Autor
Svenja Maria Hirt
Svenja Maria Hirt, SWR3; Foto: SWR3/Alexander Winkler
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Kalifornien steht in Flammen: Mehrere Waldbrände wüten seit Tagen in dem US-Bundesstaat an der Westküste. Die Zahl der Toten und Vermissten ist drastisch gestiegen. US-Präsident Trump war vor Ort und weiß, wer an den Bränden Schuld ist.

„Niemand hätte gedacht, dass so etwas geschehen könnte“, sagte US-Präsident Donald Trump bei seinem Besuch am Samstag in Paradise. Die Stadt mit knapp 27.000 Einwohnern ist weitgehend abgebrannt. Nur noch Trümmer, Stahlgerippe, verkohlte Autos stehen herum. Über allem liegt ein Teppich aus Asche. Helfer und Spürhunde suchen nach Vermissten und Toten.

Trump hat seine Schuldigen gefunden

Bei seinem Besuch in Kalifornien machte Trump erneut die schlechte kalifornische Forstverwaltung für die Brände verantwortlich. Vielleicht trage der Klimawandel ein kleines bisschen zu den Feuern bei, aber „das große Problem, das wir haben, ist Management.“ Wissenschaftler und Feuerwehrverbände halten dagegen. Sie führen die extremen Feuer auf die anhaltende Dürre als Folge des Klimawandels zurück. Dadurch gerieten die Bäume schneller in Brand.

Wörtlich sagte Trump: „Ihr müsst die Waldböden sauber halten. Das ist sehr wichtig. Ich war beim finnischen Präsidenten, er nennt Finnland eine Wald-Nation. Dort verbringen die Leute viel Zeit mit Laubfegen und Saubermachen und die haben solche Probleme nicht.“

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Mit dem Staubsauger in den Wald?

Die Finnin Pyry kontert Trumps Aussage mit einem Bild: „Ein ganz normaler Tag in einem finnischen Wald.“

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So viele Tote wie bei keinem Feuer in Kalifornien zuvor

Inzwischen ist ein Großteil der Feuer unter Kontrolle. Komplett gelöscht sind sie aber noch nicht. Mehr als 80 Menschen sind bislang umgekommen. Das sind mehr Tote als je zuvor bei einem Feuer in Kalifornien seit Beginn der Aufzeichnungen.

Waldbrände Kalifornien; Foto: dpa/picture alliance
dpa/picture alliance

Der Sheriff von Butte County, Kory Honea, erklärte zudem, dass die Zahl der Vermissten nach neuesten Zählungen weiter drastisch von bisher 631 auf nunmehr 1.011 gestiegen seien. Er betonte aber, dass es sich dabei um eine vorläufige Aufstellung von Vermisstenmeldungen mit möglichen Dopplungen handelt.

Viele, die gerettet werden oder flüchten konnten, sind in Notunterkünften untergekommen. Manche campieren draußen, in Zelten oder einfach auf Decken.

Besuch in Malibu

Nach seinem Besuch im Norden von Kalifornien reiste Trump weiter in den Süden. In Malibu machte er sich ein Bild von den Schäden. In der als Heimat vieler Filmstars bekannten Stadt am Westrand von Los Angeles hatten auch etliche Promis ihre Häuser verloren.

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Autor
Svenja Maria Hirt
Autor
Amelie Heß
Autor
Laura Bisch
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SWR3