberg festgelegt, welche Bußgelder bei Verstößen gegen die Coronavirus-Regeln fällig werden. Wer sich zum Beispiel mit mehr als einer Person draußen aufhält, die nicht zur Familie gehört oder im gleichen Haushalt lebt, soll mindestens 100 Euro zahlen. Für Betriebe, die unerlaubt öffnen, werden bis zu 5.000 Euro fällig. Bei wiederholten Verstößen drohen Strafen von bis zu 25.000 Euro.

29.3.2020, 17:58 Uhr – Katastrophale Zustände im Lager Moria

Zehntausende Menschen leben im griechischen Flüchtlingslager Moria auf engsten Raum, die hygienischen Bedingungen sind miserabel. Die Lage auf Lesbos wird wegen der Corona-Pandemie immer kritischer.

29.3.2020, 17:57 Uhr Charité: Unbedingt melden bei Verdacht auf Herzinfakt oder Schlaganfall

Die Berliner Universitätsklinik Charité hat Herzinfarkt- und Schlaganfallpatienten gemahnt, beim Auftreten von Symptomen den Notruf zu wählen oder ein Krankenhaus aufzusuchen. Das Klinikum verzeichne seit Beginn der Corona-Pandemie einen Rückgang von Schlaganfall- und Herzinfarktpatienten, teilte die Charité mit. Diese Beobachtung werde auch in anderen deutschen Bundesländern und weiteren europäischen Regionen gemacht.

Die Vermutung liege nahe, dass Verunsicherung herrsche, ob Patienten in der aktuellen Situation eine Klinik aufsuchen sollten. Dabei schwinge oft auch die Angst vor Ansteckung mit. Schlaganfall- und Herzinfarkterkrankungen müssten aber unverzüglich im Krankenhaus behandelt werden.

29.3.2020, 17:24 Uhr – Bahnverbindungen zwischen Schweiz und Italien eingestellt

Die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) haben den grenzüberschreitenden Reiseverkehr von und nach Italien eingestellt. Grund seien Anordnungen der italienischen Behörden, teilte die SBB mit. Neben dem grenzüberschreitenden Regionalverkehr sind drei EC-Züge betroffen: Die Strecke Basel-Brig-Mailand, Genf-Brig-Mailand und Zürich-Mailand. Der Güterverkehr ist von den Einschränkungen nach SBB-Angaben nicht betroffen.

29.3.2020, 16:16 Uhr – Olympia in Tokio ab dem 23. Juli?

Der neue Termin für die Olympischen Spiele in Tokio ist offenbar gefunden. Nach Informationen der New York Times und des japanischen Senders NHK sollen die Sommerspiele nun vom 23. Juli bis 8. August 2021 ausgetragen werden. Die paralympischen Spiele sollen demnach vom 24. August bis 5. September stattfinden.

29.3.2020, 15:47 Uhr – In Norwegen sollen auch offenbar Gesunde getestet werden

In Norwegen sollen künftig auch Menschen ohne Symptome getestet werden. Das meldet der Rundfunksender NRK. Dadurch wollen die Gesundheitsbehörden ein umfassenderes Bild der Zahl der Coronavirus-Infektionen erhalten. Derzeit werde abgeklärt, wie dies durchgeführt und finanziert werden solle, sagte ein Vertreter des nationalen Gesundheitsinstituts dem Sender. Bis Sonntag wurden in Norwegen nach Behördenangaben rund 4100 Infektionen nachgewiesen.

29.3.2020, 15:29 Uhr – Mehr als 10.000 Infizierte in den Niederlanden

In den Niederlanden hat die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle die Marke von 10.000 durchbrochen - ein Plus von 1.104 im Vergleich zum Vortag. Der Anstieg habe sich etwas verlangsamt, teilte das Gesundheitsministerium mit. Insgesamt sind in den Niederlanden 771 Menschen an den Folgen einer Infektion gestorben.

29.3.2020, 14:52 Uhr – Bund und Länder ermöglichen schnelle Finanzhilfen

Bund und Länder haben eine Verwaltungsvereinbarung beschlossen, um kleineren Firmen und Solo-Selbstständigen zu helfen. Dadurch können die Länder die Bundesmittel ab Montag abrufen, um Zuschüsse schnell und unbürokratisch auszuzahlen, teilten das Finanz- sowie das Wirtschaftsministeriummit.

Durch die Coronavirus-Krise in wirtschaftliche Schwierigkeiten geratene Firmen mit bis zu fünf Beschäftigten bekommen eine Einmalzahlung von 9.000 Euro für drei Monate, Firmen mit bis zu zehn Beschäftigten 15.000 Euro.

29.3.2020, 14:08 Uhr – Mehr als 400 Tote in Deutschland

Mehr als 400 Menschen sind in Deutschland bislang an den Folgen des Coronavirus gestorben. Nach Angaben der Gesundheitsbehörden der Länder starben – Stand Sonntagmittag – 429 Menschen. Die Behörden verzeichneten fast 57.000 nachgewiesene Infektionsfälle, davon 10.819 in Baden-Württemberg und 2.545 in Rheinland-Pfalz.

29.3.2020, 14:00 Uhr – Neuer Termin für Olympia im Juli 2021

Für die verschobenen Olympischen Sommerspiele gibt es offenbar einen neuen Termin. Nach Medienberichten sollen die Wettkämpfe am 23. Juli nächsten Jahres beginnen. Darauf hätten sich das Internationale Olympische Komitee und die Organisatoren in Japan verständigt.

29.3.2020, 12:53 Uhr – Chaos und Tumulte nach Lockerung der Beschränkungen in China

Nach der Lockerung der Reisebeschränkungen in der chinesischen Provinz Hubei ist es dort zu heftigen Tumulten gekommen. Sicherheitskräfte einer benachbarten Provinz haben Berichten zufolge eine Brücke blockiert, um Menschen aus Hubei am Grenzübertritt zu hindern. Es kam zu gewaltsamen Ausschreitungen, Polizei-Fahrzeuge wurden beschädigt und umgeworfen. Chinesische Staatsmedien riefen die Bevölkerung dazu auf, Menschen aus Hubei nicht zu diskriminieren. Viele Chinesen sehen Bürger aus dieser Region nach wie vor als Ansteckungsgefahr für das Coronavirus.

Wuhan in Hubei; Foto: Reuters

Nachrichten Tumulte nach Lockerung der Beschränkungen in Hubei

Dauer

29.3.2020, 12:07 Uhr – Wieder mehr als 800 Todesfälle an einem Tag in Spanien

Spanien meldet einen erneuten starken Anstieg an Todesfällen. 838 nachweislich mit dem Sars-CoV-2-Virus infizierte Menschen seien in den vergangenen 24 Stunden gestorben, teilte das nationale Gesundheitsministerium mit. Insgesamt gibt es in dem Land nun mehr als 6.500 Todesfälle. Die Zahl der Neuinfektionen ist auf knapp 78.800 geklettert – im Vergleich zu 72.248 am Vortag.

Erst gestern war mit 832 der bis dahin stärkste Anstieg an Todesfällen aus dem Land registriert worden.

29.3.2020, 8:58 Uhr – RKI-Chef warnt vor dramatischen Zuständen in Kliniken

Der Präsident des Robert-Koch-Instituts Lothar Wieler schließt für Deutschland Zustände wie in Italien nicht aus. „Wir müssen jedenfalls damit rechnen, dass die Kapazitäten nicht ausreichen, ganz klar“, sagte er der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Mit Blick auf die vergleichsweise niedrige Sterberate in Deutschland warnte der Seuchenexperte vor Illusionen: Dies sei vor allem darauf zurückzuführen, dass in Deutschland viel getestet werde. Eine rasche Rückkehr zur Normalität hält Wieler für den falschen Weg aus der Krise.

Aus medizinischer Sicht möchte ich, dass wir alle die räumliche Distanzierung möglichst lange durchhalten. Deutschland steht immer noch am Anfang der Welle.

Lothar Wieler, Präsident des Robert-Koch-Instituts

29.3.2020, 8:37 Uhr – Ist das Coronavirus gefährlicher als die Grippe?

Seit Tagen sorgen Aussagen für Aufsehen, wonach das neuartige Coronavirus weniger gefährlich sei als die Grippe. Als vermeintlicher Beleg dient eine Zahl von 25.000 Grippetoten. Doch der Vergleich hinkt. Der ARD-Faktenfinder erklärt, warum.

29.3.2020, 7:42 Uhr – Scholz kündigt Steuerfreiheit für Corona-Prämien bis 1.500 Euro an

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hat angekündigt, in der Corona-Krise Bonuszahlungen für Arbeitnehmer bis 1.500 Euro steuerfrei zu stellen. „Viele Arbeitgeber haben bereits angekündigt, ihren Beschäftigten einen Bonus zahlen zu wollen. Als Bundesfinanzminister werde ich am Montag die Anweisung erlassen, dass ein solcher Bonus bis 1.500 Euro komplett steuerfrei sein wird“, sagte Scholz in der Bild am Sonntag.

Viele Arbeitnehmer seien täglich unter erschwerten Bedingungen im Einsatz, „als Pflegekraft, an der Supermarktkasse, als Krankenhausarzt, hinterm Lkw-Lenkrad. Dieses Engagement sollten wir honorieren“, sagte der SPD-Politiker weiter. Der Handelsverband Deutschland hatte eine Steuerfreistellung von Sonderzahlungen für Mitarbeiter gefordert, auch Union und SPD im Bundestag hatten sich dafür ausgesprochen.

29.3.2020, 7:10 Uhr – Bundesregierung will Schutzmasken im Schnellverfahren kaufen

Angesichts des akuten Engpasses bei Schutzmasken und -kitteln setzt die Bundesregierung in der Coronavirus-Krise auf eine beschleunigte Beschaffung des Materials. Das Gesundheitsministerium habe ein sogenanntes Open-House-Verfahren gestartet, berichtete die Welt am Sonntag. Da bei dieser Vorgehensweise keine Verhandlungen stattfinden, können Geschäfte schneller abgewickelt werden. Unternehmen, die auf das Angebot eingehen, müssen dem Bericht zufolge mindestens jeweils 25.000 Stück an Schutzkitteln oder Masken liefern, einen Mindeststandard garantieren und für die Lieferung sorgen.

In den Niederlanden wurden unterdessen zehntausende aus China importierte Atemschutzmasken zurückgerufen. Die Masken entsprächen nicht den geforderten Qualitätsstandards, teilte das niederländische Gesundheitsministerium mit. Ein Teil der Lieferung sei an Krankenhäuser verteilt worden. Wegen der festgestellten Mängel sollen sie aber nicht zum Einsatz kommen.

29.3.2020, 4:45 Uhr – Trump verzichtet auf Quarantäne für New York

US-Präsident Donald Trump verzichtet im Kampf gegen die Pandemie auf eine Quarantäne für den besonders stark betroffenen Großraum New York. Stattdessen habe er die Gesundheitsbehörden angewiesen, „Reisehinweise“ auszugeben, teilt Trump auf Twitter mit. Diese Empfehlungen sollten von den Gouverneuren der Bundesstaaten New York, New Jersey und Connecticut in Zusammenarbeit mit seiner Regierung erstellt werden. Einzelheiten würden die Zentren für Seuchenkontrolle noch am Samstag mitteilen. Trump selbst hatte zuvor ins Gespräch gebracht, dass die Ostküsten-Region abgeschottet werden könnte.

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29.3.2020, 4:30 Uhr – 45 Neu-Infektionen in China

In China sind 45 neue Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Am Freitag waren es noch 54. Insgesamt beläuft sich die Zahl der bekannten Ansteckungen jetzt auf 81.439, wie die Gesundheitsbehörden mitteilen. Am Samstag erlagen fünf weitere Personen dem Virus, am Freitag waren es drei. Das Land hat insgesamt 3300 Todesopfer infolge der Virus-Erkrankung zu beklagen.

29.3.2020, 3:46 Uhr: Scholz: Tote nicht für laufende Wirtschaft in Kauf nehmen

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) will die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus nicht aus wirtschaftlichen Gründen lockern. Dies dürfe nur nach medizinischen Kriterien erfolgen, sagt Scholz der „Bild am Sonntag“. Es sei dagegen zynisch zu erwägen, dass man den Tod von Menschen in Kauf nehmen müsse, damit die Wirtschaft laufe. In Deutschland sind bisher mehr als 54.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Besonders hohe Zahlen melden Nordrhein-Westfalen mit mehr als 12.700 Fällen, Bayern mit knapp 12.000 und Baden-Württemberg mit beinahe 11.000. An der Lungenkrankheit sind in Deutschland bisher 381 Menschen gestorben.

29.3.2020, 1:55 Uhr: Mehr als 2.000 Corona-Tote in den USA

In den USA sind mehr als 2.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Das teilte die Johns-Hopkins-Universität mit. Inzwischen seien mehr als 124.000 Menschen daran erkrankt. Besonders betroffen von der Pandemie ist der Bundesstaat New York - dort gibt es mehr als 700 Tote. Nach einer Reihe von anderen Bundesstaten verschiebt jetzt auch New York wegen der Corona-Krise seine Vorwahlen für das Rennen ums Weiße Haus. Das hat Gouverneur Andrew Cuomo bekannt gegeben.

29.3.2020, 0:53 Uhr: Habeck: Freiwillige Anti-Corona-App ist vertretbar

Grünen-Chef Robert Habeck ist offen für den Einsatz einer Handy-App zur Bekämpfung der Corona-Pandemie. Entscheidend sei dabei die Freiwilligkeit, sagte Habeck der „Welt am Sonntag“: „Wenn wir freiwillig eine App nutzen, die unsere Begegnungen nachträglich nachvollziehbar macht und dies ermöglicht, Kontaktverbote für alle aufzuheben und stattdessen zielgenauer vorzugehen, halte ich das für richtig und vertretbar.“ Unionspolitiker wollen eine solche App einsetzen, um Infektionsketten zurückzuverfolgen. Seit Tagen wird in Deutschland über den Einsatz von Handydaten zur Eindämmung des Coronavirus diskutiert. Datenschützer sehen die Nutzung kritisch. 

28.3.2020, 23:57 Uhr: Russland schließt seine Grenzen

Auch Russland ergreift immer schärfere Maßnahmen, um die Ausbreitung des Corona-Virus zu verhindern und schließt jetzt die Grenzen. Ab Montag werde der Verkehr an allen Grenzübergängen vorübergehend beschränkt, hieß es in einem Dekret. Davon ausgenommen sind nur russische Diplomaten und Lastwagenfahrer. Mit der Grenzschließung soll verhindert werden, dass neue Infektionsfälle ins Land kommen. Davon ist auch die Grenze zu Weißrussland betroffen, an der es normalerweise keine Kontrollen gibt. Nach offiziellen Zahlen wurden in Russland bisher mehr als 1.250 Infektionen mit dem Corona-Virus registriert.

28.3.2020, 21:51 Uhr – NRA klagt gegen Schließung von Waffenläden

Die mächtige US-Waffenlobbyorganisation NRA wehrt sich gegen die Schließung von Waffenläden im Zuge der Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus in Kalifornien. Gemeinsam mit anderen Waffenbefürwortern reichte die NRA am Freitag bei einem Gericht Klage unter anderem gegen den Gouverneur des Bundesstaates, Gavin Newsom, ein.

Die Kläger argumentieren, dass es sich bei Waffengeschäften um lebenswichtige Geschäfte handele, die auch in Zeiten der Krise geöffnet bleiben müssten. "Den Zugang zu Waffen zu unterbinden, versperrt zwangsläufig das Verfassungsrecht auf (Besitz) dieser Waffen", heißt es in der Klageschrift.

28.3.2020, 21:40 Uhr – Italien will Geld an Familien in Not verteilen

Italien will Familien helfen, die in finanziellen Nöten sind. Ministerpräsident Giuseppe Conte kündigte an, seine Regierung wolle dafür 4,3 Milliarden Euro ausgeben. Die Bürgermeister und - meisterinnen der Gemeinden sollten das Geld in Einkaufsgutscheine und Lebensmittelpakete investieren.

28.3.2020, 20:55 Uhr – Über 54.200 bestätigte Infektionen in Deutschland

In Deutschland sind bis zum Abend mehr als 54.200 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Das geht aus den Zahlen der Gesundheitsämter der Länder hervor. Besonders hoch sind die Zahlen in Nordrhein-Westfalen mit mehr als 12.700 Fällen, Bayern mit knapp 12.000 und Baden-Württemberg mit beinahe 11.000 bestätigten Infizierten. In Rheinland-Pfalz gibt es weit weniger registrierte Fälle, hier sind es rund 2.300. Mindestens 397 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben. Weltweit sind mehr als 30.000 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die renommierte Johns-Hopkins-Universität in den USA registrierte 30.248 Todesfälle.

28.3.2020, 20:55 Uhr – Maas: Haben bislang mehr als 160.00 Deutsche zurückgeholt

Nach Angaben von Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) sind wegen der Coronavirus-Pandemie bislang mehr als 160.000 Deutsche aus dem Ausland zurückgeholt worden. Er dankte am Samstagabend auf Twitter allen Beteiligten, die daran „unfassbar hart“ gearbeitet hätten:

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28.3.2020, 19:37 Uhr – Auch Spanien schließt „nicht lebenswichtige Unternehmen“

Die spanische Regierung hat im Kampf gegen die Corona-Pandemie die Schließung aller „nicht lebenswichtigen“ Unternehmen für zwei Wochen angeordnet. Dies teilte Regierungschef Pedro Sánchez am Samstagabend in Madrid mit. Eine ähnliche Regelung gilt auch in Italien.

28.3.2020, 19:10 Uhr – Trump denkt über zweiwöchige Quarantäne für New York nach

Die US-Regierung denkt nach den Worten von Präsident Donald Trump darüber nach, New York für zwei Wochen unter Quarantäne zu stellen. Auch Teile der Bundesstaaten New Jersey und Connecticut könnten abgeschottet werden, sagt Trump. New York ist besonders von der Pandemie betroffen. Eine möglicheQuarantäne solle aber nicht den Handel betreffen.

Der Gouverneur des Bundesstaates New York, Andrew Cuomo, reagierte später zurückhaltend auf Trumps Aussagen. "Ich habe nicht mit ihm über irgendeine Quarantäne gesprochen", sagte Cuomo bei seiner täglichen Pressekonferenz. "Ich weiß nicht einmal, was das bedeutet." Er wisse auch nicht, wie eine solche Regelung rechtlich durchgesetzt werden solle.

28.3.2020, 18:38 Uhr – Immer mehr Tote in Italien – Einreise weiter verschärft

In Italien sind seit Beginn der Pandemie mehr als 10.000 mit dem Coronavirus infizierte Menschen gestorben. Der Zivilschutz meldete am Samstag 889 neue Todesfälle. Damit stieg die Gesamtzahl der Toten auf 10.023. Allerdings verlangsamte sich der Anstieg der Neuinfektionen.

Kurz vor der Bekanntgabe hatte das Land hat wegen der Corona-Pandemie die Einreisebestimmungen weiter verschärft. Laut Verkehrsministerium muss jeder, der einreist, unter anderem den genauen Grund seiner Reise, seinen Aufenthaltsort in Italien und seine Telefonnummer angeben. Auch Menschen ohne Symptome für eine Infektion müssen sich bei den örtlichen Gesundheitsbehörden melden und in eine 14-tägige Selbstisolation begeben.

28.3.2020, 18:08 Uhr – Altmaier fordert Gehaltsverzicht von Top-Managern

Nach dem Willen der Bundesregierung sollen Vorstände von Unternehmen, die Staatshilfen wegen der Coronavirus-Krise erhalten, auf Teile ihres Gehalts verzichten: „Mir ist wichtig, dass in Notsituationen auch Vorstände und leitende Angestellte einen Beitrag leisten, insbesondere bei den Bonuszahlungen“, sagte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

Konkret werde das im Einzelfall besprochen. Er verwies auf einen ersten Präzedenzfall: „Wir haben gerade einen Kredit für ein großes Unternehmen der Reisebranche beschlossen und sind entsprechend verfahren.“ Dabei handelt es sich um den Reisekonzern Tui, wie das Unternehmen selbst mitgeteilt hatte. Demnach müssen Tui-Chef Friedrich Joussen und seine Vorstandskollegen finanzielle Einbußen hinnehmen.

28.3.2020, 16:11 Uhr – Bundeswehr bereitet sich auf weitere Krankentransporte vor

Die Bundeswehr bereitet sich auf weitere Transporte von Covid-19-Patienten vor und rüstet ihre Flotte dafür auf: Aktuell stünden ein A310 und ein A400M für medizinische Evakuierungen in Bereitschaft, sagt ein Sprecher der Luftwaffe. Jedes der Flugzeuge könne bis zu sechs Intensivpatienten aufnehmen.

Zudem sollten ein weiterer A400M und eine C-160 Transall zu fliegenden Intensivstationen aufgerüstet werden. Darüber hinaus könne auch ein speziell ausgestatteter Hubschrauber des Typs CH-53 zum Einsatz kommen. Am Nachmittag war ein Medevac-Airbus der Bundeswehr ist mit sechs italienischen Covid-19-Patienten an Bord in Köln gelandet.

28.3.2020, 16:11 Uhr – Russland schließt ab Montag die Grenzen

Russland will seine Grenzen ab dem 30. März schließen. Das gelte für alle Grenzposten, Fahrzeuge sowie Fußgänger und auch an den Seegrenzen, heißt es in einer am Samstag veröffentlichten Anordnung der Regierung. Ausgenommen seien unter anderem russische Diplomaten sowie Lastwagen. Internationale Flüge wurden bereits eingestellt. In Russland sind 1264 Coronavirus-Fälle gemeldet.

28.3.2020, 15:50 Uhr – Katze in Belgien steckt sich mit Coronavirus an

Eine Katze hat sich in Belgien bei einem Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Von dem Fall berichtet die belgische Behörde für Lebensmittelsicherheit AFSCA auf ihrer Webseite. Bisher gebe es aber keine Hinweise, dass sich das Virus von Haustieren auf Menschen oder auf andere Tiere übertrage.

Die Katze in Belgien und zwei Hunde in Hongkong seien die einzige bekannten Fälle, bei denen sich Haustiere bei infizierten Menschen angesteckt hätten. Die Hunde hätten keine Symptome gezeigt, die Katze aber habe vorübergehend Atem- und Verdauungsbeschwerden gehabt.

28.3.2020, 15:35 Uhr – Tirol droht Sammelklage

Den Tiroler Behörden droht wegen der Corona-Krise eine Sammel-Klage. Rund 400 Skifahrer, die meisten davon Deutsche, wollen sich offenbar dem österreichischen Verbraucherschutzverein anschließen. Sie hatten in Ischgl und im Paznautal Urlaub gemacht. Ein 57-Jähriger aus Mecklenburg-Vorpommern, der im März noch zum Skifahren in Österreich war, verstarb jetzt an Covid-19, teilten die Behörden mit. Das Land Tirol wird dafür kritisiert, im Kampf gegen das Coronavirus den Skibetrieb nicht schnell genug eingestellt zu haben.

28.3.2020, 14:25 Uhr – Mehr als 600.000 nachgewiesene Infektionen weltweit

Weltweit haben sich mehr als 600.000 Menschen nachweislich mit dem neuen Coronavirus infiziert. Samstagmittag bezifferte die Johns-Hopkins-Universität die Zahl dieser Infizierten mit 614.884. Demnach starben mehr als 28.600 in Folge oder mit der Lungenkrankheit Covid-19, die das Virus auslösen kann. Experten gehen von einer hohen Dunkelziffer aus. Es gibt in kaum einem Land genügend Tests, um die Menschen flächendeckend zu untersuchen. Allein in den USA sind rund 105.000 Infektionen nachgewiesen worden, in China etwa 82.000.

28.3.2020, 14:14 Uhr – Politiker kritisieren Adidas und Co wegen Nicht-Zahlung von Mieten

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) und Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CDU) kritisieren mehrere große Konzerne, weil sie die Mieten für ihre Ladengeschäfte nicht mehr zahlen wollen. Unter anderem Deichmann, H&M sowie Adidas hatten angekündigt, Mietzahlungen für ihre Ladengeschäfte in Deutschland einzustellen. Die Läden müssen wegen der aktuellen Einschränkungen geschlossen bleiben. Die Unternehmen können sich dabei auf die Notfall-Regelungen berufen, die Bundestag und Bundesrat in dieser Woche beschlossen haben. „Wenn jetzt finanzstarke Unternehmen einfach ihre Mieten nicht mehr zahlen, ist dies unanständig und nicht akzeptabel“, sagte Lambrecht in Berlin. Die Corona-Hilfsgesetze böten dafür keine Grundlage, so die Bundesjustizministerin.

28.3.2020, 13:33 Uhr – Mehr als 13.000 Menschen in der Schweiz infiziert

In der Schweiz ist die Zahl der Corona-Fälle auf mehr als 13.200 angestiegen, wie das Gesundheitsministerium des Landes mitteilte. Gestern waren der Behörde noch rund 12.160 Infektionen gemeldet gewesen.

Zudem seien in dem Zeitraum 38 Menschen infolge einer Ansteckung gestorben. Damit verzeichnet die Schweiz nun 235 Todesopfer durch die Corona-Pandemie.

28.3.2020, 13:29 Uhr – Johannesburg: Gummigeschosse auf Menschenmenge

In Yeoville, einem Viertel in der südafrikanischen Hauptstadt Johannesburg, haben Polizisten mit Gummigeschossen auf Einwohner gefeuert, die dicht gedrängt vor einem Geschäft gewartet haben.

In Johannesburg gilt derzeit eine Ausgangssperre. Einkaufen ist erlaubt, doch die Menschen sollen den vorgeschriebenen Sicherheitsabstand zueinander wahren.

28.3.2020, 12:45 Uhr – Mehr als 800 Corona-Tote in Spanien binnen 24 Stunden

Im besonders schwer vom Coronavirus betroffenen Spanien sind innerhalb von 24 Stunden 832 Menschen in Folge des Virus estorben. Das teilte das Gesundheitsministerium mit. Es ist der höchste Anstieg, der in dem Land bisher registriert wurde. Insgesamt starben in Spanien laut Gesundheitsbehörden fast 5.700 Menschen an der durch das Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19. Auch die Zahl der Infizierten stieg deutlich an und liegt aktuell bei rund 72.000 – etwa 8.000 mehr als am Vortag. Der prozentuale Anstieg hält sich allerdings seit Tagen relativ niedrig. Mehr als 12.000 Menschen sind bereits wieder genesen. Madrid bleibt die am stärksten betroffene Region.

28.3.2020, 10:27 Uhr – Merkel: „Danke, von ganzem Herzen Danke“

In ihrem Video-Podcast hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nochmals bei den Bürgern für das Einhalten der angeordneten Beschränkungen bedankt: „Wenn ich heute sehe, wie fast alle ihr Verhalten völlig umgestellt haben, wie die große Mehrheit von Ihnen wirklich jeden unnötigen Kontakt vermeidet, eben weil er auch ein Ansteckungsrisiko enthalten kann, dann möchte ich einfach sagen: Danke, von ganzem Herzen Danke.“

28.3.2020, 10:11 Uhr – Infektionen steigen bundesweit stark an

Das Robert Koch-Institut hat seit gestern 6.294 neue Corona-Fälle registriert. Damit steigt die Zahl der Infektionen bundesweit auf 49.845 an. Innerhalb von 24 Stunden seien zudem 55 weitere Betroffene infolge einer Ansteckung gestorben. Damit gibt es insgesamt 332 Todesopfer in Deutschland.

28.3.2020, 9:42 Uhr – WHO bietet Online-Kurse rund ums Virus an

Die Weltgesundheitsorganisation bietet in 13 verschiedenen Sprachen einen Online-Kurs mit Fakten und Verhaltensregeln rund um das Coronavirus an. Auf Deutsch gibt es die Kurse bislang nicht, aber sie sind zum Beispiel auf Englisch oder Französisch verfügbar.

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28.3.2020, 9:07 Uhr – Datenschutzbeauftragter warnt vor Zugriff auf Handydaten

In der deutschen Politik wird darüber debattiert, ob Handydaten genutzt werden sollen, um die Ausbreitung des Coronavirus besser nachzuvollziehen. Der Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber rät davon ab. Wegen der Corona-Krise dürften keine „Grundrechte über den Haufen geworfen werden“. Zudem besitze Deutschland nicht die nötige Infrastruktur zur Erfassung von Mobilfunkdaten, um zielgenaue Rückschlüsse über den Aufenthaltsort von Infizierten festzustellen.

Laut Kelber werde im Umfeld des Robert Koch-Instituts derzeit stattdessen an einer App gearbeitet, die sich an einem Vorbild aus Singapur orientiert: Dort können die Nutzer freiwillig angeben, wenn sie sich infiziert haben und ihr Bewegungsprofil teilen. Andere Nutzer können per Bluetooth feststellen, wenn sich jemand nähert, der sich angesteckt hat.

28.3.2020, 8:53 Uhr – Wasch- und WC-Container für Fernfahrer sollen an Autobahnen aufgestellt werden

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hat eine bessere Versorgung von Lkw-Fahrern zugesichert: „Sie halten den Waren- und Güterverkehr am Laufen“, sagte der CSU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Dafür müssen sie selbst ebenfalls gut versorgt werden, mit Essen, Toiletten und Duschen an Autobahnen und in Logistikzentren.“ In Zusammenarbeit mit Logistikunternehmen sollen laut Scheuer Wasch- und WC-Container aufgestellt werden, wenn vor Ort keine Möglichkeiten für die hygienische Versorgung vorhanden seien.

28.3.2020, 7:16 Uhr – Luftwaffe transportiert Patienten aus Italien nach Deutschland

Der Airbus A310 MedEvac, die „fliegende Intensivstation der Bundeswehr“, ist nach Angaben eines Bundeswehrsprechers heute Morgen gestartet, um sechs Corona-Patienten aus dem italienischen Bergamo nach Köln zu fliegen. Die Maschine sollte in den Mittagsstunden wieder in Deutschland landen.

Die Patienten sollen demnach in zivilen Krankenhäusern behandelt werden. Wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet, sollen jeweils zwei Erkrankte im Katholischen Klinikum Bochum sowie in den Uni-Kliniken Köln und Bonn weiterbehandelt werden.

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28.3.2020, 5:07 Uhr – Karliczek: Corona-Impfstoff frühestens Ende des Jahres

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek sieht im Kampf gegen das Coronavirus frühestens Ende des Jahres einen Impfstoff. „Wir müssen davon ausgehen, dass ein Impfstoff, mit dem breitere Teile der Bevölkerung geschützt werden können, erst gegen Ende des Jahres oder Anfang des nächsten Jahres zur Verfügung steht“, sagte die CDU-Politikerin dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Für die Impfstoffforschung gelte: „Wir wollen so schnell wie möglich laufen – aber wir dürfen dabei nicht hinfallen. Wir müssen sicher sein, dass die Impfung wirkt und dem Patienten nicht schadet.“ Karliczek sagte weiter: „Wir reizen die Forschungsmöglichkeiten bis aufs Letzte aus. Wir sind bereit, weitere Gelder zur Verfügung zu stellen, wenn es erfolgversprechende Projekte gibt. Am Geld wird die Corona-Forschung nicht scheitern.“

28.3.2020, 3:00 Uhr – China beendet Isolation von Wuhan

China beendet die Isolation der Millionenmetropole Wuhan. Damit ist es wieder erlaubt, in die Hauptstadt der Provinz Hubei einzureisen. Das Ausreiseverbot gilt noch bis zum 8. April. Der U-Bahnverkehr ist wieder angerollt. In der kommenden Woche sollen Einkaufszentren wieder öffnen. Wuhan gilt als Ausgangspunkt der Pandemie. In der Stadt hatten sich über 50.000 Menschen mit dem Virus infiziert - das sind mehr als zwei Drittel aller Erkrankten in China.

28.3.2020, 1:30 Uhr – Kanzleramtschef Braun: „Maßnahmen noch bis zum 20. April“

Die Einschränkungen wegen der Corona-Krise gelten in Deutschland bis mindestens zum 20. April. Das hat Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) in einem Interview mit dem Tagesspiegel gesagt. Bis dahin blieben alle Maßnahmen wie die Schließung von Läden, Restaurants, Schulen und Universitäten bestehen. Ältere Menschen müssten noch weit länger mit Kontakteinschränkungen rechnen als jüngere, sagte Braun - bis es einen Impfstoff gibt. Weiter sagte Braun: „Wenn wir es schaffen, die Infektionsgeschwindigkeit so zu verlangsamen, dass wir zehn, zwölf oder noch mehr Tage haben bis zu einer Verdopplung, dann sind wir auf dem richtigen Weg.“ Zuletzt verdoppelten sich die Fallzahlen in etwa alle drei Tage.

28.3.2020, 1:00 Uhr – Rückholaktionen werden wohl ab jetzt schwieriger

Die Rückholaktion der Bundesregierung für im Ausland gestrandete Deutsche wird jetzt deutlich schwieriger. Außenminister Heiko Maas (SPD) sagte im SWR, 160.000 von etwa 200.000 Menschen seien wieder zurück in Deutschland. Man habe mit den Touristenhochburgen begonnen. Nun seien Länder wie El Salvador, Paraguay oder Nepal an der Reihe. Dort gebe es solche Zentren nicht. Daher werde es nun komplizierter Rückflüge für Menschen zu organisieren, die wegen der Corona-Krise festsitzen. Das Auswärtige Amt arbeite derzeit eng mit Reiseveranstaltern zusammen. Die Botschaften vor Ort versuchten dann, mit den Leuten Kontakt aufzunehmen.

27.3.2020, 21:41 Uhr – Trump: General Motors soll Beatmungsgeräte bauen

US-Präsident Donald Trump hat den Autokonzern General Motors angewiesen, in der Corona-Krise Beatmungsgeräte anzufertigen. Das geht aus einem Memorandum des Präsidialamtes hervor. Der Konzern habe Zeit verschwendet, erklärte Trump. Möglich wird das durch ein Kriegswirtschaftsgesetz, das nun aktiviert wurde.

27.3.2020, 20:38 Uhr – Mercedes-Benz hilft mit Schutzmasken

Autobauer Mercedes-Benz will in der Coronavirus-Krise die Herstellung von medizinischem Gerät unterstützen. Bauteile könnten mithilfe von 3D-Druckern hergestellt werden, teilte die Daimler-Tochter mit. In Baden-Württemberg sind nach Angaben von Gesundheitsminister Lucha 300.000 Schutzmasken und Handschuhe eingetroffen - 110.000 davon kommen von Daimler.

27.3.2020, 19:52 Uhr – Ausgangssperre in Belgien bis nach Ostern verlängert

Die Ausgangssperre in Belgien gilt noch mindestens bis nach den Osterferien. "Die Maßnahmen werden um zwei Wochen bis zum 18. April verlängert", sagte Regierungschefin Sophie Wilmès. Die Einschränkung des öffentlichen Lebens sei derzeit die einzige Möglichkeit, die Verbreitung des neuartigen Coronavirus einzudämmen. Zudem sollen die Regeln strenger durchgesetzt und Verstöße stärker geahndet werden. Die Polizei habe nun das Recht, bei Verstößen auf der Stelle Bußgelder zu verhängen.

27.3.2020, 18:48 Uhr – Istanbul versorgt alte Menschen mit Essen

Die türkische Millionenmetropole Istanbul wird in der Coronavirus-Krise alte Menschen ohne Einkommen offenbar sechs Wochen lang mit Lebensmittellieferungen unterstützen. Gouverneur Ali Yerlikaya sagte, dass ab Montag für rund 50.000 Menschen ab 65 Jahre 300.000 Essenspakete zur Verfügung gestellt würden.

Die Kosten würden weitgehend von Gebern gedeckt. Der bekannte Lieferservice Getir, der zu den Spendern gehört, werde die Pakete zustellen. Seit Sonntag gilt in der Türkei landesweit eine Ausgangssperre für Menschen ab 65 Jahren und chronisch Kranke.

27.3.2020, 18:46 Uhr – Hamburg nimmt Infizierte aus Italien und Frankreich auf

Zwei Krankenhäuser in Hamburg wollen in den kommenden Tagen bis zu zwölf schwerkranke Coronavirus-Patienten aus Italien und Frankreich aufnehmen, die auf Beatmung angewiesen sind. Das bestätigte Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks.

Die Patienten würden nicht alle gleichzeitig kommen, und es stehe auch noch nicht fest, wann sie kommen. "Im Moment sind wir in einer Situation in Hamburg, dass wir diese Kapazitäten haben, dass wir diese Solidarität auch üben können. Aber natürlich können wir das nicht garantieren über die gesamte Strecke."

27.3.2020, 18:05 Uhr – Tui soll Milliardenkredit bekommen

Der Reisekonzern Tui soll im Kampf gegen den Einbruch seines Geschäfts wegen der Coronavirus-Pandemie einen staatlichen Hilfskredit über 1,8 Milliarden Euro bekommen. Man habe nach der Beantragung nun eine entsprechende Zusage der Bundesregierung erhalten, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Das Darlehen laufe über die Förderbank KfW, es müssten aber noch weitere Banken zustimmen.

27.3.2020, 18:00 Uhr – Papst erteilt feierlichsten Segen "Urbi et Orbi"

In einer historisch beispiellosen Geste hat Papst Franziskus für ein Ende der Coronavirus-Pandemie gebetet. Bei der Feier auf den Stufen des Petersdoms rief er die Hilfe Gottes in der Notlage und dessen Trost für Kranke und Sterbende an.

Wegen der Ausgangsbeschränkungen blieb der Petersplatz, auf dem sich sonst Zehntausende versammeln, für Gläubige gesperrt. Radio- und Fernsehanstalten aus aller Welt sowie vatikanische Medien übertrugen die Zeremonie live.

Begleitet war das Kirchenoberhaupt nur von seinem Zeremoniar Guido Marini. Zum Schluss der Feier erteilt der Papst den Segen "Urbi et orbi" erteilen, den feierlichsten Segen der katholischen Kirche.

27.3.2020, 17:40 Uhr – Italien: Fast 1.000 Tote innerhalb von 24 Stunden

Italien hat an einem Tag fast 1.000 Tote im Zuge der Corona-Pandemie gemeldet und damit so viele wie an keinem Tag zuvor. Die Gesamtzahl stieg auf 9.134, wie der Zivilschutz mitteilte.

27.3.2020, 17:14 Uhr – Frankreich verlängert Ausgangsbeschränkungen bis zum 15. April

In Frankreich sind die strengen Ausgangsbeschränkungen um gut zwei Wochen verlängert worden. Die Französinnen und Franzosen müssten mindestens bis zum 15. April zu Hause bleiben, kündigte Frankreichs Ministerpräsident Édouard Philippe an. Und weiter: „Dieser Zeitraum kann verlängert werden, wenn die gesundheitliche Situation dies erfordert.“

Seit anderthalb Wochen gelten in Frankreich strenge Regeln, die Menschen dürfen das Haus nur verlassen, wenn es notwendig ist. Täglich ist außerdem eine Stunde Sport oder Gassigehen im Radius von einem Kilometer zur Wohnung erlaubt. Die Beschränkungen sollten ursprünglich 15 Tage bis Ende März gelten.

27.3.2020, 15:46 Uhr – Südafrika: Ausganssperre führt zu Chaos in Tierheimen

In Südafrika gilt eine weitreichende Ausgangssperre. Da neben Joggingrunden auch Gassi-Gänge verboten sind, suchen viele Südafrikaner für ihre vierbeinigen Lieblinge ein Quartier im Tierheim. Tierheim-Betreiberin Megan Wylie erklärte dem TV-Sender News 24, sie habe kaum 48 Stunden Zeit gehabt, um Notquartiere für 117 Hunde zu finden. "Wir wurden mit Emails quasi überflutet", sagte sie.

27.3.2020, 15:27 Uhr – Warnung vor vermeintlichen Corona-Medikamenten

Im Internet werden zurzeit viele vermeintliche Corona-Medikamente angeboten. Davor warnt die Barmer-Krankenkasse. Es gebe noch keine zugelassenen Medikamente zur Behandlung von Covid-19, sagte ein Barmer-Sprecher. Im schlimmsten Fall seien die angebotenen Mittel sogar eher schädlich – zum Beispiel durch Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten. Auch bei Nahrungsergänzungsmitteln, die Vorbeugung gegen das Coronavirus versprechen, rät die Kasse zur Vorsicht. Die meisten Präparate seien ohnehin wirkungslos, sofern man sich ausgewogen ernähre.

27.3.2020, 14:35 Uhr – Viele Firmen zahlen keine Miete mehr

Der Sportartikelhersteller Adidas, die Schuhkette Deichmann und viele andere Firmen zahlen für ihre wegen der Corona-Krise geschlossenen Shops von April an keine Miete mehr. Zumindest in Deutschland müssen die Firmen vorerst keine Konsequenzen fürchten: Ein Notgesetz regelt, dass den Mietern wegen durch die Corona-Krise entstandenen Zahlungsrückständen nicht gekündigt werden darf.

27.3.2020, 14:26 Uhr – Auch britischer Gesundheitsminister infiziert

Nach dem britischen Premierminister Boris Johnson ist auch Gesundheitsminister Matt Hancock positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte Hancock auf Twitter mit. Auch er habe nur milde Symptome. Beide begaben sich in häusliche Isolation und kündigten an, aus dem Homeoffice zu arbeiten.

27.3.2020, 14:15 Uhr – Papst spricht "Urbi et Orbi" in Rom

Papst Franziskus spricht heute um 18 Uhr den Segen „Urbi et Orbi“ - auf dem menschenleeren Petersplatz in Rom. Franziskus will für ein schnelles Ende der Corona-Pandemie beten. Normalerweise wird der Segen für die Stadt Rom und den Erdkreis nur an Weihnachten und Ostern sowie nach einer Papstwahl gesprochen. Unter anderem auf Phoenix wird die Ansprache Ereignis live gestreamt.

27.3.2020, 13:30 Uhr – Ministerium gibt Tipps zu Müllentsorgung bei Verdachtsfällen

Das Bundesumweltministerium fordert Haushalte mit infizierten Menschen oder Verdachtsfällen zu einem anderen Umgang mit der Müll-Entsorgung auf. Sie sollen auf das übliche Sortieren verzichten, heißt es in einer Mitteilung von Ministerin Svenja Schulze (SPD). Bio- und Verpackungsmüll sowie Altpapier gehörten in stabile und zugeknotete Tüten, die in die Restmülltonne entsorgt werden müssten. Die betreffenden Haushalte sollen für die Dauer der Quarantäne außerdem kein Altglas, Pfandflaschen, Elektromüll oder Batterien außer Haus geben.

Für alle anderen Haushalte sei Mülltrennung nun „wichtiger denn je“. Es kommt auf alle an, „damit die Restabfalltonnen nicht überquellen und Hygieneregeln eingehalten werden“, teilte das Umweltministerium mit. „Umso wichtiger sind während der Coronavirus-Pandemie die Abfallvermeidung und die richtige Abfalltrennung.“

27.3.2020, 12:22 Uhr – „Rammstein“-Sänger mit Covid-19 auf Intensivstation, Boris Johnson positiv getestet

„Rammstein“-Sänger Till Lindemann soll nach Medienberichten auf der Intensivstation liegen. Die Bild-Zeitung schreibt, Lindemann habe sich mit dem Coronavirus infiziert und soll zeitweise in Lebensgefahr geschwebt haben.

Nach dem britischen Thronfolger Prinz Charles hat sich unterdessen auch Großbritanniens Premierminister Boris Johnson mit dem Coronavirus infiziert. Johnson teilte das per Twitter mit. Er habe am Donnerstag leichte Symptome gezeigt und sich daraufhin testen lassen. „Ich bin positiv auf das Coronavirus getestet worden. Ich isoliere mich jetzt selbst, aber ich werde weiterhin die Reaktion der Regierung per Videokonferenz anführen, während wir dieses Virus bekämpfen“, sagte Johnson in seiner Videobotschaft.

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27.3.2020, 11:18 Uhr – Abitur in Nordrhein-Westfalen wird verschoben

Die 88.000 Abiturienten in Nordrhein-Westfalen bekommen mehr Zeit, sich auf ihre Abschlussprüfungen vorzubereiten. Die Hauptprüfungen sollen erst am 12. Mai beginnen – drei Wochen nach dem ursprünglich angesetzten Termin, teilte Nordrhein-Westfalens Bildungsministerin Yvonne Gebauer (FDP) mit. Letzter Prüfungstermin sei Montag, der 25. Mai. Allerdings müsse auch der Brückentag nach Christi Himmelfahrt für die Prüfungen genutzt werden, hieß es weiter. „Die Prüfungen werden selbstverständlich unter besonderer Berücksichtigung des Infektionsschutzes stattfinden. Die Gesundheit unserer Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler hat für uns oberste Priorität.“

27.3.2020, 11:13 Uhr – Jüngstes Corona-Opfer in Frakreich 16 Jahre alt

In Frankreich ist eine 16 Jahre alte Schülerin aus dem Département Essonne südlich von Paris an den Folgen des Coronavirus gestorben. Sie ist damit das Jüngste Opfer der Pandemie. Julie sei am Montag in das Krankenhaus Necker in Paris eingeliefert worden und am Dienstagabend an den Folgen der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Ihre ältere Schwester Manon sagte, Covid-19 sei nicht länger als Krankheit anzusehen, „die nur die Älteren trifft. Niemand ist für das mutierte Virus unbesiegbar.“ Laut ihrer Schwester habe Julie keine Vorerkrankungen gehabt. Vergangene Woche habe sie einen „leichten Husten“ bekommen, der sich am Wochenende verschlimmert habe. Ein Arzt sei gerufen worden, von da an sei die Krankheit mit gewaltigen Tempo vorangeschritten.

27.3.2020, 10:49 Uhr – Studie: Ohne Gegenmaßnahmen weltweit 40 Millionen Tote

Das Imperial College in London hat in einer Studie ausgerechnet, dass es weltweit bis zu 40 Millionen Tote durch die Coronavirus-Pandemie hätte geben können, wenn es keine Gegenmaßnahmen gegeben hätte. Die Forscher spielten dabei mehrere Szenarien durch. Im schlimmsten Fall hätten sich ohne die Gegenmaßnahmen sieben Milliarden Menschen innerhalb dieses Jahres mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert – also beinahe die ganze Menschheit. Deswegen fordern die forscher weltweit so frühe Gegenmaßnahmen zur Unterdrückung der Pandemie, wie sie in vielen Ländern schon ergriffen wurden.

27.2.2020, 10:36 Uhr – Azubi-Prüfungen bundesweit verschoben

Die Industrie- und Handelskammern haben beschlossen, weitere geplante Abschluss- und Weiterbildungsprüfungen nach hinten zu verschieben. Das betrifft nach Angaben der IHK Pfalz bundesweit 210.000 Prüflinge. Nordrhein-Westfalen hat zudem die Abschlussprüfungen an den Schulen verschoben. Sie sollen drei Wochen später als geplant, also erst am 12. Mai beginnen. Betroffen sind die Abiprüfungen an Gymnasien, Gesamtschulen, Weiterbildungskollegs und Waldorfschulen sowie an den Beruflichen Gymnasien der Berufskollegs.

27.3.2020, 10:12 Uhr – Erste US-Soldaten in Rheinland-Pfalz haben Covid-19

Auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Spangdahlem gibt es die ersten Fälle von Covid-19. Bei zwei amerikanischen Luftwaffenangehörigen sei das Coronavirus nachgewiesen worden, teilte die Air Base im Eifelkreis Bitburg-Prüm mit. Die Männer, ihre Angehörigen und alle, die mit ihnen Kontakt hatten, seien jetzt für 14 Tage in Quarantäne.

Die Air Base Ramstein bei Kaiserslautern meldete sogar fünf bestätigte Fälle. Es handele sich dabei um Personen, die auf dem Luftwaffenstützpunkt wohnen oder arbeiteten, darunter sei auch ein Soldat.

27.3.2020, 7:56 Uhr – Trump lobt Chinas Kampf gegen das Corona-Virus

US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping haben wegen der Corona-Pandemie telefoniert. Xi warb in dem Gespräch für bessere bilaterale Beziehungen mit den USA. Die einzig richtige Entscheidung sei es, dass beide Länder zusammenarbeiten, sagte Xi laut chinesischem Außenministerium. China sei bereit, die USA im Umgang mit dem Coronavirus zu unterstützen. Trump twitterte nach dem Gespräch, er habe mit Xi „detailliert“ über den Virus-Ausbruch gesprochen. „China hat viel durchgemacht und ein starkes Wissen über das Virus entwickelt. Wir arbeiten eng zusammen. Viel Respekt!“

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27.3.2020, 7:00 Uhr – Europol: Mehr Verbrechen in Zusammenhang mit Corona-Pandemie

Europol sieht in der Corona-Pandemie eine schnelle Zunahme von Verbrechen. Kriminelle und organisierte Banden hätten ihre Methoden sehr schnell angepasst und profitierten von der Krise, warnt die europäische Polizeibehörde. Ermittler haben demnach mehr Fälle von Cybercrime, Betrug, Diebstahl und Fälschungen festgestellt. Vor allem der Verkauf von gefälschten Schutzartikeln und Medikamenten sei um ein Vielfaches gestiegen seit Ausbruch der Krise, heißt es in dem Bericht. Fälscher würden den Mangel von etwa Schutzmasken oder Desinfektionsgels ausnutzen.

27.3.2020, 6:49 Uhr – Australien stellt Einreisende in Hotels unter Quarantäne

Australien verschärft die Einreisekontrollen weiter. Ab Samstag kommen alle Menschen, die nach Australien einreisen, für zwei Wochen in Quarantäne in Hotels. Das kündigte Premierminister Scott Morrison an. Bisher sollten Reisende nach ihrer Einreise in Australien zwei Wochen in häuslicher Quarantäne verbringen. Es gab aber Berichte, dass sich nicht alle daran halten. Einreisen dürfen in Australien seit vergangener Woche nur noch Staatsbürger und Ausländer mit dauerhaftem Wohnrecht in Australien.

27. März 2020, 5:00 Uhr – Bund und Länder wollen Corona-Tests deutlich aufstocken

Bund und Länder wollen einem Medienbericht zufolge die den Tests auf das Corona-Virus die Kapazitäten deutlich erhöhen. Die Bild-Zeitung beruft sich auf ein internes Beschlussprotokoll einer Telefonkonferenz zwischen Kanzleramtschef Helge Braun und den Chefs der Staatskanzleien der Länder. Darin heiße es: „Bund und Länder stimmen darüber
ein, die Kapazitäten zur Testung auf das neue Corona-Virus deutlich zu erhöhen.“

27. März 2020, 3:14 Uhr – USA haben mehr Corona-Infizierte als jedes andere Land

Die USA haben nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität inzwischen mehr bekannte Coronavirus-Infektionen als jedes andere Land. In den USA gibt es demnach inzwischen mehr als 82.000 bestätigte Fälle, in China sind es rund 81.800 und in Italien mehr als 80.000. US-Präsident Donald Trump sagte, die hohe Zahl liege daran, dass im Land so viele Tests durchgeführt würden. In den USA starben bisher mindestens 1.178 Menschen an der durch das Virus ausgelösten Krankheit Covid-19. Sie grassiert derzeit vor allem in der Metropole New York. Als nächster Brennpunkt gilt unter Experten New Orleans im Bundesstaat Louisiana, wo Karnevalsfeiern die Verbreitung beschleunigt haben sollen.

26.3.2020, 23:17 Uhr – Merkel: "Noch zu früh, um Maßnahmen zu lockern"

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hat Maßnahmen genannt, mit denen die Beschränkungen wegen des Coronavirus möglicherweise beendet werden könnten. Sie sagte der Zeitung Die Welt, vieles deute darauf hin, dass die Isolation von Risiko-Gruppen, flächendeckende Tests und die Auswertung von Daten helfen könnten, die Einschränkungen schrittweise wieder aufzuheben.

Bundeskanzlerin Merkel hält es für zu früh, über eine Lockerung zu sprechen. Es gebe immer noch einen Anstieg der Neuinfektionen, sagte Merkel in einer im Internet übertragenen Pressekonferenz. Sie müsse deshalb die „Menschen in Deutschland wirklich um Geduld bitten“. Ziel müsse es sein, die Gesundheitssysteme nicht zu überlasten. Angesichts einer Inkubationszeit von bis zu 14 Tagen könne noch nicht bewertet werden, ob die bisherigen Maßnahmen gewirkt hätten, sagte sie.

26.3.2020, 23:03 Uhr – EU-Staaten einigen sich auf weiteres Vorgehen

Die Staatschefs der 27 EU-Staaten haben sich bei ihrer Videokonferenz darauf geeinigt, innerhalb der nächsten zwei Wochen gemeinsame finanzpolitische Maßnahmen wegen der Corona-Krise ausarbeiten. Italien hatte zuvor eine bereits vorab ausgehandelte Gipfelerklärung abgelehnt und bessere finanzielle Instrumente gefordert. Zudem hat das EU-Parlament mehreren Notfallmaßnahmen zur finanziellen Unterstützung der von dem Coronavirus stark getroffenen EU-Staaten zugestimmt. Die Europa-Abgeordneten gaben unter anderem grünes Licht für eine Vorlage, die Gelder aus dem EU-Strukturfonds freigeben soll. Diese müssten nicht wie sonst in den Haushalt der EU zurückgezahlt werden. Außerdem stimmten die Europa-Politiker dafür, dass auch bei Gesundheitskrisen auf den EU-Solidaritätsfonds zugegriffen werden kann.

26.3.2020, 18:47 Uhr – Italien meldet starken Anstieg der Corona-Infektionen und Toten

In Italien steigt die Zahl der Corona-Infizierten weiter stark an. Mehr als 80.000 Menschen haben sich mittlerweile mit dem Virus infiziert, das sind 6.000 mehr als gestern. Die Zahl der Toten ist innerhalb 24 Stunden um mehr als 600 auf über 8.100 gestiegen. Der Regionalpräsident der besonders betroffenen Lombardei sagte zu den Zahlen, sie würden ihm Sorge bereiten. Die Ausgangssperren in großen Teilen Italiens zeigen bisher nicht die erhoffte Wirkung.

26.3.2020, 17:26 Uhr – Spahn sieht „Ruhe vor dem Sturm“

Bundesgesundheitsminister Spahn geht davon aus, dass in der aktuellen Krise die Belastungen für Ärzte und Pfleger noch zunehmen werden. Er bezeichnete die derzeitige Phase als Ruhe vor dem Sturm. Spahn will die Ausbreitung des Virus weiter unterbinden und die Kapazitäten der Krankenhäuser erhöhen. Spahn berichtete auch, dass in der Politik bereits Konzepte für die Zeit nach den Schließungen und Kontaktsperren erarbeitet würden. Im Gespräch seien weiter die Ortung von Handydaten und der Schutz besonders gefährdeter Gruppen.

26.3.2020,17:04 Uhr – G20-Staaten: Mit fünf Billionen Dollar Wirtschaft stützen

Die G20-Staaten haben bei einer Video-Konferenz verabredet, gemeinsam gegen die Folgen der Krise vorzugehen. Die Staaten wollen insgesamt fünf Billionen Dollar investieren, um die Weltwirtschaft zu stützen.

26.3.2020, 16:30 Uhr – Länder bekommen 100 Millionen Euro aus Digitalpakt für die Schule

Die Bundesländer bekommen kurzfristig 100 Millionen Euro, um Online-Plattformen für Schülerinnen und Schüler auf- und auszubauen. Damit könnten die Länder in Zeiten geschlossener Schulen unter anderem den digitalen Unterricht ausweiten, teilten die Kultusministerkonferenz und das Bundesbildungsministerium mit. Das Geld stammt aus dem Digitalpakt Schule, der ein Volumen von fünf Milliarden Euro hat.

26.3.2020, 15:30 Uhr – Spanien fällt beim Kauf von Corona-Schnelltest offenbar auf Betrüger rein

Spanien ist beim Kauf von hunderttausenden Coronavirus-Schnelltests in China offenbar auf Betrüger reingefallen. Nach Angaben des spanischen Gesundheitsministeriums funktionieren die Tests nicht zuverlässig. Die chinesische Botschaft in Madrid erklärt, Spanien habe die Schnelltests bei einer Firma ohne entsprechende Lizenz gekauft. Das Unternehmen namens „Shenzen Bioeasy Biotechnology“ stehe nicht auf der Liste der Pharmafirmen, die China für Coronatests empfiehlt. Spanien hat laut Gesundheitsministerium über einen spanischen Zwischenhändler 340.000 Schnelltests der Firma bestellt. Sie sollen innerhalb von 15 Minuten ein Ergebnis liefern. Unklar ist, um welche Summen es geht.

26.3.2020, 14:41 Uhr – Klöckner: Hamsterkäufe lassen nach

Laut Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) flauen die Hamsterkäufe in deutschen Supermärkten langsam wieder ab. Der Run auf stark nachgefragte Lebensmittel wie zum Beispiel Nudeln, Mehl und passierte Tomaten etwas nachlasse. Außerdem sagte Klöckner: „Ich glaube, dass irgendwann unser Grundbedarf an Toilettenpapier in jedem Haushalt hoffentlich gedeckt ist für die nächste Zeit.“ Die Ministerin rief noch einmal dazu auf, nur das zu kaufen, was man wirklich brauche. „Es gibt keinen Grund, Lebensmittel zu horten“. In Deutschland würden genug Grundnahrungsmittel erzeugt und verarbeitet. Zu oft wanderten bei übertriebener Hortung Lebensmittel vom Aufbewahrungsschrank in die Tonne, so Klöckner.

26.3.2020, 14:32 Uhr – Über Hundertjähriger nach Corona-Infektion aus Krankenhaus entlassen

In Italien ist ein über Hundertjähriger nach einer überstandenen Corona-Infektion aus dem Krankenhaus entlassen worden. Der 1919 geborene Mann lag bis Mittwochabend in einer Klinik in Rimini, bestätigte Vize-Bürgermeisterin Gloria Lisi. „In der jetzigen Zeit ist es immer gut, ein bisschen Hoffnung zu geben“, sagte die Politikerin. Italien ist mit mehr als 7500 Todesfällen durch das Coronavirus Land in Europa, das von der Pandemie am härtesten getroffene ist. Die Sterblichkeitsrate ist unter über 80-Jährigen besonders hoch. Insgesamt gibt es in Italien fast 75.000 Infektionsfälle.

26.3.2020, 13:45 Uhr – Skurriler Polizeieinsatz in Bergneustadt

Die Panik, zu wenig Klopapier zuhause zu haben, führt zu immer absurderen Polizei-Einsätzen. In Bergneustadt im Oberbergischen Kreis hat eine Frau im Streit eine Supermarktkasse komplett lahmgelegt. Die 54-Jährige wollte laut Polizei mehrere Pakete Klopapier kaufen. Der Hinweis, doch bitte nur eins zu nehmen und die anderen wieder weg zu legen, gefiel ihr offenbar nicht: Sie habe sich zum Protest auf das Kassenband gesetzt. Daraufhin kam die Polizei, die die Frau dem Bericht zufolge schließlich in Handschellen aus dem Supermarkt transportierte. Sie habe sich brüllend auf den Boden geworfen, die Polizisten hätten sie zum Streifenwagen tragen müssen. Als die Frau sich auf der Wache wieder beruhigt hatte, habe man sie gehen lassen – allerdings ohne Klopapier. Die Polizei schreibt, Zitat: „Zu einem Kaufvorgang ist es in Folge der Randale nicht gekommen.“

26.3.2020, 11:13 Uhr – Lob für Hilfsbereitschaft in Baden-Württemberg

Das baden-württembergische Sozialministerium lobt die Welle der Hilfsbereitschaft, die durchs Land geht. Staatssekretärin Bärbl Mielich (Grüne) sagte, es zeige sich wieder einmal, dass Baden-Württemberg zusammenhalte. Beispiele seien Menschen, die für andere einkaufen gehen, den Müll wegbringen, Regale im Supermarkt auffüllen und mit dem Hund der Nachbarin rausgehen. Schüler rufen bei Senioren an, damit diese sich nicht einsam fühlen; Kinder malen Bilder für Bewohner im Altenheim. So solle es weitergehen: „Wir wissen noch nicht, wie lange dieser Zustand dauern wird. Ich bitte deswegen alle, auch in den nächsten Wochen zu helfen und am Ball zu bleiben“, sagte Mielich.

26.3.2020, 10:48 Uhr – Ausstieg aus Einschränkungen in Stufen

Die Einschränkungen des öffentlichen Lebens sollten zu einem geeigneten Zeitpunkt stufenweise wieder aufgehoben werden, meint der Virologe Christian Drosten. „Natürlich muss man da raus“, die Frage sei nur wann. Es müsse geklärt werden, wo und für wen dies zuerst gelten solle. Hier sei die Wissenschaft gefragt, es brauche Modellvorhersagen.Risikogruppen wie ältere Menschen einfach zu isolieren, funktioniere aber nicht.

26.3.2020 – 9:38 Uhr – 60 Prozent weniger Flugverkehr in Europa

In Europa sind in dieser Woche im Jahresvergleich 60 Prozent weniger Flugzeuge unterwegs gewesen. Das hat der Anbieter von Luftfahrt-Daten OAG mitgeteilt. Das seien 92.000 Flüge weniger als in der gleichen Woche im Jahr zuvor.

26.3.2020, 7:55 Uhr – 700 Prozent mehr Klopapier verkauft

Es ist so etwas, wie das Symbol der Corona-Krise: Klopapier. In vielen Ländern stieg die Nachfrage nach Toilettenpapier rasant an, Hamsterkäufe sorgten für leere Regale – auch in Deutschland. Von Februar zu März sei eine Steigerung um 700 Prozent zu verzeichnen, sagte der Sprecher des Bundesverbands des Deutschen Lebensmittelhandels, Christian Böttcher, ohne genaue Zahlen. Das Klopapier nehme beim Kaufverhalten der Deutschen eine Sonderrolle ein, so Böttcher. Wegen der Angst, man dürfe irgendwann nicht mehr das Haus verlassen, werde gebunkert. Es sei paradox: „Einige wissen nicht, wohin damit. Andere haben zu wenig.“

26.3.200, 5:44 Uhr – Spahn verspricht Konzept um den Krisenmodus zu verlassen

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will bis Ostern ein Konzept vorlegen, wie das öffentliche Leben in Deutschland zumindest teilweise wiederhergestellt werden kann. Das sagte er der Wochenzeitung Die Zeit und sprach von einer sorgfältigen Balance zwischen Eigenverantwortung und staatlicher Kontrolle. Eine Möglichkeit sei, dass über Wochen bestimmte Ausgangsbeschränkungen immer wieder zeitlich und regional begrenzt gelten. Zuletzt hatte auch der Bundesverband mittelständische Wirtschaft eine „Exit-Strategie“ gefordert. Dazu müsse jetzt die Arbeitsfähigkeit der Unternehmen gestärkt werden, sonst drohten nachhaltige Wohlstandsverluste. In Deutschland sind nach Angaben der Gesundheitsbehörden der Länder knapp 37.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert.

Chronik Coronavirus: Rückblick bis zur Entdeckung des Virus in Wuhan 2019